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Apple-Chef Tim Cook hört auf: Wer ist der Mann, der das iPhone so erfolgreich machte?

Apple-Chef

Apples Billionenmacher tritt ab: Welches Vermächtnis hinterlässt Tim Cook?

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    Apple-CEO Tim Cook spricht auf der Bühne während einer Ankündigung neuer Produkte im Apple Park.
    Apple-CEO Tim Cook spricht auf der Bühne während einer Ankündigung neuer Produkte im Apple Park. Foto: Godofredo A. Vásquez, dpa

    Tim Cook ist kein Mann für große Gesten: keine schwarzen Rollkragenpullover, keine imposanten Bühnenmomente. In die Fußstapfen des großen Visionärs Steve Jobs zu treten, trauten ihm 2011 viele nicht zu. Doch er schaffte es: Mit ihm wuchs Apple vom 350-Milliarden- zum Vier-Billionen-Dollar-Unternehmen. Nun gab Apple bekannt, dass Cook zum 1. September den CEO-Posten abgibt. Er hinterlässt noch größere Fußstapfen als sein Vorgänger – aber auch ein Unternehmen unter Druck.

    Tim Cook war der Mann im Hintergrund, Steve Jobs der Visionär

    Timothy Donald Cook, geboren 1960 in Alabama und studierter Ingenieur, wurde 1998 von Steve Jobs persönlich zu Apple geholt, um das angeschlagene Unternehmen aus der Krise zu führen. Ende der 1990er-Jahre stand Apple kurz vor dem Bankrott. Als Lieferkettenexperte modernisierte Cook die Produktion, reduzierte Lagerbestände drastisch und machte den Konzern effizienter. Er war der Mann im Hintergrund, während Jobs auf der Bühne die Visionen präsentierte.

    Cook gilt als ruhig und pragmatisch, während Jobs das Image eines genialen Visionärs, aber auch das eines Cholerikers anhaftete. Gerade deshalb zweifelten viele daran, dass Cook die Rolle des visionären CEOs ausfüllen könnte. Jobs selbst jedoch hatte keine Zweifel. Als er im August 2011 nach jahrelanger Krankheit zurücktrat, empfahl er Cook als Nachfolger. Apple, 1976 von Steve Jobs, Steve Wozniak und Ronald Wayne in der Garage gegründet, war zu diesem Zeitpunkt längst wieder ein hochprofitables Unternehmen. Die Vorstellung jedes neuen iPhones war ein kulturelles Großereignis.

    In den vergangenen Jahren wuchs die Kritik an Tim Cook

    Doch auch Cook gelang es, neue Produkte zu etablieren: 2015 kam die Apple Watch auf den Markt, 2016 folgten die kabellosen AirPods, die anfangs belächelt wurden und heute zum Standardrepertoire der Branche gehören. Cooks Vermächtnis, so formulierte es der langjährige Apple-Berater Mike Slade, liege in der „kontinuierlichen Verbesserung in allen Bereichen“, wie er es in der New York Times ausdrückte. Ein Pionier der Branche war Cook aber auch privat: 2014 outete er sich als erster US-Konzernchef als schwul. „Ich denke, dass Schwulsein eines der größten Geschenke ist, die Gott mir gegeben hat“, schrieb Cook in einem Essay in der Bloomberg Business Week.

    US-Präsident Donald Trump macht eine Ankündigung über Apple mit Apple-CEO Tim Cook im Oval Office.
    US-Präsident Donald Trump macht eine Ankündigung über Apple mit Apple-CEO Tim Cook im Oval Office. Foto: Alex Brandon, dpa

    Doch in den vergangenen Jahren wuchsen die Sorgen, Apple könnte mit Tim Cook den Anschluss verlieren. Die Pläne für ein Apple-Auto wurden eingestellt, die Datenbrille Vision Pro blieb hinter den Erwartungen zurück. Im Gegensatz zu anderen Technikgrößen hielt sich Apple bei KI zurück, muss in diesem Bereich künftig mit Google zusammenarbeiten. Hinzu kommt die politische Situation: Trump drohte Apple, die größtenteils in China produzierten Produkte mit Zöllen von bis zu 25 Prozent zu belegen. Cook, der schon in Trumps erster Amtszeit einen guten Draht zu ihm hatte, besänftigte den Präsidenten indem er inländische Investitionen versprach. Dazu gab es noch eine Glasscheibe mit Apple-Logo und Standfuß aus Gold.

    Vielleicht ist deshalb jetzt für Cook der Moment gekommen, das Zepter abzugeben und mit dem „besten Job der Welt“, wie er in seinem Abschiedsbrief schreibt, aufzuhören. In seine Fußstapfen soll nun John Ternus treten. Der 50-Jährige ist anders als der scheidende Chef ein Produktmann, bisher verantwortlich für die Hardware bei Apple. Seit 25 Jahren arbeitet er dort, hat vom ersten iPhone bis zum iPhone 17 alle Produkte auf ihrem Weg begleitet. „John Ternus hat den Geist eines Ingenieurs, die Seele eines Innovators und das Herz, mit Integrität und Würde zu führen“, lobt Cook seinen Nachfolger schon vorab. Ganz von der Bildfläche wird er übrigens nicht verschwinden: Cook übernimmt den Chefposten im Apple-Verwaltungsrat.

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