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Forschung
11.05.2017

Der menschliche Geruchssinn ist besser als gedacht

Der menschliche Geruchssinn kann sich mit dem mancher Tiere messen. Aber Düfte wirken nicht nur über die Nase auf unseren Körper ein.
Foto: Fotolia

Unser Geruchssinn ist wesentlich besser, als wir annehmen. Bei einigen Düften übertrifft er sogar Hunde. Doch die Nase muss trainiert werden, sonst verliert sie ihre Kraft.

Menschen, die gut riechen, verfluchen oft ihre Nase. Denn in das Duftorgan strömen nicht nur angenehme Noten, sondern auch scheußliche. Etwa der Geruch eines Pfandflaschenautomaten im Sommer oder die Ausdünstungen eines Sitznachbarn im Zug. Forscher haben inzwischen belegt, dass die menschliche Nase wesentlich leistungsfähiger ist, als die meisten denken.

Manches riecht der Mensch besser als ein Hund

Ein wahrer Geruchs-Experte ist Hanns Hatt. Der gebürtige Illertissener (Landkreis Neu-Ulm) ging in Augsburg und Dillingen zur Schule, heute forscht er an der Universität von Bochum am Lehrstuhl für Zellphysiologie an Gerüchen. Seiner Meinung nach wird unsere Nase unterschätzt: „Der Mensch riecht besser als viele Tiere.“ Bei einigen Duftnoten übertreffe er sogar den Hund. Etwa wenn es darum geht, Fettsäuren wahrzunehmen. Wie gut ein Mensch oder Tier etwas erschnuppern kann, ergebe sich aus seiner Evolutionsgeschichte: „Vor Jahrtausenden war der Geruchssinn für uns wichtig. Mit ihm haben wir entschieden, ob etwas essbar oder verdorben ist.“ Dabei war es nützlich, eine feine Nase für Fettsäuren zu haben – also für beißende oder ranzige Gerüche.

Kann der Mensch es also mit dem Geruchssinn der Hunde aufnehmen? So weit würde Hatt nicht gehen. Beim Fährtenlesen etwa ist der Hund ein Experte. Die Duftstoffe, die hier entscheidend sind, kann er besser erkennen als der Mensch. Grundsätzlich sind unsere Sinne auch nicht auf die Duftspuren am Boden eingestellt. „Durch den aufrechten Gang ist der Mensch buchstäblich hochnäsig geworden. Dadurch haben wir die Fähigkeit verloren, Spuren zu wittern.“

Zellen im Darm werten Gerüche aus

Doch im Menschen sind diese Eigenschaften nach wie vor im Erbgut angelegt. Hatt zufolge besitzen wir Gene für 1000 Geruchsrezeptoren, mit denen wir verschiedenste Gerüche wahrnehmen könnten. Doch nur ein Drittel von ihnen ist aktiv – der Rest schlummert in unseren Zellen, da wir zum Überleben nicht darauf angewiesen sind. „Dem Menschen dienen die Geruchsrezeptoren nicht nur in der Nase“, sagt Hatt. Viele unserer Zellen sind mit den Rezeptoren ausgestattet. Je nachdem, wo sie in unserem Körper sind, können sie unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Hatt erläutert, dass etwa Zellen im Darm Gerüche auswerten, um die Verdauung zu regulieren. Duftstoffe aus der Haut hingegen können das Zellwachstum beeinflussen und Wunden schneller heilen lassen. Bewusst nehmen wir Gerüche dort nicht wahr. Die Informationen erreichen nicht die Bereiche in unserem Gehirn, die uns einen Duft melden.

Die Nase des Menschen gibt Wissenschaftlern bis heute Rätsel auf. Forschungseinrichtungen beschäftigen sich weltweit mit dem Riechorgan. Der US-Forscher John McGann etwa hat nun im Wissenschaftsmagazin Science einen Überblicksartikel veröffentlicht, in dem er zahlreiche Studienergebnisse zusammenfasst. Seine Erkenntnis stützt die Aussagen von Hanns Hatt: Die menschliche Nase ist besser, als wir dachten.

Viele Gerüche verarbeiten wir unbewusst

Der Irrglaube, dass der Mensch schlecht Gerüche wahrnimmt, hat mehrere Ursachen. John McGann zufolge liegt es an Fehlern von Wissenschaftlern im 19. Jahrhundert. Die haben der menschlichen Nase einen schlechten Geruchssinn attestiert. Doch sie haben nur verglichen, wie groß die Hirnregionen des Riechzentrums bei Mensch und Tier sind. Sie ließen außer Acht, wie leistungsfähig die Rezeptoren sind. Hanns Hatt denkt, dass der Irrglaube auch kulturelle Gründe hat: „Düfte sind etwas Intimes, haben auch etwas mit Sexualität zu tun. Wir aber wollen uns von den Tieren unterscheiden.“ Vieles bei Gerüchen laufe unbewusst ab. So zeigte eine Studie seines Instituts jüngst erstmals, dass der Duftstoff Hedion an einen menschlichen Pheromon-Rezeptor andockt und dabei Verhaltensänderungen bewirkt: Die Testpersonen reagierten freundlicher auf Freundlichkeit, aber unfreundlicher auf unfaires Verhalten als die Kontrollgruppe.

Eine gute Nase ist nicht selbstverständlich. Wie die Augen oder Ohren muss das Organ trainiert werden. Ebenso wie unsere anderen Sinne nimmt der Geruchssinn im Lauf der Jahre ab. Hatt rät, bewusst auf Gerüche zu achten: „Wer viele Duftreize aufnimmt und versucht, sie einzuordnen, trainiert seinen Geruchssinn und kann auch im Alter noch gut Düfte wahrnehmen.“ (mit dpa)

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