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HIV und Aids

17.06.2016

Experte: Positiver HIV-Test eine Art Lebensversicherung

HIV ist für viele immer noch ein Tabu-Thema. Daher bleibt die Infektion in Deutschland oft unentdeckt.
Bild: Symbolbild: Oliver Berg (dpa)

Menschen, die mit HIV infiziert sind, leiden auch in unserer aufgeklärten Gesellschaft enorm unter der Stigmatisierung. Es beginnt schon beim HIV-Test, warnen Mediziner.

"Wir stellen diese Infektionen, auch in unserer aufgeklärten Gesellschaft, zu sehr in eine Ecke", erklärte Hartwig Klinker, Leiter der Infektiologie am Uni-Klinikum Würzburg. Die fortgesetzte Stigmatisierung von HIV-positiven Menschen kritisiert er stark. Betroffene dürften Situationen, in denen sie sich angesteckt haben könnten, nicht verdrängen - aber auch Ärzte sollten sich nicht vor den relevanten Fragen drücken, wenn es um die Infektion mit HIV geht.

Dabei sei HIV heute eine Infektion, die man sehr gut behandeln könne. Für den Infizierten bedeute ein positiver Test heute eher eine Art Lebensversicherung. Denn nur dann könne man die Infektion behandeln. "Natürlich ist es eine lebensverändernde Diagnose - man darf das nicht leichtnehmen. Aber der Betroffene kann von wirksamen Therapien profitieren und hat quasi eine normale Lebensperspektive", sagt Klinker. Aids und HIV sind immer noch Tabuthemen

HIV und Aids: Infektion heute gut behandelbar

Eine Infektion mit HIV ist heute gut behandelbar. Ein positiver Test kann heute eher als Lebensversicherung dienen, erklärte Klinker. Das Humane Immunschwächevirus (HIV) ist die Ursache für Aids, es wird vor allem durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und infizierte Injektionsnadeln übertragen. Der Erreger bewirkt, dass das Abwehrsystem des Körpers selbst harmlose Krankheitserreger nicht mehr wirkungsvoll bekämpfen kann. In Deutschland leben nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts gut 13.000 Menschen mit einer unentdeckten HIV-Infektion. dpa/lby/sh

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