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Strompreis-Atlas

06.06.2014

Strompreise – Große regionale Preisunterschiede in Deutschland

Bild: Federico Gambarini (dpa)

Die Preise für Strom fallen in Deutschland höchst unterschiedlich aus. Der Atlas für Strompreise hilft, die günstigsten Preise zu finden.

Nicht nur Miet-, sondern auch Strompreise unterliegen starken regionalen Schwankungen. So sind die Preise für Strom in ländlichen Gebieten höher als in Städten und im Osten der Republik höher als im Westen. Dies gilt zumindest für die lokalen Anbieter. Überregionale Anbieter hingegen bieten meist die deutlich günstigeren Preise und verringern die regionalen Preisunterschiede – das Ost-West-Gefälle aber bleibt weiterhin bestehen. Diese Unterschiede zeigt der Strompreis-Atlas der Seite www.stromauskunft.de deutlich auf.

Quelle: Strompreis - Atlas von stromauskunft.de

Diese interaktive Karte zeigt die aktuellen Strompreise für 1.437 Städte in Deutschland an und verdeutlicht die oben genannten Fakten anschaulich: Jede Stadt ist farblich markiert, von grün (günstig) bis rot (teuer), sodass schnell ersichtlich wird, wo Strom günstig und wo teuer ist.

"Beim Blick auf die Karte wird sofort deutlich, dass die Strompreise in Deutschland sehr unterschiedlich sind. Das liegt daran, dass die Preise einerseits vom lokalen Wettbewerb abhängen und zudem die Kosten für die Netznutzung regional unterschiedlich sind," sagt Dr. Jörg Heidjann vom Portal StromAuskunft.de.

Neben den ostdeutschen Bundesländen stellt vor allem der südwestliche Raum Deutschlands ein eher teures Gebiet dar. Vom Allgäu bis Mönchengladbach liegen die Preise zwischen 90 und 92 Euro im Monat. Und auch Nordfriesland ist ein teures Pflaster, was die Stromversorgung angeht. Die günstigsten Strompreise hingegen sind im östlichen Teil Bayerns, im nördlichen Teil Niedersachsens und im südlichen Teil Schleswig-Holsteins zu finden. Hinzu kommen vereinzelte Städte im ganzen Bundesgebiet.

Landkreis Augsburg - ein teures Pflaster

Während die Strompreise in Augsburg selbst noch relativ moderat sind, reiht sich der Landkreis Augsburg in die Oberklasse der teuersten Gebiete ein: In Gersthofen, Neusäß, Stadtbergen, Bobingen, Königsbrunn und Schwabmünchen sind 92 Euro pro Monat für den Strom fällig. Doch auch hier ist Einsparpotenzial vorhanden. Wer auf dem Atlas für Strompreise seine Stadt anklickt, bekommt nämlich eine ganze Reihe weiterer Informationen aufgelistet: sämtliche zur Verfügung stehenden Stromanbieter und einen deutschlandweiten Stromvergleich, der die Stadt in den Kategorien „Grundversorgungstarif", „günstigster Stromtarif" und „günstigster Ökostromtarif" listet. Außerdem wird der Grundversorger samt Kontaktdaten angezeigt. Somit eignet sich der Stromatlas ideal, um unkompliziert herauszufinden, wie die eigenen Stromkosten im nationalen Vergleich liegen und ob sich ein Anbieterwechsel lohnt.

Stromkosten im internationalen Vergleich

Die Stromkosten sind in Deutschland in den vergangenen Jahren stetig gestiegen, was vor allem zwei Gründe hat: der Ausbau der Leitungsnetze, der enorme Kosten verursacht hat, und die Energiewende. Um ganze 83 Prozent haben sich die Preise innerhalb von  zehn Jahren zwischen 2002 und 2012 erhöht. Als europäisches Land übertrifft einzig Dänemark mit durchschnittlich 29,83 Cent brutto je Kilowattstunde (kWh) die deutschen Preise von durchschnittlich 26,36 Cent/kWh. Damit bezahlen Kunden in Deutschland im Vergleich zu Frankreich (13,63 Cent/kWh) fast doppelt so viel für ihren Strom und sogar nahezu das Dreifache dessen, was dieser in den USA kostet (9,25 Cent/kWh).

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