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Analsex
28.05.2016

Anorektale Fehlbildung: Schwanger werden durch Analverkehr

Schwanger durch Analverkehr? Aufgrund einer anorektalen Fehlbildung war das für eine junge Frau möglich.
Foto: Symbolbild: Felix Heyder (dpa)

Durch Analsex schwanger werden, ist im Normalfall nicht möglich. Doch es gibt Ausnahmen - wie jetzt bei einer Amerikanerin.

Schwanger durch Analverkehr? Bei einer Amerikanerin ist das passiert. Dr. Brian Steixner, heute Urologe der Jersey Urology Group in Atlantic City, wurde in einer Notaufnahme mit demungewöhnlichen Fall konfrontiert: Eine junge, schwangere Frau kam mit Schmierblutungen in die Notaufnahme. Das ist für Schwangerschaften normal. Allerdings nicht, wenn die Schmierblutungen vom Rektum kommen. Das Magazin "Women's Health" berichtete bereits vor einem Jahr von diesem ungewöhnlichen Fall.

Anorektale Fehlbildung ist für Schwangerschaft durch Analverkehr verantwortlich

Im Behandlungsgespräch mit der jungen Frau betonte diese, dass sie vor ihrer Schwangerschaft ausschließlich Analverkehr gehabt hätte. Dr. Steixner stellte im Verlauf der Untersuchung fest, dass die Patientin tatsächlich durch Analverkehr schwanger geworden war. Das kann allerdings nicht jeder Frau passieren. In diesem Fall war es möglich - aber nur, weil die Schwangere selbst mit einer anorektalen Fehlbildung geboren wurde.

Eine anorektale Fehlbildung ist angeboren. Vereinfacht gesagt handelt es sich um eine Entwicklungsstörung des Enddarms, die dazu führt, dass Mädchen nicht mit Vagina, Rektum und Harnröhre geboren werden, sondern dass diese miteinander verbunden sind. Eine sogenannte Kloake mit nur einer gemeinsamen Öffnung von Rektum und Harnröhre wird direkt nach der Geburt operativ behandelt. Doch selbst dann wachsen die meisten Betroffenen mit Problemen auf.

Wie kann man durch Analsex schwanger werden?

Bei Dr. Steixners Patientin war bei der Operation offenbar nicht alles nach Plan abgelaufen. Ihr Körper bildete eine sogenannte Fistel, die Uterus und Rektum verband. So konnte sie durch Analverkehr schwanger werden: Nicht ihre Vagina war mit dem Uterus verbunden, sondern ihr After. Aufgrund dieser ungewöhnlichen Situation wurde das Kind schließlich gesund mittels eines Kaiserschnitts auf die Welt gebracht. sh

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