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Cholesterin
25.11.2015

US-Experten geben Entwarnung bei Cholesterin

In einem etwa 300 Gramm schweren Steak sind etwa 300 Milligramm Cholesterin enthalten.
Foto: Symbolbild: Malte Christians (dpa)

Lange hieß es, zu viel Cholesterin sei schädlich und erhöhe das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Doch inzwischen geben Forscher vorsichtig Entwarnung.

Gesundheitsrisiko Cholesterin? Bislang wurde davon ausgegangen, dass der Verzehr stark cholesterinhaltiger Lebensmittel das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhöhe.

Inzwischen aber geben US-Experten Entwarnung: Sie schätzen Cholesterin in Lebensmitteln nicht mehr als Gefahr für die menschliche Gesundheit ein. Künftig soll in den offiziellen Ernährungsratschlägen des Landes nicht mehr vor Lebensmitteln mit hohem Cholesteringehalt gewarnt werden.

Vorliegende Erkenntnisse ließen "keinen nennenswerten Zusammenhang zwischen dem Cholesterin in Lebensmitteln und dem Cholesterinspiegel" im Blut erkennen, erklärte das US-Landwirtschaftsministerium bereits im Frühjahr dazu.

Bislang steht in den Ernährungsratschlägen die Empfehlung, täglich nicht mehr als 300 Milligramm Cholesterin zu sich zu nehmen. Das entspricht in etwa dem Gehalt von gut hundert Gramm Butter oder zwei kleinen Eiern oder einem 300 Gramm schweren Steak.

Experten raten zu mehr Obst und Gemüse

Ein Problem bei bestimmten Lebensmitteln dürfte allerdings sein, dass stark cholesterinhaltige Produkte oft auch viele gesättigte Fettsäuren enthalten - vor deren übermäßigem Konsum soll wiederum noch eindringlicher gewarnt werden. Bislang wurde empfohlen, dass nicht mehr als zehn Prozent der täglich verzehrten Kalorien gesättigte Fettsäuren sein sollten. Der Wert soll nun auf acht Prozent gesenkt werden.

Bei einer durchschnittlichen Aufnahme von 2000 Kalorien am Tag würde dies bedeuten, dass hinsichtlich der gesättigten Fettsäuren bereits nach geringen Mengen Butter oder einem 200-Gramm-Steak Schluss wäre. Der Verzehr von einem Dutzend Eier pro Tag schadet nach dieser Rechnung nicht. Generell machen die Experten den US-Bürgern aber einen anderen Vorschlag. Dieser lautet schlicht, mehr Obst und Gemüse zu essen. afp/AZ

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