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Bienen
04.02.2024

Berufsimker geraten unter Druck

Bienen haben zuletzt mehr Aufmerksamkeit bekommen. Doch manche beruflichen Imker sehen große Herausforderungen.
Foto: Ole Spata, dpa

Während die Hobbyimkerei immer beliebter wurde, setzen steigende Kosten und sinkende Umsätze den hauptberuflichen Imkern zu. Manche erwägen sogar, aufzugeben.

Es ist ein kleiner Zettel, der wachrüttelt: "Aus Altersgründen verkaufe ich meine Imkerei. Circa 300 Völker und Material für circa 600 Völker sind vorhanden." Erwerbsimker Erwin Gundrum aus Garlstorf in der Nordheide sucht einen Nachfolger für seinen Betrieb. Der Zettel hing am Schwarzen Brett am Eingang zu den Celler Imkertagen, bei denen kürzlich rund 1500 Berufs- und Hobbyimker zusammenkamen. 

Annette Seehaus-Arnold, Präsidentin des Deutschen Berufs und Erwerbs Imker Bundes (DBIB), sieht solche Angebote inzwischen immer häufiger. "Unsere Kosten sind wegen höherer Preise für Energie, Futter für Bienen, Gläser und Lohnkosten um 30 Prozent gestiegen und gleichzeitig sinken die Umsätze. Immer mehr Imkereien geben auf", sagt die nebenberufliche Imkerin, die in Burglauer bei Neustadt an der Saale rund 100 Bienenvölker hält. 

Das liegt nach ihren Worten unter anderem an immer mehr Billighonig aus Asien in den Supermarktregalen und Verbrauchern, die zunehmend bei Lebensmitteln sparen. Der DBIB fordert zum Erhalt der heimischen Imkereien unter anderem Zölle auf importierten Honig, eine pauschale Besteuerung des Betriebsgewinns sowie eine Bestäubungsprämie – nach Berechnungen des Verbandes liegt die Wirtschaftsleistung der deutschen Imkereien durch die Bestäubung von Obst und Gemüse bei jährlich 3,8 Milliarden Euro.

Berufsimker setzen auf Bio-Honig, Honigwein und Honigessig

Jüngere Imker setzen neben Honig immer stärker auf Nischenprodukte. Ursula Lensing und Steffen Watzke halten in Affing im bayerischen Kreis Aichach-Friedberg 200 Bienenvölker unter Bedingungen der ökologischen Landwirtschaft – neben Bio-Honig verkaufen sie inzwischen auch Honigessig und Honigwein in Bio-Qualität über Fachgeschäfte in Bayern. "Damit werden wir unabhängiger vom Honigmarkt, denn es gibt auch viel importierten Bio-Honig, der günstiger ist als unsere Produkte", sagt Lensing.

Sie hofft auf eine Neuregelung zur Herkunft des Honigs, die die EU vorbereite – bislang erfährt der Kunde beim Kauf ausländischen Honigs nicht, aus welchem Land er stammt. "Wir müssen uns immer mehr spezialisieren. Ich kann mit der Bienenstockluft-Therapie mehr Geld als mit Honig verdienen", sagt Bernhard Heuvel, Vollerwerbsimker und DBIB-Vizepräsident. Er bietet verschiedene Bienenprodukte für die menschliche Gesundheit an.

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Eine Universalmaschine, die sowohl Honig erntet, Waben schmelzt und zum Deckelwachsschleudern eingesetzt werden kann – so ein Gerät präsentiert die Hamag Elektromaschinenbau Mittelmair Handels-GmbH & Co. KG aus Buchloe den Imkern. "Das Grundgerät kostet 3300 Euro, der Einsatz lohnt sich für Imker mit 15 Bienenvölkern und mehr", sagt Dominik Gebauer, für den Verkauf beim fünf Mitarbeiter zählenden Familienbetrieb zuständig. Er ist mit der Resonanz zufrieden – es gebe weiterhin Imker, die neu anfangen oder sich vergrößern wollen und deswegen in moderne Imkertechnik investieren.

Maschinen werden für Imker wichtiger

So eine Allround-Maschine zu einem ähnlichen Preis bietet auch Gerd Koch an. Der Elektromeister aus Bad Wörishofen hat sie selbst entwickelt und in seinem Ein-Mann-Betrieb Koch Imkereitechnik hergestellt. "Hier in Celle sind weniger Besucher als sonst. Man merkt, dass vielen Imkern das Geld für Investitionen fehlt, weil ihr Lager voll ist und sie ihre Ware nicht verkaufen können", sagt Koch. Für ihn ist der Markt in Österreich und der Schweiz am wichtigsten, weil dort das Imkern stärker verbreitet ist und besser finanziell gefördert wird.

"In der Hochzeit von Corona gab es einen Boom, doch seit vergangenem Jahr geben Imker weniger Geld für Anschaffungen aus", bestätigt Michael Fritz, Geschäftsführer der Carl Fritz Imkertechnik GmbH & Co. KG aus Mellrichtstadt in Unterfranken. Das Familienunternehmen stellt seine große Produktpalette auf einem großen Messestand vor, vom Abfüllbehälter bis zur Zentrifuge. Fritz lobt die finanzielle Förderung des Landes Bayern für Imker, die neue Geräte kaufen. "Leider hat die Nachfrage dadurch nicht so zugenommen wie gedacht. Die Verunsicherung ist derzeit zu groß", so Fritz.

Asiatische Hornisse setzt Bienenvölkern zu

Imker haben schon seit Jahren unter Krankheiten ihrer Völker zu leiden, weil deren Immunsystem durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft angeschlagen ist. Nun kommt eine weitere Gefahr hinzu: Imker in Deutschland beobachten die Ausbreitung der asiatischen Hornisse. Sie hat eine schwarze Brust, ein dunkles Hinterteil und schwarz-gelbe Beine. Im Gegensatz zur einheimischen Hornisse – rote Brust, gelb-oranges Hinterteil, braun-rote Beine – können sich Bienen nicht gegen die asiatische Hornisse wehren. 

In Spanien hat die aus Asien eingewanderte Hornisse solche Schäden unter Bienenvölkern angerichtet, dass Imker in großer Zahl aufgegeben haben. In Deutschland konnten 2023 mehr als 1000 Nester der asiatischen Hornisse nachgewiesen werden, vor allem in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Thomas Beißel, Vollerwerbsimker und Hornissenfachberater, rechnet für dieses Jahr mit 5000 bis 6000 erkannten Nestern in Deutschland und einer Ausbreitung Richtung Bayern. "Diese Nester kann man beseitigen und so das Wachstum der Population verlangsamen. Die Ausrottung ist aber utopisch, weil man nicht alle Nester findet", sagt Beißel und fügt hinzu: "Wie sich die asiatische Hornisse auf die Imkerei in Deutschland auswirkt und welche Schäden tatsächlich auftreten, kann man derzeit nicht sagen."

In Deutschland gibt es rund 6000 Berufs- und Nebenerwerbsimker mit mindestens 25 Bienenvölkern. Sie erzeugen zusammen mit den mehr als 150.000 Hobbyimkern rund 20.000 Tonnen Honig, wobei die professionellen Imker 40 Prozent der Bienenvölker besitzen und rund 60 Prozent des Honigertrags erzielen. 

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