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Dunkle Materie hält Galaxien zusammen

10.02.2015

Die Milchstraße hat ein unsichtbares "dunkles Herz"

Die unsichtbare Dunkle Materie macht einen großen Teil des Weltalls aus. Ohne ihre zusätzliche Masse wären ferne Galaxien längst auseinandergeflogen.
Bild: Stephane Guisard (dpa)

Die Milchstraße sieht aus wie ein helles Band, wenn man sie von der Erde aus betrachtet. Doch ihr "dunkles Herz" ist wichtig. Die Dunkle Materie sorgt im Weltall für Zusammenhalt.

Astronomen wissen schon lange, dass es im im Weltall Unmengen sogenannter Dunkler Materie gibt. Diese ist unsichtbar und macht sich nur durch ihre Schwerkraft bemerkbar, mehr ist über sie nicht bekannt. Dass die innere Milchstraße ein "dunkles Herz" aus genau dieser Materie zu haben scheint, haben die Forscher um Fabio Iocco von der Universität Madrid herausgefunden.

In der Fachzeitschrift "Nature Physics" berichten Fabio Iocco und sein Team, wie sie bei dieser Entdeckung vorgegangen sind. Die Rotationsgeschwindigkeit von 2.780 Himmelskörpern in unserer Heimatgalaxie wurde dafür untersucht. Die Milchstraße hat eine hohe Rotationsgeschwindigkeit, ebenso wie ferne Galaxien. Eigentlich drehen sich die Galaxien so schnell, dass sie sich voneinander entfernen müssten. Die unsichtbare Dunkle Materie scheint sie mit ihrer zusätzlichen Schwerkraft festzuhalten.

Schwerkraft der Dunklen Materie hält alles zusammen

Die Galaxien enthalten durch ihre Sterne, das Gas und die Staubwolken selbst Schwerkraft. Auch die Milchstraße hat also ein "dunkles Herz" haben, dass sämtliche Bestandteile zusammenhält. Da die Erde aber selbst Teil dieser Galaxie ist, kann das kaum gemessen werden. Dennoch hat die Analyse von Iocco und seinem Team gezeigt, dass allein innerhalb der Sonnenbahn eine Menge Dunkle Materie vorhanden sein muss. dpa/sh

Das mit dem "Hubble"-Weltraumteleskop aufgenommene Bild zeigt die jüngste Sternexplosion in der Milchstraße. Die am Dienstag (29.08.2006) veröffentlichte Aufnahme zeigt die zerfledderten Reste der Supernova-Explosion Cassiopeia A, die vor 340 Jahren am irdischen Firmament zu beobachten war. Zu erkennen sind die Explosionstrümmer, die mit bis zu 50 Millionen Kilometern pro Stunde ins All rasen: Sauerstoff leuchtet auf dem Bild grün, Schwefel rot und violett, Wasserstoff sowie Stickstoff blau, wie das europäische "Hubble"-Zentrum in Garching bei München erläuterte. Foto: ESA & NASA +++(c) dpa - Bildfunk+++
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