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Amerika
09.08.2016

Lungenembolie am Steuer: Teslas Autopilot fährt Mann in Klinik

Ein Mann hat am Steuer eines Tesla-Autos eine Lungenembolie erlitten. Das Auto fuhr ihn per Autopilot zur nächsten Klinik.
Foto: Jan Woitas/dpa (Symbolbild)

Ein Amerikaner erleidet am Steuer eines Tesla-Autos eine Lungenembolie. Das Auto fährt ihn per Autopiloten zur nächsten Klinik. Wurde ihm so das Leben gerettet?

Der Tesla Autopilot hat einem Mann in Amerika vielleicht das Leben gerettet. Wie das US-Magazin Slate berichtete, hat der Autopilot einen 37-Jährigen in ein Krankenhaus gefahren, nachdem er am Steuer eine Lungenembolie erlitt.

37-Jähriger mit Lungenembolie wird von Tesla-Auto in Klinik gefahren

Wie es dazu kam: Joashua Neally aus Missouri verließ die Arbeit und stieg in sein Auto. 45 Minuten Fahrt lagen vor ihm bis nach Hause. Er fuhr auf den Highway auf und startete dort den Autopiloten. In diesem Modus kann das Auto selbst bremsen, beschleunigen und steuern. Plötzlich zog sich etwas in Neallys Bauch zusammen und fing an zu schmerzen. Im Gespräch mit dem Slate-Magazin sagte Neally, dass der Schmerz dann in seine Brust hinaufwanderte.

Neally stellte daraufhin den eingeschalteten Autopiloten auf die nächstgelegene Klinik ein. An das meiste, was danach passierte, erinnert sich der Amerikaner nicht mehr. Aber offenbar steuerte ihn der Autopilot rund 32 Kilometer bis zur Klinik. Dort parkte der 37-Jährige das Auto noch selbst ein und meldete sich bei der Notaufnahme. Nach der Untersuchung erfuhr er, dass er eine Lungenembolie erlitten habe. Die Ärzte sagten ihm, dass er von Glück reden konnte, die Embolie überlebt zu haben. Noch in der Nacht konnte er die Klinik verlassen, heißt es in dem Slate-Bericht.

Hat der Autopilot dem Mann das Leben gerettet?

Ob das auch an dem Autopiloten liegt, ist unklar. Neally selbst sagt, dass es vermutlich klüger gewesen wäre, an den Rand zu fahren und einen Krankenwagen zu rufen. Er habe aber gedacht, dass er mit seinem Auto schneller am Krankenhaus sei. Bei einer Lungenembolie ist Zeit ein kritischer Faktor. Zudem fragt Neally sich, ob er ohne den Autopiloten vielleicht die Kontrolle über das Auto verloren hätte. Seiner Meinung nach sei es ein Glück gewesen, dass er einen Tesla mit Autopiloten gefahren sei.

Die Geschichte von Neally ist eine gute Nachricht für den Autobauer Tesla. Wochenlang gab es hauptsächlich Schlechtes zu lesen. Vor allem ein Unfall mit Todesfolge, bei dem ein Autopilot in einen Lkw steuerte, sorgte für Aufregung und entfachte erneut die Diskussion, wie sinnvoll Autopiloten sind. cch

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