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Konjunktur

29.07.2020

Tiefrote Zahlen bei Osram, schwarze beim neuen Eigner AMS

Osram ist weiter in der Krise. Die Corona-Krise hat den Automotive-Bereich des Unternehmens hart getroffen.
Bild: Matthias Balk/dpa

Osram und sein neuer Mehrheitseigentümer AMS haben Zahlen für das Quartal vorgelegt. Osram blickt in eine düstere Zukunft. Bei AMS sieht es anders aus.

Osram und sein neuer Mehrheitseigner AMS kommen sehr unterschiedlich durch die Corona-Krise. Während der Münchner Lichtkonzern am Mittwoch tiefrote Zahlen und einen Umsatzeinbruch für das abgelaufene Quartal meldete, verbuchte der österreichische Sensorspezialist das umsatzstärkste zweite Quartal seiner Geschichte und konnte sich trotz Krise in den schwarzen Zahlen halten.

Bei Osram schlug die Corona-Krise im vergangenen Quartal - wegen eines abweichenden Geschäftsjahres ist es das dritte - voll zu. Der Umsatz brach um 29 Prozent auf 606 Millionen Euro ein, unter dem Strich stand ein massiver Verlust von 140 Millionen Euro. AMS dagegen steigerte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 418 Millionen Euro und hielt sich mit gut 5 Millionen Euro Gewinn in den schwarzen Zahlen - obwohl neben Corona auch Kosten für die Übernahme das Ergebnis belasteten.

Osrams Automotive-Bereich wurde von der Krise hart getroffen

Auch für die nahe Zukunft gehen die Einschätzungen auseinander. Bei AMS heißt es, das laufende Quartal werde "sehr gut", bei Osram rechnet man dagegen weiterhin mit konjunkturellen Auswirkungen durch die Corona-Krise. Allerdings sagte Osram-Chef Olaf Berlien: "Das dritte Geschäftsquartal war ganz klar der Tiefpunkt unserer Umsatzentwicklung."

Tiefrote Zahlen bei Osram, schwarze beim neuen Eigner AMS

AMS verdankt seine guten Zahlen vor allem dem Geschäft als Zulieferer für die Smartphone-Industrie. Dort lief es im zweiten Quartal rund, während andere - kleinere - Bereiche wie Automotive und Industrie schwächelten. Bei Osram spielt der Automotive-Bereich dagegen eine sehr viel größere Rolle und wurde von Corona besonders hart getroffen.

AMS hat die Übernahme der Mehrheit an Osram im Juni abgeschlossen

Spekulationen um eine Trennung von Osrams Automotive-Bereich erteilte AMS-Chef Alexander Everke allerdings eine Absage. Schlechter sieht es für das Joint Venture von Osram mit Continental aus. Dahinter sehe er keine strategische Logik, sagte Everke. Man sei dazu mit Osram in Gesprächen. Dabei geht es um etwa 1500 Beschäftigte, die sich in München mit Lichttechnologie rund ums Auto befassen. Schon länger wird über ein Ende des Projekts spekuliert.

AMS hat Anfang Juli die Übernahme der Mehrheit an Osram abgeschlossen und seinen Anteil inzwischen weiter auf 71 Prozent ausgeweitet. Weitere Zukäufe sind ebenso geplant wie ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Letzterer soll um das Jahresende herum implementiert werden. (dpa)

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