1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Weltbild holt Experten für Sanierung

Augsburg

30.10.2013

Weltbild holt Experten für Sanierung

Die Gesellschafter der Augsburger Verlagsgruppe Weltbild bestellen einen neuen Geschäftsführer. Auf Josef Schultheis wartet eine große Aufgabe.

Die rote Zahlen schreibende Verlagsgruppe Weltbild erweitert ihre Geschäftsführung um einen Sanierungsspezialisten. Die vierzehn kirchlichen Gesellschafter haben Josef Schultheis zum Geschäftsführer ernannt. Das teilte das Unternehmen gestern mit.

Schultheis werde ab November zusammen mit den bisherigen Geschäftsführern Carel Halff und Martin Beer „die aktuelle Phase des Umbaus der Verlagsgruppe Weltbild hin zu einem verstärkt auf den digitalen Handel fokussierten Verlags- und Buchhandelsunternehmen forcieren“, hieß es.

Den Umbau koordinieren

Aufgabe von Schultheis sei es, die Interessen aller am Umbau beteiligten Gruppen zu koordinieren. Diese seien zum Beispiel die Arbeitnehmer und die finanzierenden Banken. „Ziel ist es, auf diesem Wege auch zukünftig den erfolgreichen Weg der Verlagsgruppe Weltbild GmbH fortzusetzen“, teilte das Unternehmen mit. Schultheis habe eine „herausragende Expertise bei Restrukturierungen sowie bei Finanzierungsverhandlungen“.

Weltbild holt Experten für Sanierung

Schultheis war für Karstadt tätig

Schultheis ist offenbar ein Mann für harte Fälle. Unter anderem war er ab 2009 für Karstadt tätig. Von Mitte August 2011 bis Mai 2012 saß er als Sanierungsexperte im Vorstand der inzwischen insolventen Baumarktkette Praktiker. Zwischen November 2012 und April 2013 managte er die Restrukturierung des kriselnden österreichischen Baukonzerns Alpine, der dann aber im Juni dieses Jahres ebenfalls Insolvenz anmeldete.

Am Unternehmenserfolg arbeiten

Verdi-Betriebsgruppensprecher Timm Boßmann setzt nun darauf, dass die Arbeitnehmer mit dem neuen Geschäftsführer konstruktiv zusammenarbeiten können. „Ich hoffe, dass dem neuen Geschäftsführer mehr einfällt, als Leute rauszuwerfen“, sagt Boßmann. „Es ist auch unser Interesse, am Unternehmenserfolg zu arbeiten“, meint er.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren