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27.01.2005

Einstein und die Atombombe

Welch eine Ironie des Schicksals: Ausgerechnet der überzeugte Pazifist Einstein wird heute als einer der "Väter" der Atombombe gesehen. Zum einen bildet seine berühmte Formel E=mc² die wissenschaftliche Grundlage für die Funktionsweise. Außerdem hatte er sich in einem Brief an den amerikanischen Präsidenten für die Entwicklung der Atombombe ausgesprochen, aus Angst dass die Deutschen ihnen sonst mit dieser Massenvernichtungswaffe zuvor kommen könnten.

Welch eine Ironie des Schicksals: Ausgerechnet der überzeugte Pazifist Einstein wird heute als einer der "Väter" der Atombombe gesehen. Zum einen bildet seine berühmte Formel E= mc² die wissenschaftliche Grundlage für die Funktionsweise. Außerdem hatte er sich in Briefen an den amerikanischen Präsidenten für die Entwicklung der Atombombe ausgesprochen, aus Angst dass die Deutschen ihnen sonst mit dieser Massenvernichtungswaffe zuvor kommen könnten.

Einstein leistete damit nur einen indirekten Beitrag zum Bau der Atombombe: Mit anderen führenden amerikanischen Physikern wie Leo Szilard und Enrico Fermi unterzeichnete er mehrere Briefe an die Regierung der USA, in denen zu einem Bau der Bombe aufgerufen wurde. Diese sollte ihre Vernichtungsenergie aus der Spaltung von Atomkernen beziehen. Aufgrund von Anzeichen, dass die Nazis an einer solchen Waffe arbeiteten, plädierte auch Einstein dafür, Hitlers Forschern zuvor zu kommen. Seine wissenschaftliche Reputation verlieh den Appellen Gewicht - schließlich war er es gewesen, der die theoretischen Voraussetzungen für diese neue Technologie entdeckt hatte. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass es in Deutschland gar kein konkretes Atombombenprojekt gegeben hatte.

Als 1945 die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki abgeworfen wurden, war Einstein entsetzt. Er engagierte sich verstärkt für den Frieden und übernahm das Präsidium des 'Energency Commitee of Atomic Scientists' zur Verhinderung eines Atomkrieges.

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