Rocketeer-Festival: Markus Söder und Fabian Mehring verleihen den Digitalpreis Bayern
Bayerischer Digitalpreis
Von Supercomputern bis Cybersicherheit: Söder und Mehring ehren Bayerns digitale Pioniere
Bayern gilt laut Mehring als digitales Powerhouse in Europa. Daran haben die ausgezeichneten Unternehmen maßgeblichen Anteil. Das sind die diesjährigen Preisträger.
Bei der Verleihung des bayerischen Digitalpreises: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Gordon Rohrmair, Präsident der Technischen Hochschule Augsburg, Helmut Schönenberger, Mitgründer und CEO der UnternehmerTUM, Ramona Meinzer, geschäftsführende Gesellschafterin von Aumüller Aumatic sowie Digitalminister Fabian Mehring (von links).Foto: Marcus Merk
Als Herr über Bayerns größten Computer hat Dieter Kranzlmüller die Digitalisierung quasi in der Jobbeschreibung stehen. Der Professor für Informatik an der Ludwig-Maximilians-Universität München ist Chef des Leibniz-Rechenzentrums in Garching. Dort betreibt die Bayerische Akademie der Wissenschaften mit dem Super-MUC NG nicht nur einen der wichtigsten europäischen Hochleistungsrechner. Wissenschaftler arbeiten dort auch an der Integration von Quantencomputern in herkömmliche Supercomputer.
Am Donnerstagabend hat Markus Söder (CSU) Kranzlmüller bei der Vergabe des Bayerischen Digitalpreises in Augsburg mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Als „überragende Persönlichkeit“ hüte Kranzlmüller nicht nur das bayerische „Fort Knox des Wissens“, sagte Söder. Er sorge mit dem Rechenzentrum dafür, in ganz neue Dimensionen des Rechnens vorzustoßen.
Rekordinvestitionen für die Hightech-Agenda des Freistaats
Ende des Jahres werde in Garching wohl ein neuer Supercomputer in Betrieb genommen, der dann zu den schnellsten der Welt gehören werde. Der Preis sei nicht nur eine Auszeichnung für die Leistung der Vergangenheit, sondern auch ein Ansporn für die Zukunft, so Söder in seiner Laudatio. Mit Rekordinvestitionen sorge der Freistaat mit der Hightech-Agenda seit Jahren dafür, dass die Zukunftsinvestitionen in Bayern getätigt werden.
Ministerpräsident Markus Söder (links) hat Dieter Kranzlmüller (Mitte), den Herrn über Bayerns schnellsten Rechner, beim Rocketeer Festival mit einem Ehrenpreis ausgezeichnet. Digitalminister Fabian Mehring lobte die Verdienste des Freistaats.Foto: Marcus Merk
Unternehmen, die diese geballte Rechenpower künftig nutzen wollten, könnten vielleicht gerade an dem Ort entstehen, den einer der neuen Träger des bayerischen Digitalpreises 2026 mitgegründet hat. Helmut Schönenberger, CEO der UnternehmerTUM, hat sein Büro in unmittelbarer Nachbarschaft des Garchinger Rechenzentrums. Das von Susanne Klatten initiierte Gründerzentrum gilt inzwischen als Modell für viele ähnliche Projekte in Europa.
Die Umsetzung der Forschung in die Praxis soll gestärkt werden
Digitalminister Fabian Mehring (FW) hat Schönenberger zusammen mit Gordon Rohrmair, dem Präsidenten der Technische Hochschule in Augsburg, und der Unternehmerin Ramona Meinzer mit dem bayerischen Digitalpreis B.DiGiTAL geehrt. Bayern sei mittlerweile das digitale Powerhouse in Europa, erklärte Mehring bei der Preisverleihung im Rahmen des Digitalfestivals Rocketeer.
Mit dem Projekt Mittelstandsmacher sei es gelungen, die Unis und das boomende Tech-Ökosystem in München mit dem Mittelstand in der Metropolregion Augsburg zu verbinden. Neue, milliardenschwere Investitionen in KI-Start-ups und steigende Finanzierungsvolumina seien klare Signale für einen digitalen Aufbruch und Bayern stehe dabei an der Spitze der Bewegung. „Entscheidend ist, dass wir neue Technologien schneller in die Anwendung bringen. Gerade unser bayerischer Mittelstand muss bei KI und Co. voll einsteigen, sodass wir nicht nur in der Forschung stark sind, sondern die PS neuer Technologien auf die Straße unserer heimischen Wirtschaft bringen“, sagte Mehring.
Die Verbindung von München und Augsburg schafft nur Gewinner
Ramona Meinzer führt als geschäftsführende Gesellschafterin die Aumüller Aumatic in Thierhaupten im Landkreis Augsburg. Ihre Firma und Mainzer selbst wurden bereits mehrfach ausgezeichnet. „Der Mittelstand in Deutschland ist das Rückgrat der Wirtschaft, das wird sehr oft vergessen. Für die Zukunft in unserem Land ist es enorm wichtig, dass wir die Digitalisierung und künstliche Intelligenz in diese Unternehmen bekommen“, betonte auch Meinzer in ihren Dankesworten.
Gordon Rohrmair wandte sich direkt an die zahlreichen Studierenden seiner Hochschule: „Unser singuläres Geschäftsinteresse ist, dass wir ein Umfeld schaffen, damit ihr alle prosperieren könnt. Euer Erfolg ist unser Antrieb.“ Die Hochschule hat sich in seiner Amtszeit das Ziel gesetzt, die Produktionskompetenz in der Region mit Digitalisierung und Automatisierung zu verbinden. Zahlreiche Kooperationen und Gründungen belegen den Erfolg der Strategie.
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