1. Startseite
  2. Wirtschaft
  3. Zu hohe Maklergebühren? Grüne fordern Kartellamts-Prüfung

In anderen Staaten günstiger

12.09.2018

Zu hohe Maklergebühren? Grüne fordern Kartellamts-Prüfung

In Deutschland liegt die Maklercourtage in der Regel bei 5 bis 6 Prozent (plus Mehrwertsteuer).
Bild: Marijan Murat (dpa)

Wer eine Immobilie in Deutschland kauft, muss häufig tief in die Tasche greifen - aus Sicht der Grünen vielleicht zu tief.

Denn die Maklergebühren seien viel zu hoch und entstünden "in kartellähnlichen Strukturen", monierte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt.

In einem Brief an das Bundeskartellamt hat die Fraktion nun eine Überprüfung der Sachlage gefordert. Besonders in Ballungsräumen gebe es keinen funktionierenden Preiswettbewerb bei den Provisionen, heißt es in dem Schreiben. Zuvor hatte das "Redaktionsnetzwerk Deutschland" darüber berichtet.

In Deutschland liegt die Gebühr in der Regel bei 5 bis 6 Prozent (plus Mehrwertsteuer). Konkrete gesetzliche Vorgaben zur Höhe gibt es nicht. Wie aber kann es sein, dass die allermeisten Makler in einem Bundesland den gleichen Satz berechnen? Dieser Frage sollen die Wettbewerbshüter nun nachgehen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

In anderen europäischen Staaten ist es günstiger - in den Niederlanden und Großbritannien sind es den Angaben zufolge nur 1 bis 2 Prozent, in Schweden 1,5 bis 4,5 Prozent. In Zeiten, in denen die meisten Käufer ihre Immobilie sowieso selbst über das Internet finden, seien die Gebühren hierzulande "Abzocke", sagte der wohnungspolitische Sprecher der Grünen, Chris Kühn.

Das Bundeskartellamt kann Sektoruntersuchungen einleiten, um eine Branche unter die Lupe zu nehmen - so geschehen etwa zur Milch- oder Abfallwirtschaft. Je nach Ergebnis könnten danach weitere Schritte folgen. Ein Sprecher der Wettbewerbshüter bestätigte den Erhalt des Briefes. Inhaltlich wollte er sich dazu noch nicht äußern. (dpa)

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Um das britische Medien- und Telekommunikationsunternehmen Sky ist ein Bieterwettbewerb entbrannt. Foto: Tobias Hase
Britischer Medienriese

Comcast setzt sich in der Bieterschlacht um Sky durch

ad__starterpaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket