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Sparkasse

24.03.2015

Verbraucherschützer warnen vor AGB-Änderung bei Sparkassen

Sparkassen ändern ihre AGB.
Bild: Jens Wolf/Archiv (dpa)

Verbraucherschützer warnen Sparkassenkunden vor einer Änderung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Diese treten bereits im April in Kraft.

Ab dem 15. April müssten Verbraucher "stillschweigend" auf Vertriebsvergütungen verzichten, die ihnen eigentlich zustünden, erklärte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) am Dienstag in Berlin. Banken und Sparkassen erhalten für Finanzprodukte, die sie im Auftrag ihrer Kunden besorgen, eine Vergütung von den Anbietern. Diese müssen sie laut vzbv grundsätzlich an die Kunden weitergeben.

Die Verbraucherschützer empfehlen Sparkassenkunden, gegen die Satzungsänderung rechtzeitig Einspruch zu erheben, sonst könnten sie möglicherweise den Anspruch auf die Vergütung verlieren. Im Internet stellen sie dafür einen Musterbrief zur Verfügung.

Die Sparkassen griffen "massiv in das bestehende Vertragsverhältnis ein", erklärte vzbv-Finanzexpertin Dorothea Mohn. Sie wichen von gesetzlichen Regeln ab, "ohne ihre Kunden aktiv um Zustimmung zu bitten". Kunden, die den AGB-Änderungen widersprechen, sollten sich laut der Verbraucherschützer zudem darauf einstellen, dass Sparkassen ihnen das Depot kündigen oder zumindest damit drohen. Sie sollten sich davon aber nicht beeindrucken lassen, da ein Depotwechsel kostenlos sei und sogar "finanzielle Vorteile" bieten könne. So sei die Depotführung bei Direktbanken oft kostenlos.

Zu Vertriebsvergütungen bei Banken und Sparkassen steht noch eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus. Das Oberlandesgericht Hamm und das Landgericht München entschieden laut vzbv im Sinne der Kunden. afp

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