1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. Eine echte Sternschnuppen-Nacht

Lyriden

21.04.2018

Eine echte Sternschnuppen-Nacht

Ihren Namen haben die Sternschnuppen vom Sternbild Lyra.
Bild: Daniel Reinhardt (dpa)

Sternschnuppen-Freunde aufgepasst: In der Nacht auf Sonntag sind die Lyriden am besten zu sehen über Deutschland.

Die Sternschnuppen der Lyriden funkeln seit dem 16. und noch bis zum 25. April am Nachthimmel. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt im Sternbild Leier. Von ihnen fasziniert warten die Menschen schon immer - die ersten Berichte über die Lyriden stammten aus dem Jahr 687 vor Christus.

Bei den Lyriden handelt es sich um schnelle Sternschnuppen, die mit Geschwindigkeiten um 50 Kilometer pro Sekunde - das sind 180 000 Kilometer pro Stunde - in die Erdatmosphäre eindringen und verglühen. Eine Reise von der Erde zum Mond würde bei dieser Geschwindigkeit nur zwei Stunden dauern.

Als Quelle der Lyriden wurde der Komet Thatcher (C/1861 G1) ausgemacht. Er umrundet die Sonne auf einer langgestreckten Ellipsenbahn in 415 Jahren. Entdeckt wurde der Komet am 4. April 1861 von Albert E. Thatcher von Manhattan (New York) aus. Thatcher war Amateurastronom und hatte sich von einem Freund ein Fernrohr ausgeliehen.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Das Maximum des Sternschnuppen-Regens tritt in der Nacht vom 22. auf 23. April 2018 ein. Dabei flammen bis zu zwanzig Meteore pro Stunde auf. Doch schon in der Nacht zuvor sind die Sternschnuppen am besten zu sehen. "In der Nacht zum Sonntag ist es überall in Deutschland weitgehend klar", sagte Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach.

Lyriden-Sternschnuppen sind heute wohl am besten zu sehen

Zwar wird am Montag erst das Maximum des Stroms erreicht, der Sonntag ist nach Ansicht von Astronomen für Beobachter aber nahezu genauso gut. Und am Montagfrüh ist der Himmel vielerorts bedeckt, im Norden regnet es sogar. "Die Beobachtungschancen sind dann noch im Süden und Osten am besten", sagte Ruppert.

"Die Sternschnuppen der Lyriden sind eigentlich ein schwacher Strom, der aber hin und wieder für Überraschungen gut ist", sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Sternfreunde, Sven Melchert, im südhessischen Heppenheim. Die meisten Sternschnuppen seien nach Mitternacht zu sehen. "Dann ist dieses Jahr der zunehmende Halbmond auch unter dem Horizont verschwunden." (AZ)

Hubble zeigt Bild von explodiertem Stern
12 Bilder
Die faszinierenden Bilder von Hubble
Bild: Esa & Nasa
Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Ein gezähmter Fuchs auf dem Gelände einer Fuchs-Farm nahe Akademgorodok in Nowosibirsk. Foto: The Institute of Cytology and Genetics
Fellflausch mit Moschusnote

Sibirische Forscher züchten zahme Füchse

ad__querleser@940x235.jpg

Qualität auch für Querleser

Montag bis Samstag ab 4 Uhr morgens. Und die Multimedia-Ausgabe
"Kompakt" mit den wichtigsten Nachrichten von Morgen ist auch dabei.

Jetzt e‑Paper bestellen!