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Tropenkrankheit Malaria

28.04.2015

Der erste Impfstoff gegen Malaria bietet keinen vollständigen Schutz

Ebola hat Malaria zuletzt aus dem Rampenlicht verdrängt. Doch der Biss der Anopheles-Mücke kommt vor allem in Afrika weiterhin oft einem Todesurteil gleich.
Bild: Stephen Morrison (dpa)

Forscher haben zum ersten Mal einen Impfstoff entwickelt, der vor Malaria schützen kann. Doch auch "RTS,S" bietet keinen vollständigen Schutz, sondern höchstens zu 36 Prozent.

Von einem vollständigen Schutz vor Malaria träumen viele Hilfsorganisationen und Gesundheitseinrichtungen. Denn die gefährliche Tropenkrankheit kostet Millionen Menschen in Afrika das Leben, die meisten der Opfer sind kleine Kinder. Sie sind besonders gefährdet, weil sie selbst - anders als ältere Kinder und Erwachsene - noch keinerlei natürliche Resistenz gegen Malaria entwickelt haben.

Malaria-Impfstoff "RTS,S" wird von WHO überprüft

In einer vierjährigen Feldstudie wurde der Impfstoff gegen Malaria an rund 15.500 Säuglingen und Kleinkindern getestet. Je nach Alter der Kinder lag der Impfschutz bei 26 und 36 Prozent. Obwohl das eine niedrige Rate zu sein scheint, muss bedacht werden, dass "RTS,S" der erste Impfstoff ist, der Malaria überhaupt wirksam eindämmen kann. Die Forschung auf diesem Gebiet ist ohnehin noch nicht abgeschlossen.

Die Hoffnung steigt auch aufgrund eines weiteren Tests mit dem Malaria-Impfstoff: Säuglinge und Kleinkinder, die mehrmals geimpft worden waren, erkrankten deutlich seltener als Kinder mit selteneren Impfungen. Insgesamt ist "RTS,S" gut angenommen worden, es gab kaum Nebenwirkungen. Derzeit prüfen die Weltgesundheitsorganisation WHO und die Europäische Arzneimittel-Agentur das Mittel. Der Impfstoff gegen Malaria könnte bereits dieses Jahr zugelassen werden. dpa/sh

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