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Deutsche Post

17.05.2015

Wieder Warnstreiks: Zusteller der Deutschen Post streiken weiter

Die Gewerkschaft Verdi will die Warnstreiks bei der Deutschen Post bis zu den nächsten Verhandlungen fortsetzen. Die Brief-und Paket-Zusteller legen vereinzelt ihre Arbeit nieder.
Bild: Sebastian Kahnert (dpa)

Die fünfte Verhandlungsrunde im Tarifstreit zwischen Deutscher Post und der Gewerkschaft Verdi ist am Mittwoch geplant. Bis dahin will die Gewerkschaft ihre Warnstreiks fortsetzen.

Die Brief- und Paket-Zusteller der Deutschen Post werden in den kommenden Tagen ihre Warnstreiks fortsetzen. Am Mittwoch ist die nächste Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Deutschen Post geplant. "Wir werden bis zur nächsten Verhandlungsrunde diesen Mittwoch weiter Druck machen", kündigte der Verdi-Sprecher für Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, Andreas Wiedemann, am Sonntag an.

Deutsche Post: 7000 Mitarbeiter haben schon am Samstag gestreikt

Am Samstag hatten rund 7000 Beschäftigte die Arbeit an Standorten in allen Bundesländern niedergelegt, wie Verdi-Sprecher Jan Jurczyk am Samstag in Berlin sagte. "Wir erwarten, dass sich der Vorstand der Deutschen Post AG in der nächsten Verhandlungsrunde bewegt", erklärte die Verhandlungsführerin der Gewerkschaft, Andrea Kocsis.

Hintergrund der Streiks ist der Aufbau eines Paketzustellernetzes durch die Gründung von 49 regionalen Gesellschaften. Dort arbeiten bereits mehr als 6000 Menschen, darunter viele ehemals befristet Beschäftigte der Post. Bezahlt werden sie aber zu niedrigeren Löhnen. Verdi sieht in dem Vorgehen einen Vertragsbruch und fordert für 140.000 Beschäftigte als Ausgleich eine Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeiten von 38,5 auf 36 Stunden mit vollem Lohnausgleich.

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Tarifstreit zwischen Verdi und Deutscher Post spitzt sich zu

Das Unternehmen hatte unter anderem angeboten, den Kündigungsschutz für die Beschäftigten um drei Jahre bis 2018 auszuweiten sowie Heiligabend und Silvester wieder als arbeitsfreie Tage einzuführen. Verdi hatte von einer Mogelpackung gesprochen und das Angebot zurückgewiesen.

Die Gewerkschaft hatte dem Management außerdem vorgeworfen, systematisch Beamte als Streikbrecher eingesetzt zu haben. Dies ist rechtswidrig. Das Unternehmen wies die Vorwürfe zurück. dpa

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