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Die Hersteller
29.01.2021

Diese Corona-Impfstoffe machen Hoffnung

Fläschen mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer stehen in einem Kühlschrank im Hamburger Impfzentrum.
Foto: Christian Charisius/dpa

Im Corona-Lockdown vermehren sich die Hoffnungen auf einen Impfschutz. Davon gibt es inzwischen eine ganze Menge.

Im Namen der 27 Staaten hat die EU-Kommission bisher Verträge mit sechs Impfstoff-Herstellern abgeschlossen und so rund 2,3 Milliarden Dosen verschiedener Mittel gesichert. Weitere sollen folgen. Ein Überblick:

Biontech/Pfizer: Das Präparat der Mainzer Firma Biontech und des US-Pharmariesen Pfizer war der erste in der EU zugelassene Corona-Impfstoff. Am 21. Dezember 2020 gab die EU-Kommission grünes Licht. Deutschland hat sich rund 94 Millionen Dosen davon gesichert.

Moderna: Als zweites in der EU zugelassenes Mittel folgte am 6. Januar das Vakzin des US-Herstellers. 50 Millionen Dosen hat Deutschland bisher bestellt, mit 94 Prozent hat das Mittel von Moderna eine ähnlich hohe Wirksamkeit wie das von Biontech.

Astrazeneca: Mit 70 Prozent Wirksamkeit etwas weniger zuverlässig ist der Impfstoff des britisch-schwedischen Herstellers, dessen EU-Zulassung am Freitag erwartet wurde. Brüssel hatte 80 Millionen Impfdosen bis Ende März bestellt. Dass es nun weniger sein sollen, sorgt derzeit für Streit zwischen Brüssel und dem Hersteller. Die Bundesregierung hatte rund 56 Millionen Dosen einkalkuliert.

Curevac: Das Tübinger Biotech-Unternehmen forscht an einem Mittel, für das im Dezember die zulassungsrelevante klinische Phase-III-Studie begann. Mit Ergebnissen rechnet Curevac, das mit dem Pharmakonzern Bayer kooperiert, bis Ende März. Die Bundesregierung hat bis zu 73 Millionen Dosen des Vakzins bestellt.

Johnson&Johnson: Der US-Hersteller startete die entscheidende Phase der klinischen Tests bereits im September 2020. Die Besonderheit des Mittels ist, dass nur eine Dosis ausreichend Schutz bieten soll. Deutschland soll 37,25 Millionen Dosen erhalten. Wann der Impfstoff in der EU zugelassen werden könnte, ist noch offen.

Sanofi/GSK: Schon im September 2020 hatte die EU-Kommission einen Vertrag mit den Pharmakonzernen aus Frankreich und Großbritannien geschlossen. Doch bei der Entwicklung des Impfstoffs gab es Rückschläge. Die Hersteller erwarten nun eine frühestmögliche Verfügbarkeit im vierten Quartal 2021. Sollte das Mittel zugelassen werden, könnten die EU-Staaten bis zu 300 Millionen Dosen aufkaufen.

Valneva: Mitte Januar schloss die EU-Kommission Sondierungsgespräche mit dem französischen Biotech-Unternehmen ab. Der geplante Vertrag sieht den Kauf von bis zu 60 Millionen Dosen vor. Nach Angaben der EU-Kommission entwickelt Valneva einen "klassischen" Impfstoff mit inaktivierten Viren.

Novavax: Mit einer Wirksamkeit von 90 Prozent macht zudem der Impfstoff-Kandidat dieses US-Herstellers Hoffnung. Der US-Pharmakonzern Baxter kündigte Mitte Januar an, das noch nicht zugelassene Vakzin von Novavax solle unter anderem in der Baxter-Niederlassung in Halle (NRW) hergestellt werden. Auch Biontech und Pfizer wollen ihren Impfstoff künftig in Halle produzieren.

© dpa-infocom, dpa:210128-99-201882/5 (dpa)

Bundesgesundheitsministerium zu Impfstoffen

Homepage Novavax

Pressemitteilung Sanofi

Homepage Valneva

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