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Wer zu spät kommt, den bestraft die Inflation

Kommentar Von Stefan Stahl
08.09.2022

Die Spitze der Europäischen Zentralbank hat die Inflation zu lange ignoriert. Das ist psychologisch verständlich, kommt aber dennoch einem massiven Versagen gleich.

Wer zu beharrlich die Wirklichkeit ignoriert, weil sie nicht in sein Weltbild passt, bekommt dafür irgendwann eine brutale Quittung. Im Fall der Europäischen Zentralbank hat die Spitze um Christine Lagarde aufreizend lange so getan, als würde sich das mit der Teuerung wieder einrenken. Nach dem Motto: Das bisschen Inflation erledigt sich irgendwann von allein.

Nur durch eine Null- und Negativ-Zinspolitik können chronisch klamme Staaten ihren Finanz-Schludrian weiter finanzieren

Der Wunsch war hier der Vater des Gedankens: Denn aus Sicht der lange die Politik der EZB bestimmenden Süd- und damit Schuldenländer sollte, ja musste es bei der Null- und Negativ-Zinspolitik bleiben. Nur so können chronisch klamme Staaten ihren Finanz-Schludrian weiter finanzieren. Da passte einfach eine sich schon im Spätsommer vergangenen Jahres aufbauende Inflation nicht ins Konzept und wurde nach Kräften verdrängt. Das ist psychologisch verständlich, kommt aber dennoch einem massiven Versagen gleich.

Lagarde und die Mannschaft um sie haben trotz aller Warnungen von Experten wie dem deutschen Ökonomie-Altmeister Hans-Werner Sinn die sich deutlich abzeichnende Inflationsgefahr sträflich unterschätzt. Der Name der Französin und ihrer Mitstreiter wird dauerhaft mit dem größten Fehler in der Geschichte der Europäischen Zentralbank verbunden sein. Die EZB hat zu lange ihre Hauptaufgabe, nämlich die Bekämpfung der Inflation, nicht ernst genommen. Die erste Zinserhöhung im Juli kam mindestens ein halbes Jahr zu spät.

Nun scheint Lagarde ein schlechtes Gewissen zu haben, schließlich hat sie die Zinsen kräftig erhöht. Doch weil es lange dauert, bis so ein Schritt die Teuerung zähmt, können die Preise im Euro-Raum vorübergehend Richtung zehn Prozent steigen. Das ist ein fatales Signal. Gerade den zunächst Euro-skeptischen Deutschen wurde versprochen, das neue Geld würde so stark wie die D-Mark. Das war es lange auch, ist es aber nicht mehr. Die jüngste Politik der EZB ist dazu geeignet, das Vertrauen vieler Menschen in den Euro zu beschädigen.

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