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Gesteinsproben holen

17.11.2020

China will zum Mond starten

Eine Trägerrakete vom Typ «Langer Marsch 5» wird zum Startplatz im Kosmodrom Wenchang gebracht. Der Start der Trägerrakete ist nach Angaben der Nationalen Raumfahrtbehörde Chinas für Ende November geplant.
Bild: -/XinHua/dpa

China hegt einen ambitionierten Plan, der die Nation in eine Liga mit den Weltraumnationen USA und Russland hieven sollte. Es geht um Gesteinsproben vom Mond

China bereitet einen Flug zum Mond vor, bei dem ein Modul landen und mit Gesteinsproben wieder zur Erde gebracht werden soll.

Eine Rakete vom Typ "Langer Marsch 5" wurde auf die Startrampe des Raumfahrtbahnhofes in Wenchang auf der südchinesischen Insel Hainan gebracht, wie chinesische Staatsmedien berichteten. Bei einer erfolgreichen Rückkehr mit Proben wäre China nach den USA und der Sowjetunion in den 60er und 70er Jahren erst die dritte Raumfahrtnation, der ein solches Vorhaben gelingt.

Der Start des nach der chinesischen Mondgöttin "Chang'e 5" benannten Raumfahrzeugs wird von US-Experten am kommenden Dienstag erwartet, ist aber offiziell nur für "Ende November" angekündigt. Es wird eine der kompliziertesten Missionen, die Chinas Raumfahrt bisher unternommen hat: Erstmals würde ein chinesisches Landegerät wieder vom Mond starten, Gesteinsproben mitnehmen und ein unbemanntes Docking-Manöver im Orbit des Erdtrabanten vornehmen, bevor das Raumschiff mit hoher Geschwindigkeit wieder zur Erde zurückfliegt.

Nachdem eine solche Rakete im Juli die Marssonde "Tianwen-1" auf den Weg gebracht hatte, wäre es der zweite reguläre Einsatz des leistungsstarken, mehr als 800 Tonnen schweren Typs "Langer Marsch 5". Anfangs gab es Probleme mit der Rakete, die zu einer Verschiebung der Mondmission um drei Jahre geführt hatten.

© dpa-infocom, dpa:201117-99-362274/3 (dpa)

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