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Schlaf

15.01.2019

DAK-Studie: Schüler in Deutschland schlafen zu wenig

Viele Schüler in Deutschland leiden laut einer Studie unter Schlafmangel.
Bild: Marius Becker, dpa (Symbolbild)

Deutsche Schüler schlafen laut einer Studie zu wenig. Dieser Schlafmangel verstärke Stress und könne ernsthafte Probleme verursachen.

Schüler in Deutschland schlafen einer repräsentativen Umfrage zufolge zu wenig. Die Hälfte der Schüler fühlt sich dadurch tagsüber erschöpft und klagt über Müdigkeit, wie aus dem Präventionsradar 2018 der DAK-Gesundheit hervorgeht. Auch infolge des Schlafmangels leiden Schüler zudem verstärkt unter Stress.

Je weniger Schlaf die Befragten bekommen, desto mehr fühlen sie sich gestresst, lautet ein Ergebnis der Befragung. Für die repräsentative Studie,  die die Krankenkasse mit dem Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) aus Kiel durchgeführt hat, wurden fast 9300 Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn in sechs Bundesländern befragt. 

Lange Bildschirm-Zeiten können zu Schlafmangel führen

Eine Erklärung für den Schlafmangel ist den Angaben zufolge die zunehmende Nutzung von Bildschirm-Geräten. Studienleiter Prof. Reiner Hanewinkel vom IFT-Nord sagte, dass die Daten eindeutig einen Zusammenhang von Schlafmangel und langen Bildschirm-Zeiten belegten. So schliefen Jungen und Mädchen, die angaben, mehr als vier Stunden täglich vor Bildschirmen zu verbringen, im Mittel deutlich weniger (7,3 Stunden) als diejenigen, die weniger als eine Stunde am Tag Smartphone, Tablet und ähnliche Geräte nutzten (8,9 Stunden). Dieser Unterschied war demnach über alle Jahrgangsstufen hinweg festzustellen. 

Den Angaben zufolge schlafen insbesondere ältere Schüler zu wenig: Neunt- und Zehntklässler berichten von im Durchschnitt nur rund sieben Stunden Schlaf pro Nacht. Das sei ein Fünftel oder 120 Minuten weniger als von Experten für diese Altersgruppe empfohlen, teilte die Krankenkasse mit. Der Vorstandsvorsitzende der Krankenkasse, Andreas Storm, warnte davor, Schlafmangel und Schlafstörungen zu unterschätzen. Sie könnten ernsthafte Probleme verursachen. (dpa)

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