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Ebola-Virus

07.10.2014

Ebola: Symptome, Übertragung - alle Fragen und Antworten

Seinen Ursprung hat das Ebola-Virus im Tierreich. Was sind die Symptome? Wie funktioniert die Übertragung bei Ebola? Hier alle Fragen und Antworten.
Bild: Cynthia Goldsmith/CDC (dpa)

Ebola hat jetzt auch erste Menschen in Europa angesteckt. Was sind die Symptome? Wie funktioniert die Übertragung bei Ebola? Hier alle Fragen und Antworten.

Viele Monate grassierte Ebola 2014 nur in Westafrika - jetzt ist die gefährliche Virus-Infektion auch in Europa angekommen. Eine Krankenhelferin steckte sich in Spanien mit dem Virus an - und infizierte vermutlich weitere Menschen.

Was sind die Symptome bei Ebola? Wie funktioniert die Übertragung? Und was unternehmen die Behörden in Deutschland, um gegen eine Epidemie vorzubeugen? Hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Um welches Virus geht es genau?

Das Ebola-Virus gehört zur Familie der sogenanten Filoviridae. Von den bisher bekannten Spezies des Virus' haben laut Robert Koch Institut bisher drei Spezies größere Krankheitsausbrüche beim Menschen ausgelöst, nämlich Zaire, Sudan, und Bundibugyo. Die Epidemie 2014 mit aktuell über 3000 Toten ist die bislang größte, die es jemals gab.

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Ebola Übertragung: Wie haben sich die Patienten angesteckt?

Eine Übertragung von Ebola ist durch den Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten von erkrankten Menschen oder Verstorbenen möglich. Personen im engsten Umfeld von Erkrankten haben daher das größte Ansteckungsrisiko. Auch Helfer und medizinisches Personal, das sich nicht ausreichend schützt, kann  sich mit dem Erreger anstecken. Eine Übertragung einfach so durch die Luft ist bisher nicht bekannt.

Wie lange können Ebola-Viren außerhalb des Körpers überleben?

Leider können die Viren recht lange infektionsfähig bleiben, nämlich einige Tage. Eine Ansteckung über Gegenstände, die mit infektiösen Körperflüssigkeiten verschmutzt sind, ist deshalb möglich.

Wie lange ist bei Ebola die Inkubationszeit?

Das hängt davon ab, mit wie vielen Erregern man infiziert wurde. In der Regel ist die Inkubationszeit bei Ebola acht bis zehn Tage; es kann aber auch bis zu 21 Tage dauern, bis die Krankheit ausbricht und sich Symptome zeigen.  Das Übertragungsrisiko ist in der Spätphase der Erkrankung am größten, wenn die Viruslast am höchsten ist, so das RKI.

Gibt es eine Impfung gegen Ebola?

Nein, noch nicht. Aber die Forschung zu Ebola-Impfstoffen läuft auf Hochtouren. Bei einigen möglichen Wirkstoffen laufen bereits Tests. Zwei Impfstoffe wurden von der WHO bereits als "vielversprechend" eingestuft, bis November oder Dezember sollen erste Testergebnisse vorliegen. Der Impfstoff der britischen Firma GlaxoSmithKline (GSK) könnte ab Anfang 2015 offiziell eingesetzt werden, ein Impfstoff der kanadischen Gesundheitsbehörden könnte nach erfolgreichen Tests ebenfalls zur Behandlung eingesetzt werden.

Sind Reisen nach Afrika jetzt gefährlich?

Das Auswärtige Amt rät derzeit von Reisen in die Länder Guinea, Sierra Leone und Liberia dringend ab und ruft deutsche Staatsbürger zur Ausreise auf.

Ebola Symptome: Was gibt es für Krankheits-Symptome?

Die Erkrankung beginnt plötzlich mit Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Bindehautentzündung. Ab dem 5. bis 7. Krankheitstag kommt es bei den meisten Patienten zu Schleimhautblutungen, etwa aus dem Darm-  oder Vaginalbereich. Auch fleckenartige Blutungen an der Haut entstehen oft. Häufig versagen dann Nieren und Leber - je nach Virustyp endet die Ebola für 70 bis 90 Prozent der Patienten tödlich.

Vor allem Menschen, die kürzlich in Afrika waren, sollten bei Symptomen dieser Art unbedingt einen Arzt - diesem aber telefonisch vorab mitteilen, warum sie kommen.

Welche Schutzmaßnahmen ergreift Deutschland bislang?

Deutschland ist auf die Behandlung von Personen, die an Ebolafieber erkrankt sind, vorbereitet.  Es gibt bundesweit mehrere Behandlungszentren, die auf Ebola-Patienten eingestellt sind, etwa durch spezielle Isolierstationen. Auch für Flughäfen und Bahnhöfen gibt es spezielle Einsatzpläne.

Kann ich mich auf Reisen und im Flugzeug mit Ebola anstecken?

Ja. Das Risiko, dass Reisende die Krankheit nach Deutschland mitbringen, ist zwar laut Robert Koch Institut gering, es ist aber eben nicht auszuschließen. "Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist durch den Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten von erkrankten Menschen oder Verstorbenen möglich", so die Spezialisten.

Durch flüchtigen Kontakt in der Öffentlichkeit mit Menschen, die nicht krank wirken, wird Ebola dagegen nicht übertragen, betont das Auswärtige Amt. Ebenso wenig bei der Berührung von Geld, lokal gekauften Lebensmitteln oder beim Baden im Pool. Auch Mücken übertragen das Ebola-Virus nicht.

Wie kann ich mich gegen Ebola schützen?

Grundsätzlich wird Ebola direkt durch Körperflüssigkeiten übertragen, aber nicht durch die Luft. Das Virus ist empfindlich und wird durch Seife, Bleiche, Sonnenlicht und Austrocknung leicht abgetötet. Ein Waschmaschinengang tötet das Virus in Kleidung, die mit infektiöser Körperflüssigkeit gesättigt war, so das Auswärtige Amt.

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