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  3. Taurus: Taurus-Debatte: Söder macht sich für Lieferung an Ukraine stark

Taurus
05.03.2024

Taurus-Debatte: Söder macht sich für Lieferung an Ukraine stark

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder neben dem Ausstellungsstück des Marschflugkörpers Taurus. Er hat den MBDA-Standort bei Schrobenhausen besucht.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Markus Söder besucht den Taurus-Standort bei Schrobenhausen, in dem die Marschflugkörper hergestellt werden. Von dort sendet er Kritik an den "bockbeinigen" Kanzler Olaf Scholz.

Wird Markus Söder den Stier bei den Hörnern packen? Oder sich zumindest in dessen Nähe am Dienstag im Hagenauer Forst bei Schrobenhausen ablichten lassen? Vor dem Besuch des bayerischen Ministerpräsidenten beim Rüstungsunternehmen MBDA in der Spargel-Region wurde spekuliert, wie nah der CSU-Chef einem Modell des bekanntesten deutschen Marschflugkörpers Taurus rückt, dessen Namen sich aus dem lateinischen Wort für „Stier“ ableitet.

Auf alle Fälle sollten die in dem oberbayerischen Werk produzierten Waffen das nähere Interesse Söders wecken, ist der Taurus doch weit über Deutschland hinaus zum Thema geworden. Der Marschflugkörper mit einer Reichweite von über 500 Kilometern hat Kanzler Olaf Scholz veranlasst, in einem Basta-Satz klarzustellen, dass Deutschland keine Taurus-Waffen an die Ukraine liefern wird: „Ich bin der Kanzler, und deshalb gilt das.“ Scholz gibt den Schröder.

Taurus-Marschflugkörper spätestens seit Abhör-Affäre bei der Bundeswehr bekannt

Endgültige Berühmtheit erlangte der Marschflugkörper, nachdem offenbar wurde, dass Moskau ein Gespräch hochrangiger Bundeswehr-Offiziere über den Taurus abgehört hat. So kommt es, wie es kommen musste: Söder geht auf Tuchfühlung mit dem Marschflugkörper, fasst ihn kurz an. Er schaut – der Materie angemessen – ernst und sagt: "In solchen Zeiten macht dieser Besuch keinen Spaß, aber er ist notwendig, zeigt er doch, dass wir uns wehren können." Dann macht der Ministerpräsident deutlich: "Diese Waffe muss zum Einsatz kommen. Wir haben ein moralisches und eigenes Interesse, der Ukraine zu helfen." Nun greift der CSU-Chef Scholz an, schließlich sei es unverständlich, "warum die Hilfe für die Ukraine in Deutschland an einem einzigen Mann scheitert". Söder fordert eine nochmalige Abstimmung im Bundestag über die Frage, ob Deutschland Taurus-Waffen an die Ukraine liefern soll. Dem Kanzler wirft er jedenfalls "Bockbeinigkeit" vor. 

Was macht den Taurus derart besonders? Warum dürsten russische Militärs nach in die Tiefe gehenden Informationen? Zunächst einmal ist die Bundeswehr mit 600 dieser Waffen gut ausgestattet. Sie können vom Kampfflugzeug Tornado abgeschossen werden. Auch der Eurofighter soll dazu einmal in der Lage sein. Die Waffen sind für „Hochwert-Ziele“ gedacht, wie das im Militärjargon heißt. Sie könnten zur Zerstörung von Bunkern, Munitionsdepots und Brücken eingesetzt werden. Das erklärt, warum die Verantwortlichen in der Ukraine derart heiß auf die Taurus-Technologie sind und weshalb die Mächtigen in Russland allergisch auf das Thema reagieren. 

Taurus-Marschflugkörper ist eine Waffe aus Bayern

Neben der Bundeswehr setzen auch Südkorea und Spanien auf die Waffe aus Bayern. Bei MBDA ruht die Herstellung der Marschflugkörper. Die Produktionslinie könnte jedoch wieder hochgefahren werden. Nach Informationen unserer Redaktion liegen dem Unternehmen derzeit keine neuen Aufträge vor. Zur politischen Diskussion, ob die Ukraine Taurus-Waffen bekommen soll, äußern sich Vertreter der Firma nicht und verweisen auf die Politik. MBDA ist ein multinationaler europäischer Konzern mit mehr als 14.000 Beschäftigten. An dem Gemeinschaftsunternehmen sind Airbus und das britische Unternehmen BAE Systems mit je 37,5 Prozent beteiligt. Der Rest liegt beim italienischen Anbieter Leonardo. Der Konzern baut Waffen für Land-, See- und Luftstreitkräfte. 

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Im Werk bei Schrobenhausen arbeiten derzeit knapp 1000 der insgesamt rund 1200 Beschäftigten in Deutschland. MBDA will bis 2025 hierzulande rund 300 Beschäftigte einstellen und plant Investitionen in die heimischen Standorte von über 200 Millionen Euro. Neben dem Werk in Schrobenhausen ist das Unternehmen auch in Freinhausen, einem Ort zwischen Schrobenhausen und Ingolstadt, vertreten. Dort werden amerikanische Patriot-Raketenabwehr-Systeme getestet und für die Bundeswehr angepasst. Patriot wird von acht europäischen Staaten sowie der Ukraine zur Abwehr von Marschflugkörpern, Raketen sowie feindlichen Drohnen und Flugzeugen eingesetzt. Dabei haben Nato-Länder kräftig nachbestellt und einem Gemeinschaftsunternehmen von MBDA und dem US-Rüstungsriesen Raytheon einen Auftrag über 5,1 Milliarden Euro erteilt. Während MBDA bisher rund 5000 Patriot-Lenkflugkörper gewartet hat, wird im Zuge des Großauftrags in Schrobenhausen die erste Fertigungslinie für die Raketen des Systems außerhalb der USA aufgebaut. Söder stellt sich für Fotos auch neben eine Patriot-Rakete und macht sich für die Abwehrwaffe aus Bayern stark. 

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

07.03.2024

So langsam beschleicht mich der Verdacht, mancher Rüstungsfanatiker möchte einfach dieses Teufelsding mal in Aktion sehen. Für Taurus gibt es ja wohl noch keinen in "echt". Aber ist das eine Eskalation wert, die man vielleicht nicht mehr in der Hand hat? Was passiert, wenn mit einer deutschen Waffe die Kertschbrücke zerstört wird? Dass dies ein Schritt zu viel wäre, hat nichts mit Angsthasentum zu tun, es geht um Abwägung eines nicht vorhersehbaren Risikos. Die öffentliche Diskussion der Regierungsparteien über Taurus sollte endlich aufhören. Der Kanzler hat entschieden – und ich bin sehr einverstanden damit. Es ist einfach traurig, dass jede Partei darüber noch ihren eigenen Senf verbreitet. (edit/mod/NUB 7.3)

07.03.2024

Franz Wildegger, die Entscheidung über die Lieferung oder Nicht-Lieferung von Taurus ist eine so ernste politische Sache, dass man diejenigen, die dagegen sind ( Scholz und Stegner ), nicht so einfach als "Angsthasen" beschimpfen sollte, zumal sie die Mehrheit der Deutschen hier auf ihrer Seite haben. Mit Ihrer Wut gegenüber der SPD erinnern Sie an F.J.Strauß, der einst gesagt hat, dass auch noch die letzten roten Nester in Bayern ausgerottet werden müssten. Wut und Hass gegen Andersdenkende sollten wir Demokraten nicht von den Rechtsradikalen übernehmen, sondern gemeinsam gegen diese zusammenstehen.

07.03.2024

Nur Angsthasen berührt das ernsthaft,
wie es eben Scholz und Stegner sind (edit/mod/NUB 7.3) Ja!

>>Herr Kamm, fehlt Ihnen wirklich die Phantasie sich vorzustellen, wie Putin unserem Land und seiner Bevölkerung massiv schaden könnte?<<

Vielleicht hat ja jemand Maischberger gesehen, da war Röttgen und Stegner da, einfach zum totlachen der Mann, Ja!

06.03.2024

Es wurde zwar schon öfter geschrieben, aber immer gerne wieder(so sagt man doch heute :)) => Taurus, die V2 im Jahre 2024. (Mit Taurus wurde zwar schon geübt; die Gefecvhtserfahrung fehlt aber noch.) Die einzige Folge, vielleicht neben einer zerstörten Brücke oder ... ist die nächste Eskalationsstufe. Hätte den Vorteil, daß die Auseinadersetzung 2024 beendet sein würde (vermutlich).

06.03.2024

Vorhin noch vergessen: was war das jetzt für ein "Sprech"? Seltsamer Begriff. Zitat: Ich habe fertig :)

06.03.2024

Nachricht an Hr Kamm: Sie sollten sich Mal vergegenwärtigen, dass es die Mehrheit in DEU ablehnt, Taurus an die UA zu liefern.
Nur bei den etablierten Parteien im Bundestag (insb . CDU/CSU , Grüne und FDP) scheint der Stimmungsumschwung noch nicht angekommen zu sein oder sie ignorieren ihn einfach. Wenn die USA längerfristig aus dem Hilfsprogramm für die UA aussteigen, ist die Niederlage der UA nur noch eine Frage der Zeit, denn die HIWIS (Hilfswilligen) aus Europa werden die Lücke nicht ausfüllen können.
Am Ende bleibt dem UA Präsidenten nur das Exil.

06.03.2024

Hätte man den/die Taurus doch hochgestellt -

für ein Söder-Umarmungsfoto . . . .

06.03.2024

Der Taurus hätte ihn dann ja um 3,10 m überragt und das mag der Margus gar nicht . . .

06.03.2024

Ja aber - der eine Baum war doch noch höher : - )

06.03.2024

@ RAIMUND KAMM

Herr Kamm sind Sie wirklich dafür, dass Deutschland die wegen Wahlkampf sich zurückziehenden Amerikaner bei Waffenlieferungen und monetärer Hilfe für die Ukraine ersetzen sollte? Und das während sich sogar die beiden europäischen Atommächte sehr zurückhalten.

Höchst riskant und für Deutschland schlicht und ergreifend nicht leistbar wäre das.

Ich hoffe mit der Mehrheit der Deutschen sehr, dass es zutrifft, was Scholz nachgesagt wird: Um so sturer zu werden, je mehr er bedrängt wird. Und er auch das Geschwätz des bay. MP völlig ignoriert . . .

Dass die Amis wegen einer verirrten russischen Rakete und Deutschland einen atomaren WK 3 riskieren würden kann mehr als bezweifelt werden . . .

06.03.2024

>>Herr Kamm sind Sie wirklich dafür, dass Deutschland die wegen Wahlkampf sich zurückziehenden Amerikaner bei Waffenlieferungen und monetärer Hilfe für die Ukraine ersetzen sollte?<<

Wir Deutschen, wir Europäer sollten die Ukraine mit Geld und Waffen unterstützen, dass sie sich verteidigen und ihre nationale Souveränität wieder herstellen kann.

Nur zur Erinnerung: Auch Australien, Kanada und Neuseeland haben geholfen, Deutschland von den Nazis zu befreien. Zig andere Länder haben damals Nazi-Deutschland den Krieg erklärt.

Die Diskussion Intervenieren oder Isolieren wurde und wird gerade in den USA immer wieder geführt. Wobei wir nicht in der Ukraine intervenieren. Doch wir sollten ihr die notwendige Unterstützung zur Selbstverteidigung leisten.

Dass Putins Russland versucht, die freiheitlich orientierten Länder zu spalten, ist naheliegend. Dass Putins Russland dies gerade auch über die Medien macht, kann man hier auch im Forum sehen. Übrigens: Schon Lenin soll lt. Wikipedia westliche Personen, die russische Propaganda nachredeten, als "Nützliche Idioten" bezeichnet haben.

Raimund Kamm

06.03.2024

Georg Kr., warum reagiert Herr Kamm wohl so unsouverän? Vermutlich, weil ich mit meinem Beitrag ins Schwarze gerroffen habe.

Herr Eimiller hat ja schon beschrieben, wie schwierig eine solche Operation wäre. Damit die Ukraine sie mit hoher Erfolgswahrscheinlichkeit selbst durchführen könnte, wäre laut Aussagen der Bundeswehr eine Ausbildung von 8 Monaten notwendig. Und dann besteht immer noch das Risiko, dass die Russen einen solchen Angriff trotzdem Deutschland zurechnen.
Die entsprechende Propaganda läuft bereits auf vollen Touren. Dumme Aussagen wie "diese Waffe muss zum Einsatz kommen" von Söder machen es Putin dabei leicht.
Warum wird eine solch heikle Frage in der Öffentlichkeit diskutiert? Warum konnte man es nicht bei dem klugen Bundestags-Beschluss belassen, der die Taurus-Frage bewusst offen ließ? Weil die Konservativen in Deutschland sogar bei hochriskanten außenpolitischen Fragen nicht national, sondern immer nur parteipolitisch denken. Der Union geht es nur darum, dem Kanzler zu schaden.

Und die Frage nach den USA hat Kamm natürlich auch nicht beantwortet. Die Amerikaner haben geeignete Waffen, die mit den bereits gelieferten F-16 kompatibel sind und jederzeit einsatzfähig wären. Warum liefern die USA diese Waffen nicht an die Ukraine, wenn das alles so problemlos und dringend ist? Weil die USA Selenski nicht trauen? Warum sollten wir das dann tun?

06.03.2024

@ CHRISTINE KAMM

Herr Kamm, dass Wolfgang L. und auch mich die gleiche Sorge antreibt ist doch erkennbar. Die Sorge nämlich dass unser nicht atomar bewaffnetes und deshalb aus eigener Kraft nicht zu einer wirkungsvollen Antwort auf einen russischen Angriff befähigte Deutschland in eine kriegerische Auseinandersetzung mit dem atomar hochgerüsteten Russland geraten könnte.

Die verheerende Wirkung des abgehörten Gesprächs der Generäle entsprechend interpretiert und kommentiert in russischen Medien garantiert Putin breiteste Unterstützung für alles was er als Reaktion für die Lieferung wirkungsvoller Waffen an die Ukraine sich so einfallen lässt.

Das Fünkchen Hoffnung auf das Aufflammen einer stärkeren Anti-Putin-Bewegung nach dem Tod Nawalnys ist erloschen. Kräftig wirkte und wirkt dabei ausschließlich aus parteitaktischen Gründen die deutsche Fundamental-Opposition mit und ganz vorne dabei die CSU mit den Büchsenspannern Söder und Dobrindt an der Spitze.

Wolfgang L. weist völlig zu recht auf die deutsche Unsitte hin, wehrpolitische und -technische Fragen bis zum Überdruss in Medien und Talkshows öffentlich, kontrovers und detailreich breitzutreten.

Wie gesagt, mein Vertrauen in die Wirksamkeit von Art. 5 des NATO-Vertrages ist vor dem Hintergrund der innenpolitischen amerikanischen Verhältnisse nicht sehr groß. Allzu viel Anlass für Optimismus geben leider auch die innereuropäischen Verhältnisse nicht.

Putin-Freunde sind Wolfgang L. und ich genauso wenig wie Sie. Doch Hasardeure sind wir halt auch nicht.

06.03.2024

@ Georg Kr. >>Die Sorge nämlich dass unser nicht atomar bewaffnetes und deshalb aus eigener Kraft nicht zu einer wirkungsvollen Antwort auf einen russischen Angriff befähigte Deutschland in eine kriegerische Auseinandersetzung mit dem atomar hochgerüsteten Russland geraten könnte.<<

Wie stellen Sie sich einen russischen Angriff auf Deutschland vor? Welche Szenarien besorgen Sie?

Raimund Kamm

06.03.2024

Georg Kr., danke für die Interpretation meines Beitrags, Sie haben völlig korrekt wiedergegeben, was mich bewegt.

Herr Kamm, fehlt Ihnen wirklich die Phantasie sich vorzustellen, wie Putin unserem Land und seiner Bevölkerung massiv schaden könnte?

06.03.2024

VonWolfgang L. >>Herr Kamm, fehlt Ihnen wirklich die Phantasie sich vorzustellen, wie Putin unserem Land und seiner Bevölkerung massiv schaden könnte?<<

Sie weichen aus. Wie meinen Sie, wie uns Putin schaden würde oder auch könnte, wenn wir die Waffe Taurus der Ukraine zu ihrer Verteidigung zur Verfügung stellten?

Mit Raunen kann man so eine wichtige Frage nicht beantworten.

Raimund Kamm

06.03.2024

Es ist unbestritten, dass es für die Ukraine ein gewaltiger militärischer Erfolg wäre, wenn es ihnen gelänge, die Kertsch-Brücke zumindest für einige Monate unbefahrbar zu machen.
Ich frage mich nur, warum ausgerechnet Deutschland dies bewerkstelligen soll. Warum liefert nicht die militärische Supermacht USA die notwendigen Raketen? Wo bleiben eigentlich die versprochenen F-16 Kampfflugzeuge, die solche Waffen tragen könnten? Die USA müssen nicht befürchten, dass Putin sich an ihnen rächt, Deutschland muss das allerdings und Putin bereitet die Russen bereits darauf vor.

06.03.2024

VonWolfgang L. >>Es ist unbestritten, dass es für die Ukraine ein gewaltiger militärischer Erfolg wäre, wenn es ihnen gelänge, die Kertsch-Brücke zumindest für einige Monate unbefahrbar zu machen. Ich frage mich nur, warum ausgerechnet Deutschland dies bewerkstelligen soll.<<

Das würde die Ukraine machen. Übernehmen Sie bitte nicht Putins Propagandaparolen.

>>Die USA müssen nicht befürchten, dass Putin sich an ihnen rächt, Deutschland muss das allerdings und Putin bereitet die Russen bereits darauf vor.<<

Auch das ist Putinsprech. Wie würde sich denn Ihrer Meinung nach Putin an Deutschland wegen der Waffenlieferung rächen?

Raimund Kamm

06.03.2024

Raimund Kamm, es mag sein, dass Sie in dieser Sache anderer Meinung sind als ich. Unterlassen Sie aber bitte, mich persönlich zu diffamieren. Danke!

06.03.2024

@ Wolfgang L. >>Auch das ist Putinsprech. Wie würde sich denn Ihrer Meinung nach Putin an Deutschland wegen der Waffenlieferung rächen?<<

Das ist keine Diffamierung Ihrer Person sondern eine Bewertung Ihrer Aussage.

Raimund Kamm

06.03.2024

@Raimund Kamm zum Thema, die Krim-Brücke zum Einsturz bringen: „Das würde die Ukraine machen.“
Herr Kamm, im Audiomitschnitt hört sich das ganz anders an. Da erläutert nämlich einer der vier hohen Bundeswehr-Offiziere, welche Schwierigkeiten er bei diesem Vorhaben sieht:

„Ich würde das gerne nochmal schnell ergänzen wegen der Brücke, weil wir die uns intensiv angeguckt haben. Und die Brücke ist leider aufgrund ihrer Größe wie ein Flugplatz. Das heißt, es kann durchaus sein, dass ich dafür zehn oder zwanzig Flugkörper brauche. (…) Ja, und der Pfeiler, da machen wir unter Umständen nur ein Loch rein und dann stehen wir da.“

(Quelle: https://www.telepolis.de/features/Russischer-Lauschangriff-und-Taurus-Einsatz-Was-Medien-und-Politiker-uebersehen-9644405.html)

Helmut Eimiller

07.03.2024

Das können die Ukrainer selbst machen, aber denen ist ja nicht zu trauen, meinen doch Sie und das gleiche meint Scholz. Deutschland muss sich nicht fürchten, aber andere Länder, aber die interessieren ja nicht.

06.03.2024

Wozu brauchen wir Taurus ? Deutschland sollte sich auf das beschränken, was es wirklich kann: Fiedensdemos und Lichterketten. Dann kommt der Frieden von ganz alleine, und die Diktatoren dieser Welt werden sich aber auch sowas von schämen und umgehend abrüsten.

06.03.2024

"die Diktatoren dieser Welt werden sich aber auch sowas von schämen und umgehend abrüsten."

Sie sind mir aber einer - mit wem sollen unsere Tötungsgeräte-Produzenten dann noch Geschäfte machen. Mit diesen paar langweiligen kriegsmüden Demokratien, die das Geld lieber für Mütterrenten, Bauernsubventionen und Flüchtlinge raushauen?

06.03.2024

Wer sich die politischen Talksendungen, Bundestagsdebatten bei uns mal ansieht wie Politiker sich aufgebracht, direkt wütend äußern wenn keine Waffen in die Ukraine geliefert werden können. Dass in einem Krieg Waffen gebraucht werden steht außer Frage.. welches Land liefert sie ohne Kriegsbeteiligter zu werden.? Jeder Kanzler/In oder Präsident/In in Europa haben einen Eid geschworen, zu Wohle des Volkes zu handeln und sind erst mal ihrem Volk gegenüber verpflichtet. Ich denke das macht Helfen auch so schwer...
Ich muss mal eine ganz ehrliche Fragen stellen.. wie sieht ein Sieg der Ukraine über Russland eigentlich aus..? Stehen die Russen mit erhobenen Händen an der Grenze Russland bis ans Ende des russischen Reichs und ergeben sich und dann kommt Selenskyj mit Biden und sagt das gehört jetzt mir und meinem Freund Biden... oder wie soll es aussehen.?
Um Frieden geht es hier schon lange nicht mehr.. was auch allgemein nicht mehr zur Debatte steht.. nach dem weltweiten Aufrüsten, die Waffen müssen sich ja rentieren.. !

06.03.2024

Liefern reicht unserem Rüstungslobbyisten Söder offenbar nicht:

"Diese Waffe muss zum Einsatz kommen" tönt unser Gröspaz (Größter Spruchbeutel aller Zeiten):
Blut muss also fliessen und Köpfe müssen rollen.

So sind sie halt unsere Unionschristen . . .

06.03.2024

Man lese vielleicht bitte diesen Artikel:

https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/usa-selenskyj-hat-nie-darum-gebeten-dass-ausländische-truppen-für-die-ukraine-kämpfen/ar-BB1jo57A?ocid=nl_article_link

USA: Selenskyj hat nie darum gebeten, dass ausländische Truppen für die Ukraine kämpfen

>>Nach umstrittenen Aussagen von Frankreichs Staatschef Macron zur Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine haben nun die USA offiziell Stellung bezogen.<<

Das werden die "Ukraine-Gegner" bestimmt "nicht" so gerne lesen, was Sie in Ihren Beiträgen dem Ukrainischen Präsidenten immer gerne unterstellt haben, was aber "nicht" stimmt, Nein!

06.03.2024

Nachricht an Thomas K: Taurus ist bestimmt für den Verteidigungsfall des Landes im Rahmen des Nato Beistandspaktes oder unter UN Auftrag, aber nicht zum Export in Kriegsregionen mit der Gefahr der Eskalation wie im Fall Ukraine. Dazu auch interessant die letzte Umfrage in der die Mehrheit in DEU die Lieferung von Taurus Flugkörpern an die UA ablehnt. Scholz macht das schon richtig trotz der ständigen Aufrufe zur unbedingten grenzenlosen Unterstützung der Kiewer Führung.

06.03.2024

Man möchte ja fast hoffen, dass der Krieg in der Ukraine noch etwas dauert, damit man sehen kann, wie CDU und CSU, allen voran Generalfeldmarschall Söder, in den Wahlkampf gehen mit Forderungen nach einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Russland. :)))

06.03.2024

@Wolfgang L.
Wenn Söder als Gladiator Bavaricus mit dem Streitwagen gen Russland ziehen würde, dann könnte er ein paar Passagiere aus dem Forum mitnehmen, die ebenfalls ganz gierig danach sind, Putin mal zu zeigen, wo der Hammer hängt :-)))

06.03.2024

Für was oder wen wird das Ding eigentlich produziert wenn es niemand einsetzen will oder darf?
Das Herr Söder hier natürlich am Umsatz und den Arbeitsplätzen interessiert ist, ist klar.

06.03.2024

Ähnliches hat Trump auch mal gefragt:
Wozu haben wir eigentlich Atomwaffen wenn wir sie nicht einsetzen?