Newsticker

RKI meldet 11.409 neu mit Corona Infizierte
  1. Startseite
  2. Wissenschaft
  3. Gefährlich und vermeidbar: Was Sie über Masern wissen müssen

Masern

23.02.2015

Gefährlich und vermeidbar: Was Sie über Masern wissen müssen

Ein Kinderarzt gibt eine Masernimpfung. In Berlin ist ein Kleinkind an Masern gestorben.
Bild: Patrick Seeger/Archiv (dpa)

Masern sind eine sehr ansteckende Krankheit und zählen in Deutschland zu den meldepflichtigen Infektionen. Symptome, Fälle und mehr auf einen Blick.

ÜBERTRAGUNG: Die Viren werden von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen übertragen, zum Beispiel beim Husten, Niesen oder Sprechen. Fast jeder Kontakt führt zu einer Ansteckung, wenn ein Mensch nicht gegen Masern geimpft ist - sogar auf mehrere Meter Entfernung. 

SYMPTOME: Schon fünf Tage vor dem typischen roten Hautausschlag sind Infizierte ansteckend. Nach grippeähnlichen Anzeichen wie hohem Fieber, Husten und Schnupfen folgt Tage später der Ausschlag und das Fieber steigt erneut. Nach vier Tagen verschwindet der Ausschlag.

KOMPLIKATIONEN: Masern schwächen das Immunsystem. Bronchitis, Mittelohr- oder Lungenentzündungen können die Folge sein, selten auch eine Gehirnentzündung. Daran sterben bis zu 20 Prozent der Betroffenen. Bei fast einem Drittel bleiben schwere Folgeschäden wie geistige Behinderung oder Lähmungen zurück.

THERAPIE: Eine Therapie gegen Masern gibt es nicht. Möglich ist nur eine Behandlung der Krankheitsanzeichen wie Fieber. Antibiotika sind gegen Viren-Erkrankungen wirkungslos.

IMPFUNG: Der Impfstoff wird aus abgeschwächten Masernviren hergestellt. Säuglinge sollten mit 11 bis 14 Monaten erstmals geimpft werden. Das kann auch früher sein, wenn das Kind in eine Kita gehen soll. Die Zweitimpfung kann vier Wochen nach der ersten erfolgen und sollte im Alter von 15 bis 23 Monaten verabreicht werden. Erwachsene mit unklarem Impfstatus sollten sich impfen lassen.

FÄLLE: Die Zahl der registrierten Fälle schwankte in den vergangenen Jahren stark. So waren es im Jahr 2001 mehr als 6000 Erkrankungen in Deutschland, 2012 nur 165 und 2013 wieder 1769. dpa 

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren