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Weltbild-Insolvenz
20.03.2014

Jetzt ist es 'raus: 656 Stellen bei Weltbild fallen weg

Bei Weltbild in Augsburg verlieren 656 Menschen ihren Job. Das hat Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz am Donnerstag bekannt gegeben.

Die Weltbild-Insolvenz führt zu harten Sanierungsschritten. Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz überbrachte am Donnerstag bei einer Betriebsversammlung in Augsburg die traurige Nachricht: 656 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen.

Damit bestätigten sich Informationen unserer Redaktion, es komme zu einem deutlichen Arbeitsplatzabbau. Zugleich wurde klar, dass für Weltbild in Augsburg nicht mehr rund 2200 Menschen arbeiten. Viele Frauen und Männer müssen das Unternehmen in den vergangenen Wochen verlassen haben, besteht die Mannschaft des Verlages doch nur noch aus 1776 Beschäftigten. Dass nicht noch mehr Stellen gestrichen werden, ist sicher den intensiven Verhandlungen der vergangenen Tage mit dem Betriebsrat und der Gewerkschaft Verdi zu verdanken.

Nach Informationen unserer Zeitung sind Repräsentanten der katholischen Kirche als Eigentümer des Unternehmens jetzt bereit, weitere Mittel im Millionenbereich zur Verfügung zu stellen, um Mitarbeiter vor übermäßigen sozialen Härten zu bewahren. Auch werde die Kirche, wie es hieß, Insolvenzverwalter Geiwitz unterstützen, den Verlag zunächst in Eigenregie weiterzuführen.

Klar sei, dass auch das Filialnetz verkleinert werden müsse, so Geiwitz. Die Sanierung dieses Vertriebsstrangs erfolge jedoch innerhalb des eigenen Schutzschirmverfahrens, das im Zuge der Abspaltung von Hugendubel Ende Februar 2014 eingeleitet wurde. Mit Entscheidungen zu den Filial-Standorten werde frühestens Ende April 2014 gerechnet.

Ein Investor für Weltbild wurde von Geiwitz - wie erwartet - auf der Betriebsversammlung noch nicht präsentiert.  Nach Informationen unserer Redaktion verhandelt der Sanierungs-Experte derzeit mit vier bis fünf Investoren, die an einer Übernahme des gesamten Weltbild-Unternehmens Interesse zeigen. Diese Gespräche könnten sich jedoch noch lange hinziehen, heißt es. Als einer der möglichen Investoren wird der Holtzbrinck-Verlag gehandelt.

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