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Warum das Grundeinkommen eine gute Idee ist

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Kommentar Von Christian Imminger
27.02.2019

Der Verein "Mein Grundeinkommen" verlost Geld: 13 Menschen bekommen ein Jahr lang 1000 Euro im Monat – ohne Gegenleistung. Dahinter steckt eine sinnvolle Idee.

Die Frage bei diesem Thema ist doch die: Würde ich diesen Text etwa nicht fertigschreiben, nur weil ein Teil meines Lebensunterhalts vom Staat käme? Stattdessen gar auf die Automatischer-Fülltext-Taste drücken?

Dies ist fortlaufender Text, der über eine Makrotaste eingegeben wurde. Er braucht somit nicht gelesen zu werden. Dies ist fortlaufender Text...

Nur vier Arbeitstage – und die Motivation steigt

Nein, natürlich nicht. Denn der Mensch braucht sinnhafte Tätigkeiten, und wenn er Glück hat, gehört die Arbeit sogar dazu. Aber es macht selbstredend auch noch anderes Sinn als Arbeit: Zum Beispiel mehr Zeit mit seinen Eltern und/oder Kindern zu verbringen. Das Haus renovieren. Den Garten. Sich ehrenamtlich engagieren. Tüfteln. Ein Buch schreiben. Eine Erfindung machen oder sich gar nebenher selbstständig... Der Möglichkeiten sind jedenfalls viele, alleine: Die Zeit ist knapp.

Man sollte jedenfalls nicht die Produktivkräfte unterschätzen, die in einem – in diesem Fall staatlich subventionierten – Mehr an persönlich verfügbarer Zeit stecken. Und das gilt im Übrigen auch für Arbeitgeber: In Neuseeland etwa stellte ein Unternehmen auf vier Tage um. Und siehe: die Angestellten waren sogar motivierter und produktiver als zuvor, zufriedener allemal. Aber auch das ist nur ein Aspekt, denn irgendwann wird im Zuge von Automatisierung und Digitalisierung die Arbeit weniger, die Erwerbsbiografie noch löchriger als heute schon. Was dann?

Keine Sorge vor der Lohnsteuererhöhung

Zu den bislang über 150 verschiedenen Sozialleistungen, die in 38 Behörden verwaltet werden, einfach noch ein paar draufsatteln? Oder das System doch besser radikal vereinfachen – mit einem eben ohne zigfache Anträge und Bedarfsprüfungen beschwerten Grundeinkommen, das ein Existenzminimum sichert? Es gibt immer mehr Ökonomen, die aus diesem Grund dafür plädieren.

Und das ganze Geld, wo soll das herkommen? Auch dafür gibt es bereits Modelle. Und bevor jetzt der erste aufschreit, dass er doch nicht das Faulenzen der anderen finanziere: Eine Erhöhung der Lohnsteuer gehört nicht dazu, wird doch Arbeit, obwohl sie uns angeblich so heilig ist, ohnehin schon zu stark belastet, in jeder Hinsicht. Dabei sollte doch genau das Gegenteil der Fall sein.

Lesen Sie auch die gegenteilige Meinung: Ein Grundeinkommen würde den Sozialstaat aushöhlen.

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.02.2019

Ich bin für das von Deutschland finanzierte Grundeinkommen von EUR 17,04 für alle Menschen auf der Welt.

In einem Land mit offenen Grenzen und faktischem Bleiberecht für alle wird es nie ein auskömmliches Grundeinkommen geben können.

Auch Migration ist Marktwirtschaft - Menschen bewegen sich intellegent zu den besten Lebensräumen.

Daher Schluß mit dieser dummen Idee - besser Abschaffung des Sozialstaates; Deutschland sollte das Land der Leistungswilligen, Demokraten und Gebildeten ohne Ansehen persönlicher Merkmale werden. Keine Leistung ohne Gegenleistung!

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28.02.2019

Dazu würde allerdings ein Erbschaftssteuersatz in Höhe von 100% gehören, damit auch alle die gleichen Chancen haben.

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27.02.2019

Die Amis haben es uns vorgemacht: Gelddrucken heizt die Wirtschaft an, bis die Bude brennt...……..dann müssen halt Schuldige gesucht werden, die die Zeche bezahlen.

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27.02.2019

Eigentlich erdacht und entwickelt wurde die Idee im Weißen Haus , unter der Führung von Richard Nixon . Das "amerikanische leistungslose Grundeinkommen" sollte allerdings nicht an Jeden ausgezahlt werden , sondern nur - wie der Name schon sagte- an "Familien" - also Eltern mit Kindern . Nixons "Family Assistance Plan" wurde auch einer mehrmonatigen Testphase unterzogen und an eine bestimmte Anzahl bedürftiger Familien -verstreut im ganzen Land- ausgezahlt . Die Ergebnisse waren im Vergleich zu den Zielen völlig ernüchternd .



".... Erhöhung der Lohnsteuer gehört nicht dazu, ..." schreibt der Autor . Woher weiß er dies ?

Sicher ist jedenfalls ,daß in jedem Fall Steuern erhöht werden müssen . Natürlich werden diese Steuererhöhungen auch nicht nur "die da Oben" , die Reichen" bezahlen müssen , sondern alle Bürger des Landes .

Denn ein leistungsloses Grundeinkommen würde ja jedem "Einwohner" des Landes zu zahlen sein - vom 1-Tag-alten-Neugeborenen bis zur 100jährigen . Und einen Netto-Betrag darstellen . Und dies natürlich Monat für Monat .
Schließlich müsste es im Laufe der Jahre natürlich auch an die Inflation angepaßt werden müssen .

Die Gieskannen-Ausschüttung an jeden - ob Stadtstreicher ,ob Beamter, ob Vorschüler ,oder Rentnerin ,ob Multimillionär , Eisverkäuferin oder Flüchtling- würde weitaus mehr Geld kosten , als die Befürworter zugeben werden .

Wahrscheinlich käme der Staat nicht umhin , letzlich auch die Verbrauchssteuern , insbesondere die Umsatzsteuer erhöhen zu müssen um das neue Schlaraffenland finanzieren zu können . Letztendlich werden die Steuerkosten sich in den Kauf-Preisen für Güter und Dienstleistungen wiederfinden - da ja jede steuerliche Aufwendung als Kostenanteil den Preis mitbildet .

Wie sich diese dann höhere Steuerbelastung aber in möglicher länger dauernden Phasen des wirtschaftlichen Abschwungs oder längeren Depressionsphasen auswirken werden , in Zeiten also, in welchen der Staat grundsätzlich leerere Kassen hat ,weil Steuereinnamen wegbrechen und der Staat weitaus mehr investieren und wirtschaftlich subventionieren muß - dies ist in den Überlegungen zum "Geld für Alle" nicht berücksichtigt worden .

Wer aber mag wirklich glauben , daß die bisher "normalen,gewöhnlichen,anstrengenden" Berufe weiterhin ausgeübt werden.

Bei der städtischen Müllabfuhr zu arbeiten , ist eben etwas völlig Anderes als als Journalist "nebenher" einen Roman schreiben zu wollen . Als Bäckergeselle um 3 Uhr morgens (heutzutage ja auch Sonntags) den Brotteig zu kneten unterscheidet sich erheblichst vom "nebenher Tüfteln oder eine Erfindung zu machen" .
Als Polizist sich betrunkenen Fußballrowdys entgegenzustellen ist weitaus gefährlicher als "den Garten zu pflegen" .

Wer aber wird derartige Berufe/Tätigkeiten noch übernehmen wollen und zu welchen Bedingungen , wenn er/sie nicht mehr in Gänze auf den damit verbundenen Lohn angewiesen ist ?
Mag wirklich jemand ernsthaft glauben , daß ein Bäcker dann auch noch am tiefsten, verschneiten Wintermorgen zur Arbeit fährt (wenn er dies doch eigentlich gar nicht mehr muß, zumindestens nicht gerade an diesem einen frostkalten Morgen) oder die Krankenschwester am sonnigen Augusttag auf der Station bleibt (sie muß es ja nicht ,da die Hälfte ihres Einkommens ja bereits vorliegt) ,während ihre Freundin gerade an den Badesee geht ?

Eine Familie mit 4 Kindern - hier werden Vater und Mutter in der Tat keine "Lohnarbeit" mehr ergreifen müssen - denn 6000,00 € netto verdient auch heute ein gut bezahlter Arbeitnehmer nicht so ohne Weiteres .

Und welche Sogwirkung ein solches System auf unerwünschte Zuwanderung gerade aus den Armutsregionen dieser Welt haben wird - ist nicht auszudenken .
Schließlich wären 1000,00 € leistungsloses monatliches Einkommen (und dies ist ja durchaus verständlich) für jeden Flüchtling etwa aus Schwarzafrika ein kleines Vermögen .

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27.02.2019

Das "Leitungslose Grundeinkommen" ist keine Erfindung des dm-Gründers Götz Werner und auch keine Idee der Skandinavier .

Eigentlich erdacht und entwickelt wurde die Idee im Weißen Haus , unter der Führung von Richard Nixon . Das "amerikanische leistungslose Grundeinkommen" sollte allerdings nicht an Jeden ausgezahlt werden , sondern nur - wie der Name schon sagte- an "Familien" - also Eltern mit Kindern . Nixons "Family Assistance Plan" wurde auch einer mehrmonatigen Testphase unterzogen und an eine bestimmte Anzahl bedürftiger Familien -verstreut im ganzen Land- ausgezahlt . Die Ergebnisse waren im Vergleich zu den Zielen völlig ernüchternd .



".... Erhöhung der Lohnsteuer gehört nicht dazu, ..." schreibt der Autor . Woher weiß er dies ?

Sicher ist jedenfalls ,daß in jedem Fall Steuern erhöht werden müssen . Natürlich werden diese Steuererhöhung auch nicht nur "die da Oben" , die Reichen" bezahlen müssen , sondern alle Bürger des Landes .

Denn ein leistungsloses Grundeinkommen würde ja jedem "Einwohner" des Landes zu zahlen sein - vom 1-Tag-alten-Neugeborenen bis zur 100jährigen . Und einen Netto-Betrag darstellen . Und dies natürlich Monat für Monat .
Schließlich müsste es im Laufe der Jahre natürlich auch an die Inflation angepaßt werden müssen .

Die Gieskannen-Ausschüttung an jeden - ob Stadtstreicher ,ob Beamter, ob Vorschüler ,oder Rentnerin ,ob Multimillionär , Eisverkäuferin oder Flüchtling- würde weitaus mehr Geld kosten , als die Befürworter zugeben werden .

Wahrscheinlich käme der Staat nicht umhin , letzlich auch die Verbrauchssteuern , insbesondere die Umsatzsteuer erhöhen zu müssen um das neue Schlaraffenland finanzieren zu können . Letztendlich werden die Steuerkosten sich in den Kauf-Preisen für Güter und Dienstleistungen wiederfinden - da ja jede steuer-wirtschaftliche Aufwendung als Kostenanteil den Preis mitbildet .

Wie sich diese dann höhere Steuerbelastung aber in möglicher länger dauernden Phasen des wirtschaftlichen Abschwungs oder längeren Depressionsphasen auswirken werden , in Zeiten also, in welchen der Staat grundsätzlich leerere Kassen hat ,weil Steuereinnamen wegbrechen und der Staat weitaus mehr investieren und wirtschaftlich subventionieren muß - dies ist in den Überlegungen zum "Geld für Alle" nicht berücksichtigt worden .

Wer aber mag wirklich glauben , daß die bisher "normalen,gewöhnlichen,anstrengenden" Berufe weiterhin ausgeübt werden.

Bei der städtischen Müllabfuhr zu arbeiten , ist eben etwas völlig Anderes als als Journalist "nebenher" einen Roman schreiben zu wollen . Als Bäckergeselle um 3 Uhr morgens (heutzutage ja auch Sonntags) den Brotteig zu kneten unterscheidet sich erheblichst vom "nebenher Tüfteln oder eine Erfindung zu machen" .
Als Polizist sich betrunkenen Fußballrowdys entgegenzustellen ist weitaus gefährlicher als "den Garten zu pflegen" .

Wer aber wird derartige Berufe/Tätigkeiten noch übernehmen wollen und zu welchen Bedingungen , wenn er/sie nicht mehr in Gänze auf den damit verbundenen Lohn angewiesen ist ?
Mag wirklich jemand ernsthaft glauben , daß ein Bäcker dann auch noch am tiefsten, verschneiten Wintermorgen zur Arbeit fährt (wenn er dies doch eigentlich gar nicht mehr muß, zumindestens nicht gerade an diesem einen frostkalten Morgen) oder die Krankenschwester am sonnigen Augusttag auf der Station bleibt (sie muß es ja nicht ,da die Hälfte ihres Einkommens ja bereits vorliegt) ,während ihre Freundin gerade an den Badesee geht ?

Eine Familie mit 4 Kindern - hier werden Vater und Mutter in der Tat keine "Lohnarbeit" mehr ergreifen müssen - denn 6000,00 € netto verdient auch heute ein gut bezahlter Arbeitnehmer nicht so ohne Weiteres .

Und welche Sogwirkung ein solches System auf unerwünschte Zuwanderung gerade aus den Armutsregionen dieser Welt haben wird - ist nicht auszudenken .
Schließlich wären 1000,00 € leistungsloses monatliches Einkommen (und dies ist ja durchaus verständlich) für jeden Flüchtling etwa aus Schwarzafrika ein kleines Vermögen .

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