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FSME und Borreliose

01.06.2012

Angriff der Zecken: Das müssen Sie wissen

Mit den wärmeren Temperaturen lauern wieder Zecken in Wald, Gebüsch und Gras auf ihre Opfer. Gefährlich für den Menschen sind sie als Krankheitsüberträger von FSME und Borreliose. Foto: Patrick Pleul
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Angriff der Zecken: Das müssen Sie wissen - In Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Fälle der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gemeldet worden.
Bild: dpa

Die Zecken-Saison hat begonnen: Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zu den kleinen Blutsaugern, die FSME und Borreliose übertragen können.

Angriff der Zecken : Das müssen Sie wissen - In Deutschland sind im vergangenen Jahr deutlich mehr Fälle der sogenannten Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) gemeldet worden. FSME ist eine virusbedingte Hirnhauterkrankung und kann durch einen Zeckenbiss übertragen werden. Eine Vorsorgeimpfung kann laut Robert-Koch-Institut (RKI) vor der Infektion schützen.

Wie häufig ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis?

Laut RKI wurden 2011 in Deutschland insgesamt 423 Fälle der virusbedingten Hirnhaut- oder Gehirnentzündung gemeldet. Das waren rund 160 Fälle mehr als im Jahr davor. Der Name täuscht übrigens: FSME kommt keineswegs nur im Frühsommer vor.

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Zecken: Impfung in drei Einzeldosen

Wie hoch ist das Risiko einer Erkrankung?

Als FSME-Risikogebiete gelten vor allem Baden-Württemberg und Bayern, aber auch Teile Thüringens und einzelne Landkreise in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Experten schätzen, dass in Risikogebieten etwa zwei Prozent der Zecken mit FSME befallen sind. Jede dritte Infektion führt beim Menschen demnach zur Erkrankung.

Wie kann ich mich schützen?

Ein längerer Schutz wird durch eine aus drei Einzeldosen bestehenden Impfung erreicht, die dann alle drei bis fünf Jahre aufzufrischen ist.

Wer sollte sich vorsorglich impfen lassen?

Eine Impfung gegen FSME wird denjenigen empfohlen, die sich in den Risikogebieten aufhalten - und sei es nur im Urlaub. Die Gesundheitsbehörden in Baden-Württemberg empfehlen die Impfung sogar flächendeckend ab dem ersten Lebensjahr. Auch vor Reisen ins Ausland kann eine FSME-Impfung ratsam sein. Nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts gibt es Zecken mit FSME-Erregern in 27 europäischen Ländern.

Zecken: Wo greifen sie an?

Wo greifen die Zecken an?

Die Blutsauger lauern in Wäldern und Parks, aber auch im heimischen Garten auf Gräsern, Farnen oder Sträuchern. Von dort aus gelangen sie zu vorbeilaufenden Tieren oder Menschen und beißen sich an weichen Hautpartien wie Kniekehlen, unter den Armen und am Haaransatz fest. Mit Hilfe ihres mit Widerhaken versehenen, stachelartigen Mundwerkzeugs bohren sie sich in die Haut, um Blut zu saugen. Dabei kann es zur Übertragung gefährlicher Krankheitserreger kommen.

Zecken: Was übertragen sie?

Können Zecken auch noch andere Erkrankungen übertragen?

Am häufigsten wird die von Bakterien verursachte Lyme-Borreliose übertragen, die Nervensysteme und Gelenke schädigen kann und an der jedes Jahr schätzungsweise mehr als 60.000 Menschen in Deutschland neu erkranken. Auch nach Jahren können noch Spätfolgen der Borreliose auftreten. Die Erreger werden in der Regel aber erst übertragen, wenn die Zecke bereits einige Stunden Blut gesaugt hat. Eine Schutzimpfung dagegen gibt es nicht.

Wie kann man sich noch schützen?

Spaziergänger sollten in Wald, Feld und Wiese lange Kleidung und feste Schuhe tragen. Über die Hosenbeine gestülpte Strümpfe erschweren den Zecken die Suche nach nackter Haut. Wer einen Ausflug ins Freie unternommen hat, sollte anschließend seinen Körper gründlich absuchen - und die Zecke möglichst schnell, am besten mit einer Pinzette oder einer speziellen Zeckenzange herausdrehen.

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Kleine Zecken - große Gefahr
Bild: Fotolia
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