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Urteil
17.06.2014

Warsteiner darf Bier nicht "vitalisierend" nennen

Die Brauerei Warsteiner hat im Gerichtsverfahren um das Wort "vitalisierend" in dem Werbeslogan für "Warsteiner Alkoholfrei" verloren.
Foto: Martin Gerten, dpa

Die Brauerei Warsteiner darf ihr alkoholfreies Bier nicht "vitalisierend" nennen. Eigentlich war es auch nur ein Werbe-Gag durch ihr Werbegesicht Vitali Klitschko.

Schlappe vor Gericht für die Warsteiner Brauerei: Das Unternehmen darf sein alkoholfreies Bier nicht als "vitalisierend" bewerben. Das hat das Oberlandesgericht Hamm in einem am Dienstag veröffentlichten Urteil entschieden. Die Brauerei hatte das Produkt als vitalisierend, erfrischend und isotonisch bezeichnet. Die Richter sahen darin einen Verstoß gegen eine EU-Richtlinie und bemängelten, dass der Werbeaussage keine spezielle gesundheitsbezogene Angabe beigefügt worden sei.

"Vitalisierend" signalisiert eine Verbesserung der Gesundheit

Die Richtlinie schreibt das bei Lebensmitteln mit Gesundheitsbezug aber vor. Dem Verbraucher würde das Adjektiv "vitalisierend" eine Verbesserung der Gesundheit signalisieren. Das Gericht hob damit eine Entscheidung des Landgerichts Arnsberg aus der ersten Instanz auf, ließ aber Revision zu, so dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Geklagt hatte ein Verbraucher-Schutzverband aus München.

Wortspiel für Warsteiner-Werbung mit Vitali Klitschko

Warsteiner hatte das Wort "vitalisierend" als Wortspiel mit dem Vornamen des Boxers Vitali Klitschko dargestellt, der auf dem Plakat zu sehen war. "Wir haben bereits vor dem Rechtsstreit die Werbung umgestellt, weil das Ende des Werbevertrages mit Vitali Klitschko absehbar war", sagte eine Brauerei-Sprecherin nach dem Urteil. "Damit war ja dann auch der Gag des Wortspiels weg."

Dennoch habe man das Verfahren durchgezogen, weil es um die für die gesamte Lebensmittel-Branche interessante Frage ginge, womit man werben dürfe und womit nicht. Ob die Braurei das Urteil akzeptiert, sei noch nicht entschieden. dpa

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