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19 Tote im Kongo

16.05.2018

Ebola-Ausbruch: WHO schickt Test-Impfstoff in Kongo

Die Ebola-Epidemie kostete in den letzten Jahren unzählige Menschen das Leben. Die betroffenen Staaten in Afrika sind dringend auf ausländische Hilfe angewiesen.
Bild: Kay Nietfeld/dpa (Archivfoto)

Im Kongo ist erneut Ebola ausgebrochen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schickt jetzt einen experimentellen Impfstoff in das Seuchengebiet.

Nach dem jüngsten Ebola-Ausbruch im Kongo hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen experimentellen Impfstoff zur Bekämpfung der Seuche in das betroffene Gebiet verschickt. 4000 Impfdosen seien im Augenblick auf dem Weg in die Provinz im Nordwesten des Landes, gab ein Sprecher der Organisation am Montag in Genf bekannt. Neben zwei offiziell bestätigten Ebola-Erkrankungen stieg die Zahl der womöglich Betroffenen in den vergangenen Tagen auf fast 30 weitere Fälle an - es handelt sich um 25 wahrscheinliche und zwölf vermutete Infizierte.

Bereits 19 Menschen sind gestorben

19 Menschen sind bislang an Symptomen gestorben, beispielsweise an Blutungen mit einhergehendem Fieber. Bei diesen Patienten wurde Ebola aber noch nicht bestätigt. Die WHO fürchtet, dass sich die Krankheit in Nachbarländern ausbreiten könnte. Besonders Kongo-Brazzaville und die Zentralafrikanische Republik seien wegen eines gemeinsamen Fluss-Systems gefährdet. Die Organisation bereite sich deshalb auf das schlimmste Szenario vor, hieß es. Durch die katastrophale Infrastruktur in der betroffenen Gegend sei es sehr schwierig, die notwendige Hilfe zu leisten.

Ebola zählt zu den gefährlichesten Viren der Welt

Das Virus gehört zu den gefährlichsten Krankheitserregern der Welt - 25 bis 90 Prozent der Infizierten sterben. Im vergangenen Jahr erlaubte deshalb die Regierung des Kongo den Einsatz des offizell noch nicht zugelassenen Impfstoffs. Er wurde bereits mit erstem Erfolg in der Schlussphase der verheerenden Ebola-Epidemie in Westafrika getestet. Bei dem Ausbruch starben in Liberia, Guinea und Sierra Leone 2014 und 2015 rund 11 000 Menschen.

Die Weltgesundheitsorganisation arbeitet nach eigenen Angaben eng mit der kongolesischen Regierung zusammen. Experten der WHO sowie der Organisation Ärzte ohne Grenzen und der örtlichen Gesundheitsbehörde seien bereits in den Ort Bikoro gereist. (dpa, AZ)

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