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Nobelpreise 2019

09.10.2019

Chemie-Nobelpreis für Erfinder der Lithium-Ionen-Batterie

Vor sechs Jahren überreichte US-Präsident Barack Obama (rechts) dem Materialwissenschaftler John Goodenough von der University of Texas die National Medal of Science. Nun hat Goodenough den Nobelpreis für Chemie erhalten, zusammen mit Stanley Whittingham (Großbritannien) und Akira Yoshino (Japan).
Bild: Charles Dharapak, AP/dpa

Die diesjährigen Nobelpreisträger für Medizin und Physik stehen bereits fest. Nun hat die Jury auch die Preisträger für Chemie bekanntgegeben.

Der Nobelpreis für Chemie geht in diesem Jahr an den in Jena geborenen US-Amerikaner John Goodenough, den in Großbritannien geborenen Stanley Whittingham und den Japaner Akira Yoshino für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch in Stockholm mit. Die leichten, wiederaufladbaren und starken Batterien würden in zahlreichen Produkten wie Mobiltelefonen, Laptops und Elektro-Fahrzeugen eingesetzt. 

Sie können große Mengen an Solar- und Windenergie speichern und machen so eine Welt frei von fossilen Kraftstoffen möglich, wie es weiter hieß. Der 1922 geborene Goodenough sei der älteste Nobelpreisträger überhaupt.

Die renommierteste Auszeichnung für Chemiker ist derzeit mit umgerechnet rund 830.000 Euro (9 Millionen Schwedischen Kronen) dotiert. Die feierliche Übergabe der Preise findet traditionsgemäß am 10. Dezember statt, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel. 

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Bisher erhielten fünf Frauen den Chemie-Nobelpreis

Seit 1901 wurde der Chemie-Nobelpreis an 180 verschiedene Forscher vergeben. Einer von ihnen, der Brite Frederick Sanger, erhielt ihn zweimal. Unter den Preisträgern waren bislang fünf Frauen, etwa Marie Curie 1911, die die radioaktiven Elemente Polonium und Radium entdeckte und erst im vergangenen Jahr die US-amerikanische Enzymforscherin Frances Arnold. 

Am Montag war der Nobelpreis für Medizin Gregg Semenza (USA), William Kaelin (USA) und Peter Ratcliffe (Großbritannien) zuerkannt worden. Sie hatten gezeigt, wie Zellen den Sauerstoffgehalt in ihrer Umgebung wahrnehmen und auf Veränderungen reagieren. 

Am Dienstag wurde eine Hälfte des Physik-Nobelpreises den Schweizer Astronomen Michel Mayor (77) und Didier Queloz (53) zugesprochen. Sie hatten den ersten Exoplaneten entdeckt, der einen sonnenähnlichen Stern umkreist. Die andere Hälfte erhält der kanadisch-amerikanische Kosmologe James Peebles (84) für grundlegende Erkenntnisse zum Universum.

Am Donnerstag wird Literatur-Nobelpreisträger bekannt gegeben

Am Donnerstag folgt die Bekanntgabe der diesjährigen Literaturnobelpreisträger. In diesem Jahr werden zwei Autoren geehrt, da der Preis 2018 nach einem Skandal im Jurygremium nicht vergeben worden war. Am Freitag wird der Friedensnobelpreisträger benannt. 

Im vergangenen Jahr hatten neben der Enzymforscherin Frances Arnold auch George Smith (ebenfalls USA) und der Brite Gregory Winter den Nobelpreis für Chemie erhalten. Mit der Evolution als Vorbild hatten die Proteinforscher Möglichkeiten für eine umweltfreundlichere Herstellung von Arznei- und Biokraftstoffen geschaffen. (dpa)

Eine Übersicht über alle diesjährigen Nobelpreisträger finden Sie hier.

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