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Arbeit

21.04.2018

Welche Berufe beliebt sind

Einige Kriterien sind wichtig, damit Azubis in der Ausbildung am Ball bleiben: unter anderem ein gutes Betriebsklima und gute Übernahmechancen.
Bild: Alexander Kaya

Immer öfter bleiben Lehrstellen unbesetzt. Dabei tun sich einige Branchen besonders schwer. Andere haben wiederum zu viele Bewerber

Immer öfter bleiben deutschlandweit Ausbildungsstellen unbesetzt. Im Jahr 2017 wurden knapp 49000 offene Lehrstellen bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, 2009 waren es noch etwa 17500. Die Suche nach geeigneten Azubis gestalte sich immer schwieriger, heißt es auch im Berufsbildungsbericht, den Bildungsministerin Anja Karliczek ( CDU) in dieser Woche vorgestellt hat. So konnten im Jahr 2016 fast die Hälfte aller Unternehmen ihre angebotenen Ausbildungsstellen nicht oder nur teilweise besetzen. Im Vergleich zu früheren Befragungen habe der Anteil zugenommen, heißt es im Bericht des Ministeriums. Vor allem kleine und sehr kleine Betriebe haben demnach große Probleme.

Fragt man die Auszubildenden nach den Gründen, zeige sich laut Bericht aber auch: Wenn der Betrieb gefällt, sind Jugendliche zu Kompromissen bei der Berufswahl bereit. Unternehmen seien für junge Menschen dann besonders attraktiv, wenn sie ein gutes Betriebsklima, einen sicheren Arbeitsplatz und gute Übernahmechancen bieten. Auch eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und ein Fahrtkostenzuschuss seien wichtig. Weniger bedeutend empfanden die Azubis, dass der Betrieb zu Beginn der Ausbildung materielle Anreize – zum Beispiel ein Smartphone – bietet oder in sozialen Netzwerken aktiv ist.

Sehr schwer tun sich nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit die Lebensmittelbranche oder auch die Gastronomie. Besonders oft blieben bundesweit Stellen als Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk unbesetzt, gefolgt von Klempnern, Metzgern, Fachleuten für Systemgastronomie und Restaurantfachleuten. Allerdings gibt es auch Berufe, die so beliebt sind, dass nicht jeder Auszubildende eine Lehrstelle findet. Spitzenreiter dabei war der Gestalter für visuelles Marketing, gefolgt von Mediengestaltern, Tierpflegern, Sport- und Fitnesskaufleuten sowie Informations- und Telekommunikationssystem-Elektronikern.

Dabei gibt es aber auch regionale Unterschiede. Besonders viele unbesetzte Lehrstellen gibt es laut Bundesagentur für Arbeit im Süden, Osten und Nordosten des Landes. In den westlichen Bundesländern gibt es dagegen deutlich öfter Bewerber, die eine Lehrstelle suchen, aber keine passende finden. (schsa)

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