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Wissenschaft

09.02.2018

Erstmals züchten Forscher menschliche Eizellen im Labor

Mittels einer Befruchtung von Eizellen im Labor können Frauen auch noch schwanger werden, wenn ihre Fruchtbarkeit durch eine Krebstherapie beeinträchtigt wurde.
Bild: Ralf Hirschberger/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Erstmals haben Forscher menschliche Eizellen außerhalb des Körpers von einem frühen Stadium bis zur vollständigen Reife gebracht.

Das Verfahren könnte Frauen und jungen Mädchen eine Schwangerschaft erleichtern, die nach einer Krebstherapie auf natürliche Weise keine Kinder mehr kriegen können, schreiben Mediziner um Evelyn Telfer von der Universität Edinburgh in der Fachzeitschrift "Molecular Human Reproduction". Sie hatten erwachsenen Frauen unreife Eizellen entnommen, die sich dann im Labor weiterentwickelten. 

Das neue Verfahren könnte Frauen zu einer Schwangerschaft verhelfen

Vor allem Mädchen, die vor der Geschlechtsreife unter Krebs leiden, könnte durch das neue Verfahren eine spätere Schwangerschaft ermöglicht werden. Unreife Eizellen könnten in einem frühen Stadium - und vor einer potenziell schädigenden Chemotherapie - entnommen werden, heißt es in einer Mitteilung der Universität Edinburgh. Im Labor könnten die Zellen dann zur Reife gebracht und für eine spätere Befruchtung aufbewahrt werden.   

Menschliche Eizellen sind bereits von Geburt an im Körper vorhanden, sie müssen aber erst heranreifen, bevor sie erfolgreich befruchtet werden können. Unabhängige Experten begrüßten die Ergebnisse der Studie als "wichtigen Durchbruch", warnten aber vor zu großen Erwartungen. (dpa)

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