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Gesundheit
19.06.2014

Nie mehr bohren: Neue, sanfte Behandlung gegen Karies gefunden

Die Behandlung von Karies könnte bald ohne Bohrer durchgeführt werden.
Foto: Patrick Pleul (dpa)

Die Angst vor dem zahnärztlichen Bohrer könnte bald Vergangenheit sein. Britische Forscher haben eine neue Art der Karies-Behandlung erfunden, die auch noch schmerzfrei sein soll.

Forscher der Reminova Ltd, einer Ableger-Firma des King's College London, haben ein Gerät gefunden, dass eine neue, schmerzfreie Zahnbehandlung garantieren soll. Die Zähne sollen dabei zu einer Art Selbst-Reperatur angeregt werden, indem die Zähne einen Remineralisierungs-Prozess durchlaufen.

2,3 Milliarden Menschen leiden jedes Jahr an Karies, obwohl das Leiden zu den gewöhnlichsten, vermeidbaren Erkrankungen gehört. Der Verfall von Zähnen beginnt in der Regel mit einem mikroskopisch kleinen Fehler, durch den Mineralien den Zahn verlassen. Normalerweise bewegen sich Mineralien in einem natürlichen Zirkel in den Zahn und wieder hinaus, doch wenn zu viel Mineralien verloren wurden, entsteht Karies.

Zahnärzte greifen zu Mineralien statt zum Bohrer

Zahnärzte gehen normalerweise so vor, dass die den Karies aus dem Zahn entfernen und ihn neu füllen. Doch Reminova geht anders vor. Ihr Ziel ist es, dass der Zahn sich selbst heilt und neu bildet. Und das ganz ohne Bohrer, Nadeln oder Amalgam.

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Der natürliche Heilungs-Prozess des Zahns wird mit Kalzium und Phosphat angeregt. Zunächst wird in einem ersten Schritt der beschädigte Zahnschmelz vorbereitet, in einem zweiten Schritt werden Mineralien in den Zahn gedrückt, um den Schaden zu beheben. Diese Technik könnte schon in drei Jahren nutzbar sein. sh

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