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Twitter-Übernahme
14.05.2022

Musk legt Twitter-Deal auf Eis - platzt die Übernahme?

Tech-Milliardär Elon Musk hat die Übernahme von Twitter auf Eis gelegt.
Foto: Susan Walsh, dpa (Archivbild)

Wieder mal sorgt ein Tweet von Elon Musk für Wirbel: Der Tech-Milliardär legt die Übernahme von Twitter auf Eis. Er begründet das mit einem Bericht des Kurznachrichtendienstes.

Die Twitter-Übernahme von Elon Musk schien beschlossene Sache, doch nun gibt es wohl doch Komplikationen. Das legt auf jeden Fall ein Tweet des Tesla-Bosses nahe, den dieser am Freitagvormittag absetzte: "Twitter-Deal vorübergehend auf Eis gelegt, bis Details vorliegen, die die Berechnung stützen, dass Spam-/Fake-Konten tatsächlich weniger als 5 Prozent der Nutzer ausmachen."

Scheitert die Twitter-Übernahme von Musk?

Hintergrund ist ein Bericht, den Twitter am Montag eingereicht hatte. Nach diesem beträgt der Prozentsatz von Spam-Accounts bei dem Kurznachrichtendienst "weniger als fünf Prozent". Diese Zahl ist enorm wichtig, da sich der Wert von sozialen Netzwerken an der Nutzerzahl misst.

Möglich ist nun, dass Musk die Zahl für deutlich höher hält oder diese zumindest überprüfen lässt. Der wohl reichste Mensch der Welt ist noch auf die Aktionäre angewiesen, welche ihm ihre Anteile abtreten müssen. Die Übernahme war bis Jahresende geplant, der Zeitplan könnte nun ins Wanken geraten. Dass der Deal scheitert, ist bislang aber als unwahrscheinlich einzuschätzen. Wahrscheinlicher ist, dass Musk bei einer höheren Zahl als fünf Prozent den Kaufpreis drücken will, der bei rund 44 Milliarden US-Dollar liegt.

Video: dpa

Musk versicherte jedoch, dass er weiter an Twitter interessiert sei. Er halte an den Übernahmeplänen fest, schrieb Musk ohne weitere Details am Freitag bei Twitter.

Twitter-Aktie stürzt nach Musk-Tweet ab

Die Twitter-Aktie befand sich am Freitag im Sturzflug, verlor zeitweise rund 25 Prozent des Wertes. Anschließend stieg der Wert aber wieder um etwa sieben Prozent an.

Dass er mit seinen Tweets für Wirbel an der Börse sorgt, das ist für Musk nichts Neues. Im Zuge der Twitter-Übergabe sank die Tesla-Aktie nach einem Tweet des 50-Jährigen deutlich, da befürchtet wurde, dass Musk weniger Zeit für das Unternehmen haben könne.

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Hat Musk Probleme bei der Finanzierung?

In den vergangenen Tagen zeigten sich auch Probleme bei der Finanzierung des Deals ab. Ursprünglich wollte Musk Kredite in Höhe von etwa 12 Milliarden Dollar aufnehmen, die mit Tesla-Aktien besichert wären.

Doch der Plan ging nicht auf: Die Tesla-Aktie sackte von 1000 Dollar auf nur noch 728 Dollar ab. Wie der Finanzdienst Bloomberg berichtet, suche Musk nun nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten.

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