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Drogenpolitik

25.05.2015

Cannabis freigeben? Das spricht dafür, das dagegen

In Cannabis sind 66 bekannte Substanzen enthalten. Wissenschaftler nennen sie Cannabinoide.
Bild: Oliver Berg (dpa)

Derzeit wird die kontrollierte Freigabe von Cannabis heiß diskutiert. Aber welche Gefahren birgt Cannabis eigentlich? Und gibt es positive Effekte?

Welche Stoffe sind in Cannabis enthalten?

In Cannabis sind 66 bekannte Substanzen enthalten. Wissenschaftler nennen sie Cannabinoide. Der wichtigste und auch berauschende Stoff ist Tetrahydrocannabinol (THC). THC sorgt für euphorisierende und benebelnde Zustände, so heilpraxisnet.de. Cannabidiol (CBD) ist ein anderer Stoff und wirkt antipsychotisch.

Wie wirkt Cannabis auf den Menschen?

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„Die Droge erzeugt gute Laune bis hin zu Euphorie, kann aber auch in großen Mengen zu Gleichgültigkeit oder zu Angstzuständen führen“, sagt der Suchtexperte Benedikt Bloching vom Klinikum Stuttgart gegenüber heilpraxisnet.de.

Hat der Konsum von Cannabis positive Effekte?

Ein maßvoller Konsum von Cannabis kann positive Effekte haben: Rezeptoren, die sich an die Wirkstoffe binden können, sitzen auch an den Orten im Gehirn, wo Empfindungen wie Angst, Schmerz oder Stress erzeugt werden. Diese Gefühle können mit der Hilfe von Cannabis gemindert werden. Auch kann sich der Konsum von Cannabis antientzündlich auf Lunge und Darm auswirken.

Welche Gefahren birgt der Konsum von Cannabis?

Cannabis erschwert das Lernen, da Rezeptoren im Körper besetzt sind, was die Aufnahme neuer Informationen erschwert. Dauerkonsumenten sind daher häufig "vergesslich".  Solche Beeinträchtigungen können sich bei einem regelmäßigen Langzeitkonsum etwa vier Wochen andauern, so Bloching. AZ

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