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Verkehr
22.06.2014

Fernbusreisen: Das sind Ihre Rechte bei Verspätungen und Ausfällen

Viele greifen bei Fahrten durch Deutschland auf die Fernbusse. Aber welche Rechte hat man als Fahrgast?
Foto: Patrick Seeger (dpa)

Reisen mit dem Fernbus als günstige Alternative zu Bus und Bahn werden immer beliebter. Doch welche Rechte haben Reisende, wenn nicht alles ganz so reibungslos klappt? Ein Überblick.

Schnelles, bequemes und günstiges Reisen - das versprechen viele Fernbus-Unternehmen ihren Kunden. Aber gerade in der Ferienzeit, wenn die Straßen voll sind, kann es immer mal wieder zu Verspätungen kommen. Vor allem wenn man als Reisender seinen Anschluss verpasst, oder gar zusätzliche Kosten entstehen, ist das natürlich ärgerlich. Welche Möglichkeiten habe Fahrgäste in solchen Fällen? Und wie kundenfreundlich sind die Reiseanbieter? Wir geben einen Überblick:

Kunden können Fernbusreisen selbstständig stornieren oder umbuchen

Busunternehmen wie city2city, flixbus, meinFernbus und auch der ADAC Postbus bieten Reisenden die Option an, ihre Fahrten vor Antritt selbst zu verwalten. Auch Stornierungen oder Umbuchungen sind möglich.

city2city: Laut AGB können Kunden ihre Fahrt bis zu 48 Stunden vor Fahrtantritt stornieren. Allerdings wird hier eine Gebühr von 25 Prozent des Ticketpreises, mindestens jedoch 5 Euro erhoben. Der Fahrgast bekommt aber immerhin noch 50 Prozent seines Ticketpreises (Minimum 5 Euro) zurückerstattet. Bei Umbuchungen wird ebenfalls eine Gebühr von 5 Euro fällig. Ist das neue Ticket teuer, muss die Differenz zugezahlt werden. Allerdings ist eine Umbuchung nur bis zu 24 Stunden vor Fahrtantritt möglich.

flixbus: Bei flixbus sind Stornierungen ebenfalls bis zu 24 Stunden vor Abfahrt möglich. Es wird eine pauschale Bearbeitungsgebühr von 15 Euro erhoben. Fahrgäste können sich aber auch einen Gutschein ausstellen lassen. Hier fällt eine Bearbeitungsgebühr von 3 Euro an. Eine Umbuchung erfolgt gegen einen Gutschein. Ist bei einer Umbuchung das neue Ticket billiger als das alte, wird der Differenzbetrag erstatte; erhöht sich der Preis der Reise, muss der Kunde zuzahlen.

meinFernbus: Bei meinFernbus sind Stornierung laut AGB nur bis zum Vortag der Fahrt möglich. Hierfür wird einer Bearbeitungsgebühr von 15 Euro erhoben. Um diese Gebühr zu umgehen, kann sich der Kunde auch einen Gutschein austellen lassen. Umbuchungen der Fahrstrecke sind nur bis zum Vortag vor der Abfahrt möglich. Umbuchungen der Abfahrzeit oder des Reisedatums können bis 15 Minuten vor der planmäßigen Abfahrt des Busses vorgenommen werden. Sofern zum Zeitpunkt der Umbuchung noch Tickets zum gleichen oder einem geringeren Preis verfügbar sind, ist die Umbuchung kostenlos.

ADAC Postbus: Stornierungen sind bis zu zwölf Stunden vor der Abfahrt möglich. Bei ordnungsgemäßer Stornierung wird der Fahrpreis abzüglich einer Bearbeitungsgebühr zurückgezahlt. Gegen eine Gebühr kann die Fahrt beim ADAC Postbus bis zwölf Stunden vor der geplanten Abfahrt umgebucht werden. Sind zu diesem Zeitpunkt noch Tickets zum gleichen oder geringeren Preis verfügbar, fallen keine Kosten an.

Fernbusreisen: Das sind Ihre Rechte als Fahrgast

Seit dem 1. März 2013 sind die Fahrgastrechte bei Fernbusreisen durch eine Verordnung der (181/2011) gesetzlich geregelt. Dort ist unter anderem festgehalten, dass...

... Reisende bei Verlust oder Beschädigung von Gepäck Anspruch auf eine Entschädigung haben.

... Fahrgäste einen Anspruch auf Erstattung des vollen Fahrpreises oder Weiterreise mit geänderter Streckenführung bei Fahrtannullierung oder großer Verspätung haben.

... Fahrgäste ein Recht auf eine Entschädigung in Höhe von 50 Prozent des Fahrpreises haben, wenn der Beförderer dem Fahrgast bei Annullierung oder großer Verspätung nicht die Wahl zwischen der Erstattung des Fahrpreises und der Weiterreise mit geänderter Streckenführung anbietet.

... Reisende mit Behinderung oder eingeschränkter Mobilität an Busbahnhöfen und im Fahrzeug ein Recht auf eine spezifische Hilfeleistung ohne Aufpreis haben.

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