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  3. Neukundenstopp bei Stadtwerken: Viele Gas-Kunden suchen neuen Anbieter

Energiekrise
25.10.2022

Viele Stadtwerke können keine Neukunden mehr aufnehmen

Viele Stadtwerke nehmen keine Neukunden mehr auf.
Foto: Jörg Carstensen, dpa (Symbolbild)

Weil viele Gas-Versorger die Abschläge massiv anheben, suchen manche Kunden nach anderen Anbietern. Doch wer nicht zum regionalen Grundversorger will, könnte Probleme bekommen.

Die Gaspreise steigen. Da könnte man auf die Idee kommen, seinen Energieanbieter zu wechseln. Doch das ist gar nicht so einfach, denn mehrere Stadtwerke können derzeit keine Neukunden mehr aufnahmen. Teilweise ließen sie auch Verträge mit Kunden, die nicht in ihrem Versorgungsgebiet wohnen, auslaufen, erklärte ein Sprecher des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) auf dpa-Anfrage. "Das gilt für die Gasversorgung außerhalb der Grundversorgung."

Innerhalb der Grundversorgung sei dagegen eine Beschränkung auf Bestandskunden und eine Ablehnung von Neukunden gesetzlich nicht möglich. Als Grundversorger gilt nach dem Energiewirtschaftsgesetz jeweils das Energieunternehmen, das in einer Region die meisten Haushaltskunden mit Strom beziehungsweise Gas beliefert. In vielen Fällen handelt es sich um die örtlichen Stadtwerke oder Flächennetzbetreiber.

Energiekrise: Probleme der Versorger

In einem gemeinsamen Appell hatten Kommunal- und Energieverbände kürzlich auf die durch die Energiekrise verursachten Probleme der Versorger bereits hingewiesen und staatliche Unterstützung für die Unternehmen gefordert. Weil sich die Situation weiter zuspitze, brauche es Stabilisierungsmaßnahmen für Stadtwerke und weitere regionale Energieversorger, die in allen Bundesländern zugänglich sind und im Ernstfall Hilfen anbieten, hieß es in einem Brief an die Ministerpräsidenten. 

Video: dpa

Die Spitzenverbände hatten in dem Schreiben auch auf den Kundenzustrom verwiesen, der dazu führe, dass die Grundversorger ungeplant mehr Energie beschaffen müssten – trotz des extremen Preisniveaus. "So nachvollziehbar die Idee vieler Menschen ist, sich aus Sorge vor den steigenden Preisen in die Grundversorgung fallen zu lassen, so schwierig ist dieses Unterfangen für die Stadtwerke", erklärte der VKU-Sprecher dazu.

Liquiditätsbedarf der Stadtwerke steigt

Nicht nur die Beschaffungspreise seien stark gestiegen, sondern auch der Zwischenfinanzierungsaufwand steige. Dabei geht es um die Summe, mit der Stadtwerke die Zeit vom Einkauf bis zum Weiterkauf an ihre Kunden und bis zur Erhöhung der Abschläge überbrücken müssten. "Beides zusammen erhöht den Liquiditätsbedarf der Stadtwerke. Das beeinträchtigt wiederum die Möglichkeit, Kundenanfragen nach Strom und Gas zu bedienen", erklärte der Sprecher. Denn die Vor- und Zwischenfinanzierungslast erhöhe sich mit den zu beschaffenden Gasmengen. Die Folge sei, dass sich immer mehr Stadtwerke auf die Versorgung ihrer Bestandskunden konzentrierten. "Sie schränken das Neukundengeschäft ein, und auch Anschlussverträge stehen in Frage." Es habe auch Folgen für die Versorger, wenn Kunden ihre Rechnung nicht mehr zahlen können: "Zahlungsausfälle von mehr als zehn Prozent können das Eigenkapital der Stadtwerke aufzehren und sie in Liquiditätsnöte bringen." 

Viele Gas-Kunden suchen neuen Anbieter

Auch der Stadtwerkeverbund Thüga, der in München ansässig ist, sprach von einer unerwartet großen Anzahl an Neukunden, die von Discountanbietern im Rahmen der "Ersatzversorgung" aufgenommen werden müssten. "Sicher ist, dass kein Kunde von einem Grundversorger abgewiesen wird, sondern die Stadtwerke und kommunalen Versorger ihren gesetzlichen Auftrag erfüllen und auch in Krisenzeiten die Energiekundinnen und -kunden sicher und zuverlässig versorgen", erklärte ein Thüga-Sprecher. Doch vor allem Neukunden müssten sich auf höhere Preise einstellen. Immer mehr der langfristig ausgehandelten und im Vergleich zu aktuellen Bedingungen noch relativ günstigen Bezugsverträge für Erdgas liefen derzeit aus. Neue Verträge hätten zu wesentlich höheren Preisen abgeschlossen werden müssen. "Dies führt insbesondere bei Verträgen für Neukunden zu höheren Preisen."

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Zuletzt hatte der Verbraucherzentrale Bundesverband zwar über eine ervielfachung der Beratungszahlen von Gas- und Stromkunden berichtet, spezielle  Schwierigkeiten bei einem Anbieterwechsel seien aber derzeit kein Thema in den Beratungsgesprächen, sagte eine Sprecherin. Ein Sprecher des Vergleichsportals Verivox erklärte, die Einschränkungen beim Neukundengeschäft seien schon seit Beginn der Energiekrise nicht nur ein Thema von Stadtwerken, sondern auch anderen Anbietern. "Wir sehen schon, dass der Wettbewerb dadurch eingeschränkt ist", sagte der Sprecher. Derzeit nutzen viele Menschen angesichts der extremen Preisunterschiede das Portal, um sich über die Preise der Anbieter zu informieren. (AZ, mit dpa)