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Interview
20.06.2023

Verbandschef: "Am Ende wird sich die Wärmepumpe durchsetzen"

"Die Klopperei in der Politik rund um das Gebäude-Energiegesetz war eine Katastrophe", sagt Paul Waning, Chef des Bundesverbandes Wärmepumpe.
Foto: Micha Kirsten, Bundesverband Wärmepumpe

Die Hängepartie rund um das Heizgesetz war eine Katastrophe für den Klimaschutz, sagt Paul Waning, Chef des Bundesverbandes Wärmepumpe. Er erklärt, weshalb er in der Technik die Zukunft sieht.

Herr Waning, nach hartem Ringen hat sich die Koalition auf einen Entwurf zum Gebäude-Energiegesetz geeinigt. Wie bewerten Sie den Kompromiss?

Paul Waning: Der Kompromiss der Koalition ist höchst ärgerlich. Er bietet noch keine verlässlichen Rahmenbedingungen für den Hochlauf der Wärmepumpe, den die Politik von der Industrie und vom Handwerk gefordert hat. Auf dem letzten Wärmepumpen-Gipfel ist vereinbart worden, dass ab dem Jahr 2024 pro Jahr 500.000 neue Wärmepumpen geliefert und installiert werden können, damit das Ziel eines klimaneutralen Landes bis 2045 erreicht werden kann. Jetzt wird der Prozess verlangsamt. Das ist ärgerlich für die Hersteller: Sie haben 5 Milliarden Euro in Werkshallen, Maschinen, Schulungen und Produkte investiert. 

Immerhin gibt es aber jetzt einen Zeitplan...

Waning: Der Zeitplan sieht vor, dass im Gebäudebestand zuerst die Kommunen bis spätestens 2028 eine kommunale Wärmeplanung ausarbeiten. Erst dann greift die Regel, dass neue Heizungen zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden müssen. Bis 2028 herrscht für die Kunden Orientierungslosigkeit, der Industrie und dem Handwerk fehlt Planungssicherheit. Zudem sind zahlreiche Fragen offen, das ist alles sehr bedauerlich. Am Ende aber wird sich die Wärmepumpe als Ersatz für Öl- und Gasheizungen durchsetzen, keine Frage. 

 

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Welche Fragen lässt der Gesetzentwurf offen?

Waning: Unklar ist, ob das Gesetz zum Beispiel in manchen Städten sofort greift. In Baden-Württemberg sind Kommunen bereits zu einer kommunalen Wärmeplanung verpflichtet. Was ist außerdem mit kleineren Gemeinden? Gibt es für sie Ausnahmen? Zudem sollen die Bürgerinnen und Bürger ja weiterhin Gasheizungen einbauen können, wenn sie wasserstofftauglich sind. Was aber bedeutet das? Eine 20-prozentige Beimischung wie bisher oder 100 Prozent Wasserstoff? 

Welche Folgen hat die Hängepartie rund um das Gebäude-Energiegesetz?

Waning: Bei den Verbrauchern ist die Verunsicherung groß. Ankündigungen, dass Menschen über 80 Jahre ihr Heizsystem nicht ändern müssen, führen dazu, dass manche nun gar nichts tun. Andere erneuern nochmals in Panik ihre alte Gas- oder Ölheizung. Das alles ist in den Absatzzahlen spürbar: Die Nachfrage nach Öl- und Gaskesseln geht spürbar nach oben, der Absatz an Wärmepumpen knickt ein. Das ist schlecht für den Klimaschutz im Gebäudebestand. Zudem laufen die Menschen in die Falle der steigenden CO2-Abgabe, die fossile Energien verteuert. 

Wie sieht es im Neubau aus?

Waning: Im Neubau ist die Wärmepumpe gesetzt. Die Zahl an Wärmepumpen im Neubau steigt und wird weiter steigen. Moderne Häuser mit Effizienzhausstandard 55 oder gar 40 genügt ein Heizsystem mit einer geringen Leistung, häufig wird in Neubaugebieten gar kein Gasnetz mehr verlegt. Im Jahr 2022 hatten bereits 57 Prozent der Neubauten eine Wärmepumpe. Das Problem ist heute eher, dass sich nur wenige Menschen einen Neubau leisten können.

Wärmepumpen sind in privaten Neubauten der neue Heizungsstandard. Für Altbauten sind sie besser geeignet als viele denken, sagt Paul Waning, Chef des Bundesverbandes Wärmepumpe.
Foto: Daniel Maurer, dpa

Sie sagen, dass sich die Wärmepumpe am Ende durchsetzen wird. Was macht Sie so sicher?

Waning: Eine Wärmepumpe hat den unschlagbaren Vorteil mit 100 Prozent eingesetztem Strom im Schnitt 350 Prozent Wärmeoutput erzeugen zu können, also das dreieinhalbfache. Das ist möglich, weil die Umgebungsenergie von Luft, Erde oder Grundwasser genutzt wird. Mit etwas grünem Strom und der Umgebungswärme können wir also CO2-frei heizen. Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, wird die Wärmepumpe eine führende Rolle einnehmen müssen. 

Künftig könnte die Fernwärme der Wärmepumpe starke Konkurrenz machen, wenn man sich die neuen Ampel-Pläne ansieht...

Waning: Dass Fernwärme eine Wärmepumpe ersetzt, ist zu kurz gedacht. Fernwärme bringt für den Klimaschutz keinen Vorteil, wenn die Energie aus Kohle- oder Gaskraftwerken stammt. Letztlich werden auch Großwärmepumpen die Wärme liefern. Die Wärmepumpe steht dann eben am anderen Ende des Fernwärmenetzes. In Ländern wie der Schweiz oder Skandinavien beziehen viele Kommunen bereits Energie mit Wärmepumpen aus dem Wasser. In der Schweiz habe ich einmal einen Hotel-Betreiber gefragt, wie er sein Hotel heizt. Die Antwort: "Mit dem See." 

Haben wir den überhaupt genügend Strom, um bald nicht nur E-Autos, sondern auch Wärmepumpen betreiben zu können?

Waning: Wir werden mehr Strom in Deutschland brauchen, wenn wir mehr elektrisch machen wollen. Derzeit braucht Deutschland rund 560 Terawattstunden im Jahr. Das Bundeswirtschaftsministerium schätzt den Bedarf 2030 auf rund 650 Terawattstunden. Die Energie muss entweder durch den Ausbau von Windkraft, Solar und Regelkraftwerken bereitgestellt werden oder wir importieren Strom. Letztes Jahr ist mehr Strom aus Deutschland nach Frankreich exportiert worden als umgekehrt, dies kann aber auch in die andere Richtung gehen. Ein Problem haben wir, wenn die benötigten Energiemengen durch den schleppenden Ausbau der Erneuerbaren fehlen. 

Video: dpa

Ist denn das Stromnetz fit für mehr Wärmepumpen?

Waning: Die Netzbetreiber bekommen das hin. Jeder Netzbetreiber ist verpflichtet, seine Kunden anzuschließen. Eine Verstärkung der Leitung ist aber eine Baumaßnahme und braucht eine gewisse Zeit. Die Netzbetreiber können auch nicht auf Verdacht die Netze ausbauen. Über die Wärmepumpe sind viele Mythen erzählt worden, das ist ärgerlich. In Deutschland sind 2022 rund 6 Wärmepumpen pro 1000 Haushalten zugebaut worden, in Finnland dagegen 70. Dort brechen die Stromnetze auch nicht zusammen. 

Eignen sich Wärmepumpen nun für Bestandsgebäude oder müssen diese wirklich für 100.000 Euro oder mehr saniert werden?

Waning: Ich fand es schäbig, dass in der Debatte um das Gebäude-Energiegesetz solche Horrorszenarien an die Wand gemalt wurden. Man konnte den Eindruck gewinnen, dass die Wärmepumpen schuld an unsanierten Häusern sind. Natürlich eignen sich Wärmepumpen auch für Bestandsgebäude, das hat das Fraunhofer-Institut in einer Feldteststudie bewiesen. Ich selbst wohne in einem Haus aus den 80er Jahren und habe nur meine Ölheizung durch eine Wärmepumpe ersetzt. Sicher muss man sehen, welches Heizsystem das beste für ein bestimmtes Haus ist. Und natürlich hat es immer Sinn, sein Gebäude zu optimieren. Zum Beispiel kann man vor dem Einbau einer Wärmepumpe alte Heizkörper durch neue ersetzen. Das kostet zwar auch Geld – aber keine 100.000 Euro! Es gibt heute Wärmepumpen, die heute 60 bis 70 Grad Vorlauftemperatur zu vertretbaren Preisen liefern. Eine fossile Heizung kann so ersetzt werden. 

Gibt es denn genug Geräte und Handwerker, um Wärmepumpen in großer Zahl zu installieren?

Waning: Seitens der Industrie und des Handwerks ist der Hochlauf zu schaffen. Die Industrie hat stark investiert. Um dem Fachkräftemangel im Handwerk zu begegnen, werden landesweit Schulungen für Handwerker und Quereinsteiger angeboten. Den Handwerksverbänden ist wichtig, dass dies in hoher Qualität erfolgt. 

Der Bundesverband Wärmepumpe fordert von der Politik, die bestehenden Förderprogramme zu vereinfachen.
Foto: Daniel Reinhardt, dpa

Der Staat will die Umrüstung auf klimaneutrale Heizungen fördern. Wie viel Unterstützung brauchen Sie?

Waning: Wir wünschen uns von der Politik vor allem ein einfaches Förderregime. Es muss für die Menschen klar sein: Wann bekomme ich wie viel Geld für welche Technik? Die bisherige Förderung über die verschiedenen Institutionen Bafa und KfW und zusätzlich auch noch kommunale Förderprogramme ist sehr unübersichtlich und schwer verständlich. 

Was passiert, wenn der Gaspreis weiter fällt? Ist dann der Einbau einer Wärmepumpe noch attraktiv?

Waning: Wenn Gas billiger wird, Strom aber teurer, werden viele Menschen Gasheizungen einbauen. Diese Gefahr besteht. Es die Entscheidung der Politik, ob sie die Wärmepumpe fördern und damit die Dekarbonisierung vorantreiben will oder nicht. Will man die Wärmepumpe fördern, darf das Preisverhältnis von Strom zu Gas nicht viel größer als 2,5 sein. Das haben wir mit einem Wärmestrompreis von 28 Cent und dem derzeit auf 12 Cent gedeckelten Gaspreis. Der Hochlauf der Wärmepumpe ist in Gefahr, wenn die Preisgebung aus dem Ruder läuft oder die politischen Signale uneindeutig sind. Ich denke, die Preislogik hat die Politik verstanden... 

Aber die politischen Signale sind nicht eindeutig...

Waning: Die Klopperei in der Politik rund um das Gebäude-Energiegesetz war eine Katastrophe.

Zur Person: Paul Waning ist Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Wärmepumpe. Er wohnt nahe Augsburg. 

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

20.06.2023

Förderung für die Wärmepumpe aus Habecks Reich?

Nicht so einfach - ein Bürokratenparadies - absolut sehenswert!

https://www.youtube.com/watch?v=t1_BJY4jbzY&t=1s

Und bevor unsere grünen Straßenkämpfer wieder bocken:

Der Youtuber ist nicht irgendwer, sondern war auch Petent der zur Vereinfachung von Balkon-PV-Anlagen - eine der erfolgreichsten Petitionen, die je in Deutschland eingegeben wurden.

https://www.agrarheute.com/energie/strom/balkonkraftwerke-petition-bundestag-riesen-erfolg-607435

>> Die eingereichte Petition hat über 100.000 Unterschriften erhalten, was das erforderliche Quorum von 50.000 Unterschriften deutlich übersteigt. Am 8. Mai 2023 hatten die Petenten die Gelegenheit, ihre Anliegen persönlich vor dem Petitionsausschuss des Bundestags vorzutragen. Besonders ist dabei auch: Nur ein Bruchteil der vielen tausend jährlich eingereichten Petitionen erreicht dieses Quorum. <<

20.06.2023

>> Will man die Wärmepumpe fördern, darf das Preisverhältnis von Strom zu Gas nicht viel größer als 2,5 sein. Das haben wir mit einem Wärmestrompreis von 28 Cent und dem derzeit auf 12 Cent gedeckelten Gaspreis. <<

Marktpreise aktuell wohl eher mit Faktor 3...

20.06.2023

(edit/mod/NUB 7.3)

20.06.2023

(edit/mod/NUB 7.3)

20.06.2023

Eines wußte ich noch nicht: es gibt doch tatsächliche einen BUNDESVERBAND Wärmepumpe. Was es nicht alles für Verbände gibt.

20.06.2023

Ein dummer Hund,
der sich selber in den Schwanz beißt und deshalb stehe ich zu meinen Aussagen! Denn wer weiß denn, ob ich in 3 Jahren überhaupt noch lebe?
Sollen die Anderen ruhig das machen was sie für "richtig halten" und ich mache eben das, was ich "für mich" richtig halte, lieber Leo!

20.06.2023

Sehen Sie Wildegger, das ist Ihr größtes Missverständnis in all den Foren: Sie glauben ständig, es gehe um Sie, dabei geht es eigentlich nie um Sie.

20.06.2023

Waning war früher Chef der LEW, der weiß wovon er spricht. Es wird sich bald herausstellen, dass es ein riesiger Fehler war, Habecks ursprüngliche Pläne zu torpedieren. Nun verzögert sich alles wieder um Jahre und mancher wird sich noch wundern, der nochmals auf die fossile Technik gesetzt hat.

20.06.2023

Ich jedenfalls werde mich nicht wundern,
denn gerade eben wurden meine Öltanks wieder randvoll in meinem Haus aufgetankt zu einem sehr günstigen Preis, da würde ich locker über 3 Winter kommen!

>>mancher wird sich noch wundern, der nochmals auf die fossile Technik gesetzt hat.<<

Ich wäre heute froh, wenn ich im vermieteten Haus statt damals eine Gas-Therme eingebaut, wieder meine alte Ölheizung drin hätte! Denn da könnte ich durch günstigen Einkauf meine beiden Mieter vor richtig teuren "Heizkosten-Nachzahlungen" besser schützen und nicht Gas zum Tagespreis kaufen!

Aber manchmal macht man halt im Leben Fehler, man schmeißt das "vermeintlich alte Zeug" so einfach raus und baut etwas "Moderneres" ein und zahlt dann hinterher aber dann die Zeche!

Und ganz genauso wird es uns auch mit den "sündteuren Wärmepumpen" gehen, da bin ich mir absolut sicher!

20.06.2023

Wildegger, drei Jahre ist in diesem Zusammenhang ein ziemlich beschränkter Zeithorizont. Das mag für Sie Sinn machen, nicht aber für andere.

20.06.2023

Herr L., seien Sie doch damit zufrieden, dass sich hier die von den Grünen vorgegebene Richtung als die richtige erweist. Und hören Sie doch nicht nur auf die Grünen in Berlin (Habeck schoss gerade mit Intel wieder einen kapitalen Bock), sondern auch auf den allseits beliebten Ministerpräsidenten aus BaWü, der sagt, „Regionen mit kommunaler Wärmeplanung dürften nicht benachteiligt werden“ (https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/heizungsgesetz-kretschmann-zeitplan-100.html). Kretschmann sieht demnach eine frühzeitige Verpflichtung als Nachteil an.

20.06.2023

Intel? Welcher kapitale Bock? Das wird die Zukunft erweisen und ist im Übrigen eine gemeinsame Entscheidung der Ampel. Ich habe bei der Präsentation im TV nur den Bundeskanzler gesehen.

20.06.2023

Insgesamt betrug die Brutto-Stromerzeugung in Deutschland im Jahr 2021 581,1 Milliarden kWh (2020: 568,1 Mrd. kWh), der Anteil der Kernenergie daran 11,9 Prozent.
Heute: https://energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&source=sw&week=25&year=2023 Windkraft nur um die 5GW, Kohle 12Gw

20.06.2023

"Waning war früher Chef der LEW, der weiß wovon er spricht."

"Waning: Die Netzbetreiber bekommen das hin. Jeder Netzbetreiber ist verpflichtet, seine Kunden anzuschließen. Eine Verstärkung der Leitung ist aber eine Baumaßnahme und braucht eine gewisse Zeit."

Weiß er das? Weiß er dann auch wie oft sein ehemaliges Personal Anträge zu Durchlauferhitzer abgelehnt hat weil die Leitung im Boden das nicht hergab? Und ein Bautrupp der die Leitung verstärkt wurde auch nicht beauftragt.

Deutschland soll mit Strom Heizen und Tanken. Ob die Infrastruktur das hergibt? Ganz sicher nicht.

20.06.2023

@FRIEDRICH E.: So ist es. Auch einfach mal Google nach:"Stromnetze zu schwach: Vonovia kann Wärmepumpen nicht in Betrieb nehmen"

20.06.2023

Robert B., ich habe es gegoogelt und das gefunden:

"Lokale Netzbetreiber sehen sich nicht von der Äußerung des Vonovia-Chefs angesprochen. Das Berliner Stromnetz werde künftig „sehr klug planen, investieren und rechtzeitig bauen müssen“, um den Anspruch der Kunden auf einen Netzanschluss zu erfüllen, sagte der Geschäftsführer des Stromnetzes Berlin, Dr. Erik Landeck, zuletzt auf dem Jahrespressegespräch.
50Hertz Transmission, der Berliner Übertragungsnetzbetreiber, geht seinerseits von mehr als einer Verdoppelung des Stromverbrauchs in Deutschland bis 2045 wegen der Elektrifizierung des Verkehrs- und Wärmesektors aus. Dieser steigende Verbrauch sei in den aktuellen Ausbauplanungen im Rahmen des Netzentwicklungsplans 2037/45 für das Übertragungsnetz berücksichtigt, teilte ein Sprecher auf Anfrage mit."
https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/stellt-die-waermepumpe-das-deutsche-stromnetz-vor-grosse-herausforderungen-was-die-bundesnetzagentur-zu-aeusserung-des-vonovia-chefs-sagt-li.346401

20.06.2023

@Wolfgang L. (11:41 Uhr): „Intel? Welcher kapitale Bock?“
Hierzu wurde hier heute Vormittag (11:30 Uhr) bereits unter dem Artikel „Warum die Milliarden für Intel gut investiert sind“ ein Lesekommentar von mir veröffentlicht.

Noch folgende Ergänzungen zu Subventionen:
Unter https://www.wirtschaftsdienst.eu/inhalt/jahr/2021/heft/1/beitrag/elektromobilitaet-ordnungsrahmen-statt-geld.html bezog 2021 Ferdinand Dudenhöffer Stellung gegen Subventionen: „Mit der Geld-Zuschütt-Politik machen sich Politiker beliebt. Jeder freut sich, wenn es Geld regnet. Es bleibt aber ein Negativsummenspiel. Unterm Strich verlieren alle.“

und zur Person Habeck:
DER SPIEGEL lenkt hier den Fokus auf Habeck. Der Artikel dort beginnt wie folgt:
„Aus Klima- und Transformationsfonds
Habeck stellt weitere drei Milliarden Euro bereit für Intel-Chipfabrik in Magdeburg
Die Bundesregierung wird den Bau der Intel-Chipfabrik in Magdeburg mit weiteren drei Milliarden Euro fördern. Nach SPIEGEL-Informationen zapft Wirtschaftsminister Habeck ein Sondervermögen an.“
In meinen Augen führt das zu einer Zweckentfremdung des „Sondervermögens“. Ganz sicher bin ich mir jedoch darin, dass sich bislang die wenigsten Bürger eine derartige Mittelverwendung vorstellen konnten.

20.06.2023

H. Eimiller, wie wurde die Industriepolitik der USA zuletzt gelobt und beklagt, dass wir das hier nicht auf die Reihe bekommen und von Zukunftsindustrien abgehängt werden.
Die Chip-Industrie ist aber nicht nur eine Zukunftsindustrie, sondern auch sicherheitsrelevant für Europa. Schon wieder vergessen?
Mit Ordnungspolitik und Prinzipienreiterei bekommt man zwar die Zustimmung von konservativen VWL-Fachmagazinen, verspielt aber die Zukunft.

20.06.2023

"Robert B., ich habe es gegoogelt und das gefunden:"

Also ab 2035 gilt das Zulassungsverbot von Verbrennern, ab 2024 wollte Habeck 500.000 Wärmepumpen im Jahr ans Netz bringen und 2045 ist vielleicht das Stromnetz soweit? Und was passiert die 10 Jahre dazwischen?

Und wie kommt eine Firma wie Vonovia darauf einfach dreist zu lügen das der Netzbetreiber den Anschluss ablehnt.

20.06.2023

Friedrich E.,
die Netze wurden und werden natürlich laufend ausgebaut und an den wachsenden Bedarf angepasst. Die Vorgaben macht die Bundesnetzagentur durch ihre verbindlichen Festlegungen und finanziert wird das Ganze durch Stromnetzentgelte.
Aber auch die Netzbetreiber selbst wissen ganz genau, was zu tun ist, damit die Netze leistungsfähig bleiben. Dass es dabei kurzfristig gelegentlich zu Engpässen kommt, war in der Vergangenheit auch nicht anders.

20.06.2023

@Wolfgang L. (17:07 Uhr):
Wenn man Großes erreichen will, dann benötigt man für gewöhnlich eine ausgereifte Strategie. Die WirtschaftsWoche berichtet dagegen: „So will Intel in Magdeburg bisher gar nicht die High-End-Chips bauen, die von der Industrie so dringend gebraucht werden. Und selbst wenn doch, ‚werden die Chips ja dahin verkauft, wo die höchsten Preise dafür erzielt werden können – und nicht dahin, wo die höchsten Subventionen geflossen sind‘, warnt … Stefan Kooths, Top-Ökonom am Kieler Institut für Weltwirtschaft“.

Abschließend noch Folgendes aus https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/elektronik-magdeburg-forscher-und-mittelstand-kritisieren-intel-subventionen-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-230620-99-122969:
„‘Die astronomische Summe, die Intel als Subventionen von der Bundesregierung zugesagt bekommen hat, ist kaum noch zu rechtfertigen‘, sagte der Vorsitzende des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Markus Jerger am Dienstag.“
"Auch führende Wirtschaftsforschungsinstitute sehen die Staatshilfe von 9,9 Milliarden Euro kritisch. Mit Aussagen zu Intel habe man das Unternehmen eingeladen, die Forderungen hochzutreiben, sagte der stellvertretende Leiter des Ifo-Instituts Dresden, Joachim Ragnitz. ‚Die Politik hat sich über den Tisch ziehen lassen, weil sie gesagt haben, wir wollen Euch unbedingt.‘"

20.06.2023

H. Eimiller, Deutschland hätte also die Chance verstreichen lassen sollen, dass Intel, der wichtigste Chip-Hersteller der Welt, über 30 Milliarden Dollar in Deutschland investiert? Darf ich lachen?

21.06.2023

"Friedrich E.,
die Netze wurden und werden natürlich laufend ausgebaut und an den wachsenden Bedarf angepasst."

Die werden für Internet und Mobilfunk auch bezahlt und was ist da der aktuelle Stand? Länder wie Rumänien, Chile, Macau usw. haben uns in dem Bereich angehängt.

Zum Thema Intel stimme ich Ihnen zu. Immerhin kommen von den 30Mrd Baukosten 19% über die MwSt zurück.

21.06.2023

Ich sehe es auch kritisch, Herr @Eimiller. In einem anderen Thread hierda habe ich mich näher drüber ausgelassen.
Fazit: Risiken, mehr als üblich, sind da. Ich wäre sie ebenfalls eingegangen.

20.06.2023

'Verbandschef: "Am Ende wird sich die Wärmepumpe durchsetzen""

Hieß es schon öfter und gekommen ist es anderst.

20.06.2023

Achtung ! Vorsicht !

Hier spricht ein Lobbyist !