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US-Studie

07.11.2012

Aktive Dicke haben höhere Lebenserwartung als träge Dünne

Selbst leichte Bewegung verlängert das Leben: Bewegung lässt leicht Fettleibige im Schnitt länger leben als normalgewichtige und völlig inaktive Menschen (Symbolbild).
Bild: dpa

Neue Untersuchung aus den Vereinigten Staaten: Bewegung lässt leicht Fettleibige im Schnitt länger leben als normalgewichtige und völlig inaktive Menschen.

Das ist das Ergebnis einer Studie, für die skandinavische und US-Forscher Daten aus sechs Untersuchungen mit mehr als 650.000 Teilnehmern im Alter von 21 bis 90 Jahren analysiert haben. Die Wissenschaftler unterstreichen darin den positiven Effekt selbst von leichter körperlicher Betätigung. Wer beispielsweise wöchentlich rund 75 Minuten zügig gehe, steigere seine Lebenserwartung im Schnitt um 1,8 Jahre, heißt es im Fachjournal "PLoS Medicine".

Selbst leichte Bewegung verlängert das Leben

Das Team um Steven Moore vom Nationalen Krebsinstitut in Bethesda (US-Staat Maryland) nutzte als Kriterium für Fettleibigkeit den sogenannten Body Mass Index (BMI), der das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße setzt. Wer einen BMI von 25 oder höher hat, gilt nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation WHO als übergewichtig, bei einem BMI ab 30 als fettleibig.

Menschen, die zwar Normalgewicht hatten (BMI 18,5 bis 24,9), sich aber kaum bewegten, starben im Schnitt 3,1 Jahre früher als aktive Dicke (BMI 30 bis 34,9). Den extremsten Unterschied an Lebensjahren machten die Forscher zwischen fettleibigen (BMI über 30) inaktiven und regen schlanken Teilnehmern aus: Hier starben die Dicken durchschnittlich ganze 7,2 Jahre früher. Das Team bezog in der Studie nur Todesfälle ab einem Alter von 40 Jahren mit ein.

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Studie: "Die sitzende Lebensweise ist ein echter Risikofaktor"

Unfälle oder schwere Krankheiten bei Jüngeren spielten also keine Rolle. "Diese Ergebnisse könnten helfen, derzeit inaktive Menschen zu überzeugen, dass schon mäßige körperliche Aktivität sich positiv auf die Gesundheit auswirken kann - sogar wenn diese nicht zum Gewichtsverlust führt", schreiben die Forscher. Dazu zählten die Wissenschaftler beispielsweise regelmäßige Gartenarbeit und zügiges Spazierengehen.

"Die sitzende Lebensweise ist ein echter Risikofaktor", meint auch Professor Ingo Froböse, Sportwissenschaftler an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Inaktivität sei mittlerweile ein großes Problem rund um den Globus. "Laut aktuellen WHO-Zahlen haben wir pro Jahr 3,2 Millionen Tote durch körperliche Inaktivität." Die Ergebnisse zeigten nach Meinung der Forscher zwar, dass Bewegung im Alltag besonders wichtig ist - wirklich gesund sei aber nur eine Kombination aus Fitness und normalem Gewicht. (dpa, AZ)

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