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Telefonieren
31.05.2013

EU-Kommission will Roaming-Gebühren im Ausland abschaffen

ARCHIV - Eine junge Frau telefoniert am Strand von Tarifa an der Costa de la Luz in Spanien mit einem Handy (Archivfoto vom 10.07.2007). Grenzenloses Telefonieren vom Festnetz und Handy, Surfen im Internet und Unterhaltung ohne Ende - und das alles zum Pauschaltarif? Undenkbar, als der Telekommunikationsmarkt noch eine uneinnehmbare Festung der Deutschen Telekom war. Doch alles wurde anders, als vor zehn Jahren das Sprachmonopol des rosa Riesen fiel und die Wettbewerber zur Jagd auf den Platzhirsch bliesen. Foto: Jens Kalaene +++(c) dpa - Bildfunk+++

Roaming, das steht für hohe Gebühren beim Handytelefonat im Ausland. Doch das könnte bald Vergangenheit sein. Die EU-Kommission will Roaminggebühren abschaffen.

Die EU-Kommission will Roaming-Gebühren bei Telefonaten im europäischen Ausland im kommenden Jahr ganz abschaffen. Kommissarin Neelie Kroes, die für Digital-Themen zuständig ist, rief das Europäische Parlament auf, im Frühjahr 2014 ein Gesetzespaket zu verabschieden, das ein Ende der Zusatzkosten vorsieht. "In einer Branche wie Telekommunikation ist kein Platz für Grenzen!" erklärte sie in einer Ansprache beim zuständigen Parlamentsausschuss. "Lassen sie uns mobile Roaming-Kosten ein und für alle Mal loswerden", schrieb sie anschließend im Kurzmitteilungsdienst Twitter.

Roaming-Gebühren: In Europa bald Vergangenheit?

Die Roaming-Gebühren könnten allerdings nur ganz abgeschafft werden, wenn es gelinge, tatsächlich einen einheitlichen europäischen Telekom-Markt zu etablieren, warnte Kroes. Es seien radikale Kompromisse notwendig. Sie will im Sommer ihre Vorschläge für die Reform der Branche vorlegen. Die Kommissarin kündigte bereits an, dass sie auf die bisher angepeilte EU-weite Regulierungsbehörde verzichten werde, um Zeit zu sparen.

Die Idee einer gemeinsamen EU-Regulierungsbehörde war auf Widerstand in den Ländern gestoßen, die ihre Kontrollbefugnisse nicht aufgeben wollten. Um ihre Reformpläne bis zur Neuwahl des Europaparlaments im kommenden Jahr durchzubringen, schwebt Kroes nun ein Kompromiss vor: Sie will vorschlagen, dass sich Telekom-Unternehmen für den Regulierer in einem Land entscheiden können und europaweit nur dieser für sie zuständig wäre.

Gebühren für Auslands-Gespräche bereits stark gesunken

Unter dem Druck aus Brüssel sind die Roaming-Gebühren von einst mehreren Euro pro Minute inzwischen drastisch gesunken. Auch bei Daten-Diensten bieten die Netzbetreiber inzwischen Tages-Flatrates für einige Euro an.  dpa/AZ

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