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Erdtrabant

09.04.2015

Entstand der Mond durch einen Crash von Erde und Theia?

Vollmond über Berlin. Der Erdtrabant ist von einem großen Himmelskörper aus der jungen Erde herausgeschlagen worden.
Bild: Soeren Stache (dpa)

Wie entstand der Mond, den wir nachts am Himmel sehen? Neue Studien haben eine gängige Theorie erweitert - unser Trabant könnte Ergebnis eines kosmischen Unfalls sein.

Wie ist eigentlich der Mond entstanden? Die Antwort auf diese Frage hat die Wissenschaft bisher damit beantwortet, dass die junge Erde mit dem Protoplaneten Theia zusammengestoßen ist und dabei der Mond entstand. Der Planet Theia war ein Himmelskörper, etwa so groß wie unser Nachbarplanet Mars.

In Simulationsrechnungen haben Forscher allerdings festgestellt, dass der bisher vermutete Vorgang nicht die vollständige Entstehungsgeschichte abbilden kann. Denn die chemische Zusammensetzung des Mondes gleicht der der Erde - die gängige Theorie zur Entstehung geht davon aus, dass der Mond aus Material von Theia besteht.

Mond und Erde: Wolfram-Vorkommen geringfügig unterschiedlich

Ein deutsches und ein US-Team haben sich unabhängig voneinander mit der Entstehungsgeschichte des Mondes befasst. Beide sind zu dem Ergebnis gekommen, dass der Mond seinen Ursprung tatsächlich in einem Crash der jungen Erde mit einem großen Himmelskörper hat. Es ist aber davon auszugehen, dass der Erdtrabant dann kosmisches Material als abschließende Schicht angesammelt hat. Das erkennen beide Forschergruppen an den Unterschieden von Wolfram auf Erde und Mond.

Die Ergebnisse beider Teams sind in der Fachzeitschrift "Nature" veröffentlicht worden. Sowohl die Forscher um Thomas Krujier von der Universität Münster als auch die Gruppe um Mathieu Touboul von der Universität Maryland haben die Wolfram-Varianten zwischen Erde und Mond untersucht.

Dabei stellten beide Teams messbare Unterschiede im Vorkommen fest. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sowohl Mond als auch Erde nach dem Einschlag eine abschließende Material-Schicht angesammelt haben. dpa/sh

Um die Sonne Kreisen zunächst die Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars. Sie gehören zu den terrestrischen Planeten, da sie  aus festen Stoffen bestehen. Weiter außen kreisen die Gasplaneten Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun. Sie bestehen überwiegend aus leichten Stoffen wie Wasserstoff und Helium.
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