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Handel

02.03.2018

Welche Produkte importieren die Deutschen aus den USA?

Die Deutschen kaufen überraschend viele Zahnbürsten und Rasierer aus den USA. Auch amerikanischer Wein kommt in Deutschland gut an.
Bild: Rose Böttcher (Symbolbild)

Zahnbürsten, Rasierer, Wein: Welche und wie viele Produkte haben die Deutschen im vergangenen Jahr aus den Vereinigten Staaten gekauft?

Donald Trump sorgt derzeit mit seiner Ankündigung von Strafzöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte für viel Diskussionsstoff. Am Freitag legte der US-Präsident auf dem Kurznachrichtendienst Twitter noch einmal nach: Handelskriege seien "gut und leicht zu gewinnen".

Doch womit handeln die Vereinigten Staaten überhaupt? Und welche Produkte importieren die Deutschen aus den USA? Ein Blick in die Außenhandelsstatistik des Statistischen Bundesamtes liefert hier teils sehr überraschende Antworten.

Beim Warenwert führen Autos mit Dieselmotoren die Importliste an

Im vergangenen Jahr lag der Wert der aus den USA nach Deutschland importierten Waren insgesamt bei rund 61 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Die USA haben aus Deutschland im selben Zeitraum Waren im Wert von fast 112 Milliarden bezogen.

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Am meisten Geld haben die Deutschen den Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge im vergangenen Jahr für Autos mit kleinen und großen Dieselmotoren (vier Milliarden Euro) ausgegeben. Gefolgt von über drei Milliarden Euro für Teile von Turbo-Strahltriebwerken und Turbo-Propellertriebwerke.

Dabei handelt es sich jedoch nur um die höchsten Warenwerte, die Stückanzahl wird dabei nicht beachtet. Dass ein Auto vergleichsweise viel kostet, relativiert die Zahlen erheblich. Von den erwähnten Autos mit Dieselmotoren haben die Deutschen insgesamt nur 125.897 Stück gekauft. Verglichen mit anderen Produkten ist das wenig.

Die Anzahl der nach Deutschland importieren Produkte aus den USA lässt sich nicht genau nachvollziehen. Das Statistische Bundesamt hat nämlich nicht zu allen Produkten genaue Maßeinheiten vorliegen, lediglich der gesamte Warenwert der importierten Produkte ist bei allen Importen aus den USA aufgelistet. Wie viel Geld die Deutschen etwa für Arzneimittel oder medizinische Geräte ausgegeben haben, lässt sich zwar nachvollziehen - wie hoch die Anzahl der gekauften Produkte in Relation zu diesem Wert ist, wird dagegen nicht angegeben.

2017 haben die Deutschen 42 Millionen Liter Wein aus den USA gekauft

Wenn in Einzelfällen die Stückzahlen der Importe betrachtet werden, überraschen an erster Stelle Kontaktlinsen mit über 736 Millionen. Daneben machen intelligente Karten, sogenannte "smart cards", mit gut 159 Millionen Stück einen beträchtlichen Anteil der Importe aus. Dabei handelt es sich um Karten mit integrierten Chips zum Speichern von individuellen, personenbezogenen Daten, wie etwa Personalausweise, Führerscheine oder Krankenversicherungskarten.

Neben digitalen Speicherbausteinen und programmierbaren Lesespeichern, wie sie etwa in USB-Sticks und mp3-Playern verbaut werden, haben die Deutschen 2017 über 13 Millionen Zahnbürsten importiert. Auch bei Rasierern greifen die Deutschen offenbar gerne auf Produkte aus den Vereinigten Staaten zurück. Einwegrasierer sind mit etwas gut über zehn Millionen Stück ganz vorne dabei, gefolgt von 35.325 Rasierapparaten mit eingebautem Elektromotor und weiteren 62.000 sonstigen Rasiermessern und -apparaten. Die Zahlen überraschen wenig, denkt man an bekannte Hersteller wie Gillette, die ihren Sitz in den Vereinigten Staaten haben.

Was für Liebhaber italienischer oder französischer Weine einem kulinarisches Verbrechen gleichkommen mag, scheint für viele Deutsche inzwischen Standard: Wein aus den Staaten. 2017 haben die Deutschen insgesamt gut 42 Millionen Liter Wein aus den USA gekauft, Schaum- und Perlweine nicht mit eingerechnet. Zum Vergleich: 2010 waren es dem Statistischen Bundesamt zufolge 45 Millionen Liter Wein aus den USA, 517 Liter aus Italien und 203 Liter aus Frankreich.

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Die Diskussion ist geschlossen.

11.03.2018

"Im vergangenen Jahr lag der Wert der aus den USA nach Deutschland importierten Waren insgesamt bei rund 61 Millionen Euro. Zum Vergleich: Die USA haben aus Deutschland im selben Zeitraum Waren im Wert von fast 112 Millionen bezogen."

Ohne ein Experte in Wirtschaft zu sein, zweifle ich diese Zahlen ganz entschieden an. Millionen und Milliarden sollte man als Journalist schon unterscheiden können.

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