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Gewerkschaft

03.10.2019

Verdi kündigt Warnstreiks bei der Postbank in Bayern und Thüringen an

Warnstreik bei der Postbank: Die Beschäftigten in Nordbayern und Südthüringen sind dazu aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.
Bild: Martin Schutt, dpa

Die Beschäftigten der Postbank in Nordbayern und Südthüringen sind am Freitag und Samstag zu Warnstreiks aufgerufen.

Im Tarifstreit mit der Postbank hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten zu Warnstreiks aufgerufen. Am Freitag und Samstag sollen Beschäftigte in Nordbayern und Südthüringen die Arbeit ruhen lassen, wie Stefanie Schulze, Gewerkschaftssekretärin von Verdi in Mittelfranken am Donnerstag mitteilte. Erstmal seien auch "wichtige interne Abteilungen" zum Warnstreik aufgerufen, hieß es. 

Zuvor hatte die Postbank ihr Tarifangebot für rund 12.000 Beschäftigte nachgebessert, um unbefristete Streiks abzuwenden. Es sehe nun bei einer Laufzeit von 29 Monaten eine Gesamterhöhung der Tarifgehälter von rund 4,1 Prozent vor, teilte das Unternehmen am Dienstag in Bonn mit. Carolin Schenker, Mitglied der Verhandlungskommission, teilte mit, im Durchschnitt der Laufzeit biete die Arbeitgeberseite nun 1,7 Prozent. Das sei immer noch sehr weit von ihrer Forderung von 7 Prozent entfernt.

Rund 12.000 Beschäftigte sind von dem Tarifangebot betroffen

Die Gewerkschaft hatte die Verhandlungen mit der Deutsche-Bank-Tochter vor vier Wochen für gescheitert erklärt und eine Urabstimmung über unbefristete Streiks eingeleitet. Diese Abstimmung laufe weiter, hieß es am Donnerstag. In der kommenden Woche würden dann die Verhandlungen fortgesetzt, oder - bei entsprechendem Abstimmungsergebnis - ein Erzwingungsstreik beginnen, so Stefanie Schulze von Verdi.

Mit der neuen Offerte wollte die Postbank wieder in den Verhandlungsmodus zurückkehren. Verhandelt wird für etwa 12.000 Beschäftigte in der DB Privat- und Firmenkundenbank, den Postbank-Filialen sowie bei Tochterunternehmen. (dpa)

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