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COPD-Risiko
15.03.2016

Lungenerkrankungen: Wie rauchende Mütter ihren Kindern schaden

Wer mit einer stark rauchenden Mutter aufwächst, ist anfälliger für Lungenerkrankungen. Forscher aus Melbourne haben das zum COPD-Risiko herausgefunden.
Foto: Christoph Schmidt (dpa)

Rauchen schadet der Gesundheit - auch bei Passivrauchern. Wie stark rauchende Mütter das Risiko ihrer Kinder für eine chronische Lungenerkrankung erhöhen, zeigt eine Studie.

Wie ungesund Rauchen ist, zeigen Studien immer wieder. Eltern sollten ihre Kinder deshalb nicht dem Qualm aussetzen. Forscher der University of Melbourne haben nun heraufgefunden, dass stark rauchende Mütter die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass ihr Kind später eine chronische Lungenerkrankung entwickelt. Das Risiko soll im schlimmsten Fall sogar um das Dreifache steigen, heißt es. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift "Respirology".

Höheres COPD-Risiko bei stark rauchender Mutter

Rauchen Mütter mehr als 20 Zigaretten am Tag, so können bei den Kindern später chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen, kurz COPD, auftreten, sagen die Wissenschaftler. COPD ist eine progressive Krankheit, die das Atmen erschwert. Das Rauchen von Zigaretten ist der häufigste Grund, warum Menschen daran erkranken. Forscher warnen, dass auch Passivraucher betroffen sein können.

Rund 6000 Teilnehmer hatte die Studie zum COPD-Risiko. Sie begann bereits 1968, 2004 wurde erneut eine Datenerhebung durchgeführt. Fast 40 Prozent der Probanden lebte mit einer rauchenden Mutter zusammen und 17 Prozent berichteten, dass ihre Mutter eine starke Raucherin war. Rund zwei Drittel der Teilnehmer hatte bereits Erfahrungen mit einer Asthma-Erkrankung. Vier von zehn Probanden gaben an, dass sie nie selber geraucht hatten. Die Teilnehmer unterzogen sich einem Lungenfunktionstest zwischen 2007 und 2008, heißt es.

Wer mit einer stark rauchenden Mutter aufwuchs, war dreifach anfälliger für Beeinträchtigungen der Lunge, die mit einer COPD-Erkrankung verbunden ist. Die Kinder von moderaten Rauchern, die weniger als zwanzig Zigaretten am Tag rauchten, hatten den Forschern zufolge ein geringeres Risiko, eine solche Krankheit zu entwickeln. AZ

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