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Gesundheits-Mythos
09.06.2015

Ist es gesund, die eigene Plazenta zu essen?

Ist es wirklich gesund, die eigene Plazenta zu essen? Symbolbild
Foto: Patrick Pleul/dpa

Immer wieder essen Frauen nach der Geburt ihres Kindes ihre eigene Plazenta. Das soll angeblich Wochenbettdepression und Schmerzen lindern. Doch lässt sich das belegen?

Da die Plazenta Nährstoffe und Hormone enthält, die der Mutter zugute kommen, unterstützen verschiedene Gesundheitsadvokaten das Essen der eigenen Plazenta. Im medizinischen Fachblatt "Archives of Women's Mental Health" ist nun eine Studie erschienen, die die Ergebnisse von 49 Artikeln zum Thema Plazenta analysiert und ausgewertet hat. Dabei wurden auch Tierstudien nicht ausgeschlossen, sofern sie in Bezug zur menschlichen Plazenta standen.

Studien sind sich uneins: Ist die Plazenta gesund?

Das Ergebnis der Studie zu gesundheitlichen Vor- oder Nachteilen des Essens einer Plazenta erhielten die Studienleiter durch die Auswahl von zehn Artikeln. Dabei wurde festgestellt, dass nur eine Minderheit von Frauen aus entwickelten Ländern glauben, dass das Essen der eigenen Plazenta das Risiko einer Wochenbettdepression verringern und die Genesung beschleunigen kann. Obwohl Tierstudien eine Schmerzlinderung bestätigen, kann das nicht auf Menschen übertragen werden. Andere Studien widersprechen sich. Es lässt sich daher schließen, dass ein gesundheitlicher Vorteil durch das Essen der Plazenta nicht eindeutig bestätigt worden ist. sh

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