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Die EZB muss wegen der explodierenden Inflation endlich liefern

Kommentar Von Stefan Stahl
01.06.2022

Im Euroraum ist die Teuerung auf 8,1 Prozent gestiegen. Nun ist ein rasches Handeln der Notenbanker gefragt.

Die Zeit ewiger Ausreden und Beschwichtigungen muss endgültig vorbei sein. Wie lange will EZB-Präsidentin Christine Lagarde noch warten, bis sie die Zinsen spürbar erhöht? Die Chefin der Europäischen Zentralbank sieht sich einem längst gefährlichen Preisschub gegenüber, der keinen Aufschub mehr duldet. Deshalb wäre es fahrlässig, erst im Juli die Zinsen – und dann auch nur um mickrige 0,25 Prozentpunkte – anzuheben. Lagarde wäre gut beraten, an der spät, aber dann letztlich doch mutig handelnden US-Notenbank Maß zu nehmen und die Zinsen gleich um 0,5 Prozentpunkte raufzusetzen.

Inflation: Die Zeit schüchterner Geldpolitik ist vorbei

Die Zeit schüchterner Zinspolitik ist abgelaufen, schließlich sprang die Inflation im Euroraum erstmals über 8,0 Prozent. Da muss eine EZB-Chefin die Rolle der Diplomatin ablegen und zur Euro-Feuerwehrfrau werden. Doch was traurig ist: Selbst wenn sie sich zum Rettungseinsatz durchringt, kommt dieser mindestens ein halbes Jahr zu spät.

Lagarde kann das Inflationsfeuer bestenfalls – und das auch nur mit erheblicher Zeitverzögerung – eindämmen. Sie nimmt das aus politischen Gründen in Kauf, weil Zinserhöhungen für chronische Schuldenstaaten wie Italien brandgefährlich sind. Die Länder können ihr Leben auf Pump dann nicht mehr so locker finanzieren.

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01.06.2022

Hallo die EZB und Geldwertstabilität in einem Atemzug zu nennen ist ein Gag den nicht mal Comedians übertreffen könnten,Zinsen über 0 da muss die Inflation über 10% liegen,Hr.Lane ist immer noch nicht gefeuert obwohl seine Prognosen durch freies Schätzen auf der Kirmes an Präzision deutlich übertroffen wird,nehmts zur Kenntniss es geht um Schulden/Staatsfinanzierung,alles windet sich so erbärmlich wie ein 5 Jähriger der beim Klauen erwischt wurde.

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