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  3. Wirecard Prozess: Wann wird der Wirecard-Skandal verhandelt?

Wirecard-Skandal
03.08.2022

Wann steigt der Wirecard-Prozess?

Der frühere Wirecard-Chef Markus Braun wird sich wohl bald vor Gericht verantworten müssen.
Foto: Fabrizio Bensch/Reuters Images Europe, dpa (Archivbild)

Der Fall Wirecard stellt einen der größten Finanzskandale überhaupt dar. Nun soll drei mutmaßlichen Protagonisten der Prozess gemacht werden. Doch wann beginnt der Wirecard-Prozess?

In den letzten Monaten ist es ruhiger um den größten Finanzskandal der letzten Jahre – und einen der größten Finanzskandale in Deutschland überhaupt – geworden. Wenn das Wort "Wirecard" fällt, dann dürften aber sehr viele Menschen hellhörig werden. Bis zur Insolvenz war der deutsche Finanzdienstleister und Finanzabwickler ein börsennotiertes Unternehmen mit Sitz in Aschheim. Dann brach ab dem 25. Juni 2020 ein Kartenhaus in sich zusammen, wie es in der Welt der Finanzen beispiellos ist. In den Bilanzen "fehlten" 1,9 Milliarden Euro, die es nach heutigem Ermittlungsstand wohl nie gegeben hat.

Wirecard stürzte damit nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ins Unglück, sondern auch zehntausende Aktionärinnen und Aktionäre, die insgesamt mehr als 20 Milliarden Euro verloren. Auch deswegen wird der Wirecard-Prozess von vielen Menschen mit Spannung erwartet.

Wann beginnt der Wirecard-Prozess?

Der Wirecard-Finanzskandal ist nun bereits über zwei Jahre her. Nach Ermittlungen, welche um die halbe Welt führten, hat die Staatsanwaltschaft München I mittlerweile Anklage gegen drei der Protagonisten im Fall Wirecard erhoben. Es soll also zu einem Prozess kommen, die vierte Strafkammer des Landgerichts München I muss die Anklage allerdings noch zulassen.

Video: dpa Exklusiv

Geplant ist der Beginn eines Prozesses für den Herbst 2022. Wenn ein solcher angesetzt wird, dann könnte es sich um ein jahrelanges Verfahren handeln. Die Ermittlungsbehörde listet in ihrer Anklageschrift 474 Seiten auf, auf denen alle Anschuldigungen gegen die Beschuldigten zusammengetragen sind.

Wer wird beim Wirecard-Prozess angeklagt?

Im Wirecard-Prozess würde sich fast alles um Markus Braun drehen. Er ist der frühere Vorstandschef von Wirecard. Der Österreicher sitzt seit mittlerweile über zwei Jahren in Augsburg-Gablingen in einem der modernsten Gefängnisse Bayerns. Die Untersuchungshaft wurde zuletzt verlängert, was zeigt, dass die Vorwürfe gegen den Ex-Manager schwer wiegen. Eine derart lange Untersuchungshaft kann nur angeordnet werden, wenn die zu erwartende Gefängnisstrafe bei einer Verurteilung hoch ist.

Die Staatsanwaltschaft sieht in Braun einen Hauptverantwortlichen für einen der größten Wirtschaftsskandale, die es in Deutschland je gegeben hat. Der 53-Jährige weist alle Vorwürfe zurück und sieht sich als Opfer in dem Finanzskandal um Wirecard. Er beschuldigt vor allem den ehemaligen Wirecard-Vorstand Jan Marsalek. Brauns Landsmann hätte die Staatsanwaltschaft ohne Zweifel ebenfalls gerne angeklagt, Marsalek ist aber seit dem Zusammenbruch des Kartenhauses von Wirecard flüchtig.

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Neben Braun wird ein früherer Finanzmanager angeklagt, der ebenfalls alle Vorwürfe von sich weist. Es handelt sich um Stephan von Erffa, den früheren Chef der Buchhaltung. Spannender ist aber die Rolle des dritten Angeklagten: Oliver B. stellt den Kronzeugen der Staatsanwaltschaft dar. Er war Statthalter des Unternehmens in Dubai gewesen und hatte so etwas wie den Fälschungsbeauftragten des Unternehmens dargestellt. Immer wieder, wenn der Konzern drohte aufzufliegen, soll er eine schnelle Lösung gefunden haben. Heute muss man sagen: fast immer. Oliver B. belastet Braun schwer und erhofft sich als Kronzeuge Strafmilderung.

Wirecard-Skandal: Wo ist Jan Marsalek?

Marsalek könnte der Kopf hinter dem Betrug von Wirecard gewesen sein, das behauptet in jedem Fall Braun. Der Österreicher ist seit Juni 2020 auf der Flucht. Von seinem Heimatland aus flog er in die belarussische Hauptstadt Minsk, das haben investigative Recherchen, unter anderem von der Süddeutschen Zeitung, ergeben. Dort verliert sich allerdings die Spur von Marsalek.

Der frühere Wirecard-Manager Jan Marsalek ist untergetaucht.
Foto: Daniel Bockwoldt, dpa (Archivbild)

Im SZ-Podcast "Wirecard: 1,9 Milliarden Lügen" deckten Journalisten der Zeitung auf, dass sich der 42-Jährige vermutlich in Russland aufhält. Schon zuvor war es naheliegend, dass Marsalek nach Russland floh, da er offenbar Verbindungen zum russischen Geheimdienst unterhält. Viele, die sich mit dem Wirecard-Skandal näher beschäftigt haben, sind der Meinung, dass dieser nur durch Marsalek selbst vollends aufgeklärt werden könnte. Dass er im Wirecard-Prozess aussagen wird, dürfte ausgeschlossen sein. Dazu müsste er sich wohl selbst stellen.

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