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Sucht und Drogen

11.06.2016

Drogenbericht 2016: Rauchen ist bei Jugendlichen out, aber...

Drogenbericht 2016: Rauchen ist bei Jugendlichen out - aber Onlinesucht ein Problem.
Bild: Symbolbild: Marco Hadem/dpa

Der Drogenbericht 2016 zeigt, dass Rauchen bei Kindern und Jugendlichen seltener wird. Sucht-Probleme gibt es aber bei anderen Drogen - und im Internet.

Der Drogenbericht 2016 wurde am Donnerstag von der Bundesdrogenbeauftragen Marlene Mortler (CSU) in Berlin vorgestellt. Der neue Drogen- und Suchtbericht zeigt, dass sich Rauchen bei Kindern und Jugendlichen auf einem Tiefstand befindet. Zudem sinkt der Konsum von Alkohol bei dieser Gruppe. Dafür sind aber andere Drogen auf dem Vormarsch: Designerdroge. Außerdem gibt es mehr als eine halbe Million Onlinesüchtige.

Rauchen laut Drogenbericht 2016 out - Onlinesucht auf dem Vormarsch

Insgesamt gelten in Deutschland laut Drogenbericht 2016 rund 560.000 Menschen zwischen 14 und 64 Jahren als internetabhängig. Doch Jüngere sind deutlich häufiger onlinesüchtig. Allein 250.000 Menschen mit Anzeichen einer Abhängigkeit gehören zur Altersgruppe der 14- bis 24-Jährigen, 100.000 von ihnen sind 14 bis 16 Jahre alt. Bereits 1,2 Prozent der Neuntklässler könnten süchtig nach Computerspielen sein. Das hat Auswirkungen auf die Schulnoten, aber auch auf die Gesundheit, denn die Betroffenen leiden unter Schlafproblemen. Während die Sucht beim Rauchen zurückgeht, gibt es also in anderen Bereichen Sucht-Probleme.

Mortler warnte im Hinblick auf den Drogenbericht 2016 und angesichts der steigenden Zahl von Onlinesüchtigen davor, die Risiken der digitalen Welt nicht zugunsten ihrer Vorteile zu vernachlässigen. Positive Entwicklungen sieht sie beim Thema Alkohol und Tabak, wobei immer noch jedes Jahr rund 15.500 Kinder zwischen zehn und 17 Jahren wegen Alkoholvergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Außerdem sterben in Deutschland jährlich zwischen 42.000 und 74-000 Menschen an den Folgen ihres Alkoholkonsums.

Drogenbericht 2016: Welche Drogen sind eine Gefahr?

Im Gegensatz zur steigenden Zahl der Onlinesüchtigen und der sinkenden Zahl der Tabak- und Alkoholsüchtigen bleibt die Lage bei illegalen Drogen laut Drogenbericht 2016 "stabil". Vor allem sogenannte "Legal Highs", Designerdrogen bzw. psychoaktive Substanzen, sind auf dem Vormarsch. Im vergangenen Jahr wurden 39 Todesfälle im Zusammenhang mit "Legal Highs" registriert. AFP/sh

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