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Hörverlust

06.03.2017

Forscher: Mehr als Hälfte aller Menschen werden bis 2060 ihr Gehör verlieren

Je später jemand mit Schwerhörigkeit ein Hörgerät bekommt, umso schwerer fällt die Umstellung. Einer Studie zufolge steigt die Zahl der Menschen mit Gehörverlust.
Bild: Symbolbild: Bernd Weißbrod (dpa)

In einer Studie haben US-Forscher aufgezeigt, dass immer mehr Menschen an Gehörverlust leiden. Sie rufen das Gesundheitssystem dazu auf, sich darauf vorzubereiten.

Gehörverlust? Das klingt eher nach etwas, was älteren Generationen bevorsteht. Doch nun müssen auch jüngere Menschen sich um die Zukunft ihres Gehörsinnes Sorgen machen, laut einer neuen Studie.

Gehörverlust ist ein großes Gesundheitsrisiko, das mit höheren Kosten in der Versorgung, schnellerer kognitiver Verschlechterung und schlechterem physischen Funktionieren in Verbindung gebracht wird.

Bis 2060 werden Menschen ihr Gehör verlieren

Forscher von der John Hopkins University in Baltimore, Maryland haben in einem vor kurzem veröffentlichten Report der "National Academies of Science, Engineering, and Medicine" (NASEM) darauf hingewiesen, dass Gehörverlust und die begrenzten Möglichkeiten audiologischer Gesundheitsversorgung in den USA eine zunehmende Rolle spielen.

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Basierend auf den Zahlen der Fälle von Gehörverlust in den USA haben die Wissenschaftler in diesem Report abgeschätzt, wie sich die Probleme mit dem Gehör unter erwachsenen Menschen in den kommenden 43 Jahren entwickeln. So konnten sie eine Zahl derer festlegen, die innerhalb der nächsten Jahrzehnte einen Gehörverlust erleiden könnten. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachblatt "JAMA Otolaryngol Head & Neck Surgery"

In konkreten Zahlen heißt es in der Studie, dass die Zahl der Erwachsenen (20 Jahre oder älter) mit Gehörverlust von 44,11 Millionen im Jahr 2020 zu 73,50 Millionen im Jahr 2060 ansteigen könnte. Das wäre ein Anstieg von 15 Prozent der Bevölkerung auf 22,6 Prozent. Vor allem unter älteren Erwachsenen nimmt die Zahl deutlich zu. 2020 werden mehr als die Hälfte aller Menschen mit Gehörverlust 70 Jahre alt oder älter sein, 2060 könnten es über 60 Prozent sein.

Gehörverlust: Gesundheitssystem muss handeln

In den Vereinigten Staaten leiden mehr als zwei Drittel aller erwachsenen Menschen im Alter von 70 Jahren oder älter an Gehörverlust. Die alternde Gesellschaft wird also auch zunehmend schwerhörig - das Gesundheitssystem solle deshalb jetzt handeln, raten die Forscher. sh

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